Neulich… (im Verzug)

Also, ich war im Oktober mit meinem Auto in der Werkstatt. Einer der Scheinwerfer hatte ein Problem mit den Tränendrüsen und war permanent beschlagen. Ich also ins Autohaus, welches ich jetzt mal aus Gründen der Anonymisierung Kidt & Schmoch nennen möchte. Dort sagte man mir, mein Auto sei eigentlich noch nicht alt genug für derlei Zipperlein, und man bot mir eine Teilkostenübernahme an, was ich gerne annahm. Auf meine Frage, was ich dann noch berappen müsste, stellte man mir 80 € in Aussicht.

So. Als ich dann abends meinen Wagen wieder abholen wollte, übergab mir eine junge Dame am Empfangstresen meinen Schlüssel. Ich so: „Wo ist denn die Rechnung?“ Junge Dame: „Da gibt es wohl keine Rechnung. Aber Sie können ja mal dort drüber um die Ecke bei meinem Kollegen nachfragen.“ Ich drück mich also um die Ecke, aber da war keiner. Also bin ich dann nach Hause. Wenn die Geld von mir wollen, werden die sich schon melden.

Das taten sie auch, und zwar gestern, also knapp 4 Monate später. Ich komme ahnungslos nach Hause und finde Post von Kidt & Schmoch vor. Nanu? Die Rechnung hatte ich offen gestanden schon ganz verdrängt, aber sie war es dann doch. Das Erstaunen war dann auch ganz auf meiner Seite, als ich einen Rechnungsbetrag von 126 € zur Kenntnis nehmen durfte. Na, da muss ich wohl noch mal anrufen!

Es kam aber etwas anders. Heute nämlich fand ich wieder Post von Kidt & Schmoch zuhause. Etwa eine korrigierte Rechnung? Weit gefehlt: ZAHLUNGSAUFFORDERUNG! WIR SETZEN SIE IN VERZUG! Ich möge doch bitte endlich den Betrag von 126 € ausgleichen, sonst müsse man ein kostenspieliges Mahnverfahren einleiten. Aha.

Bei einer genaueren Überprüfung meiner Post der letzten 2 Tage stellte ich dann noch fest, dass beide Briefe am selben Tag abgestempelt worden sind, aber mit zwei unterschiedlichen Zustelldiensten den Weg in meinen Briefkasten gefunden haben.

Sachen gibt’s…

Die Scheil

2 Antworten to “Neulich… (im Verzug)”

  1. Mone Says:

    Die Differenz ist natürlich ärgerlich; 50 Prozent mehr als erwartet, und das nach mehreren Monaten – die Buchführung hat wohl etwas viel zu tun gehabt. Auswirkung der Finanzkrise für den kleinen Mann, Teil 2? (Weil, könnte ja sein, dass sie dann doch endlich mal ihre Ausstände überprüft haben und nun hinterher sind, die Bilanzen auszugleichen?)

    Die schöne Geschichte mit der Rechnung/Mahnung kenn ich auch. Ein Anbieter der allgemeinen Unterhaltungsbranche – aus den selben Gründen nenne ich ihn mal „Wire in Germany“ – schickte mir an einem Tag eine Mahnung für einen noch ausstehenden Betrag. Der Betrag war auch noch ausstehend, aber die Rechnung darüber hatte ich noch nicht erhalten. Die kam dann einen Tag später, auf dem selben Weg. Ich hatte die Überweisung natürlich schon vorgenommen (ich dachte, vielleicht ist ja durch den Umzug etwas verschütt gegangen, trotz Nachsendeantrag). Aber die Rechnung NACH der Mahnung zu senden, fand ich doch etwas putzig. Das habe ich dann einem der Kundenservice-Mitarbeiter mitgeteilt, immer noch auf freundliche Weise, wie ich hoffe. Man sollte doch zumindest dem Kunden die Gelegenheit geben, eine Rechnung zu begleichen, anstatt parallel oder schon prophylaktisch die Mahnung zu schreiben, meine ich…

  2. Franco Says:

    Fragt sich, ob es den Autohäusern jetzt schon so schlecht geht, dass sie jeden Penny aus dem Kunden rausquetschen müssen, oder schon wieder so gut, dass sie es sich leisten können, verärgerte Kunden zu verlieren…

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