Rubrik Reisebericht – USA, Teil II: Howdy! (Las Vegas und Death Valley)

Wie gesagt, Fast Food. Mitten auf dem Weg zum Gepäckband. Der Flughafen in Denver ist ziemlich gut organisiert. Es gibt eine eigene U-Bahn, die einen in den gewünschten Bereich bringt. In Las Vegas läuft das genauso.

Die Crew auf dem Weg von Denver nach Las Vegas begrüßte uns mit einem herzlichen „Howdy“, was mich einigermaßen erstaunt hat. Später hat man mir bestätigt, das sei doch „rather farmy“ und eher ungewöhnlich. Auf dem Flughafen muss man gleich mal Abdrücke der beiden Zeigefinger sowie ein Foto machen lassen, und dann kann’s losgehen! Angekommen in Las Vegas Downtown (nicht zu verwechseln mit dem Strip, dazu komme ich gegen Ende der Reise) weiß man zunächst überhaupt nicht, wo einem der Kopf steht. Es klingelt, blinkt und glitzert überall. Es ist mir ein Rätsel, wie man dort spontan freiwillig heiraten kann. Ein Irrenhaus! Aber für ganz Romantische gibt es sogar die Möglichkeit einer „drive thru wedding“, wobei man nicht einmal aus dem Auto austeigen muss – kein Witz! Aber tolles Wetter. Den Gigolo hat das Ganze in Verbindung mit 9 Stunden Zeitverschiebung so verwirrt, dass er glatt seine Handy-PIN vergessen hat und wir fortan ohne jeglichen Zivilisationsballast durch die USA kurven durften. Übernachtet haben wir im Four Queens Hotel, mitten im Getümmel für ganze 19 $ die Nacht!

Am 19.02. haben wir dann unseren Mietwagen abgeholt, einen knallroten Pontiac G 6. Bei Alamo läuft das ganz problemlos. Man muss sich nur ordentlich über die Tarife informieren und sich überlegen, was am besten zu einem passt. Bei einer Rundreise sollte man darauf achten, dass man die gefahrenen Meilen nicht bezahlen muss. Ausserdem braucht man in manchen Staaten eine gesonderte Versicherung, wenn nicht nur der Hauptmieter fahren soll. Aber zurück zum Pontiac: Tolle Karre, natürlich Automatik, macht richtig Spaß! Radio an, und es läuft „Ring of Fire“. Was will man mehr? Und damit ab ins Death Valley. Unterwegs haben wir unsere erste amerikanische Mahlzeit in einem Ort namens Shoshone im Shoshonengrill eingenommen. Wenn ich hier von Ortschaft spreche, dann darf man nicht vergessen, dass die meisten Nester, die man am Wegesrand passiert, aus ca. 3-5 Gebäuden bestehen. Jedenfalls gab es in dem Lokal erst ordentlich Feuer und Rauchschwaden aus der Küche und dann Burger mit selbstgeschnitzten Pommes. Ein Einbeiniger fragte mich, ob der Bronco auf dem Parkplatz mir gehören würde! Jedem, der weiß, wie ein Ford Bronco aussieht, muss die Absurdität dieser Frage geradezu ins Auge springen. Die Karre ist irgendwas zwischen einem Geländewagen und einem Panzer, und ich reiche wahrscheinlich gerade einmal mit der Schulter an den Türgriff. Wie dem auch sei, weiter geht’s ins Death Valley. Vor der Reise hatte ich etwas rumgemault, ob dieser Umweg denn wirklich sein müsse, aber er musste sein. Zum Glück. Diese Wüste ist nämlich echt schön. Zwei Tage vor unserer Ankunft hatte es ein bisschen geregnet, so dass es verhältnismäßig grün und bunt war. Am tiefsten Punkt der USA mit 86 Metern unter dem Meer (in welcher Folge sind die drei Fragezeichen noch gleich dort? Das brennende Schwert? Ja, eine super Location für das Sektenritual während der Sonnenfinsternis!) befindet sich ein fotogener Salzsee. Und: tolles Wetter! Etwas über 20° C, da lässt es sich aushalten. Im Sommer können auch schon mal 50° C erreicht werden.  Schon wieder T-Shirt. Laut Reiseführer sollte man sich im Death Valley eine Riune (Ashford Mill) ansehen. Die kann man sich getrost schenken. Da stehen tatsächlich nur vier Wände, und das war’s. Übrigens kosten alle Nationalparks natürlich Eintritt. Für eine Rundreise empfiehlt sich eine Jahreskarte, quasi flatrate-sightseeing. Am meisten beeindruckt haben mich aber die bunten Felsen der „artists palette“, das hatte ich nun wirklich nicht erwartet! Rosa, türkis, hellblau, hellgrün – toll, sieht aus wie bei Monet! 

Und mit diesem überwältigenden Eindruck machten wir uns auf den Weg in den Yosemite-Nationalpark.

Fortsetzung folgt

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