Archive for the ‘Kultur’ Category

Filmbesprechung: Harry Potter und der Orden des Phönix

Juli 11, 2007

Ich sag’s gleich vorweg: Wer den Film noch sehen möchte und sich inhaltlich überraschen lassen will (hat tatsächlich jemand das Buch nicht gelesen?), der sollte sich mal direkt und gepflegt wegklicken.

Für alle anderen: Ich komme gerade aus dem Kino und kann über den neuesten Potter eigentlich nur gutes berichten! Natürlich ist inhaltlich mal wieder etliches hinten rüber gefallen, beispielsweise das kleine aber feine Detail, dass Neville Longbottom theoretisch auch der Auserwählte hätte sein können. Auch meine Lieblingsszene aus dem Buch, als Prof. McGonagall während der auf dem Astronomieturm stattfindenden Abschlussprüfung quasi vor den Augen der Schüler fast zu Tode gehext wird, hat leider keinen Eingang in den Film gefunden.

Das absolute Sahnestück: Dolores Umbridge. Zuerst dachte ich so, die sieht ja gar nicht wie eine Kröte aus, aber es ist noch viel schlimmer: Sie lächelt ständig, wie meine alte Geschichtslehrerin! Ansonsten fühlt man sich während der ersten Hälfte an „Momo“ und die schwarzen Herren erinnert. Fast die gesamte zweite Hälfte spielt im Zaubereiministerium, und da geht es richtig zur Sache. Bellatrix Lestrange kommt etwas wie eine abgehalfterte Prostituierte daher, aber was will man nach Jahren in Askaban schon erwarten? Das Gefängnis ist übrigens mal kurz zu sehen – super! Der Brunnen erwacht zwar nicht zum Leben, aber auch so knallt es gewaltig im Atrium. Das ganze Ministerium (besonders die Mysteriumsabteilung) ist optisch sehr gut geworden. Einige Elemente beim Kampf erinnern etwas an die Mumie und sehen auch genauso klasse aus.

Die Thestrale fand ich sehr gelungen. Ich hätte es aber schön gefunden, wenn man den Ritt auch mal aus der Perspektive derer gezeigt hätte, die sie nicht sehen können. Besser als im Buch fand ich Sirius‘ Tod umgesetzt. Während er im Buch ja quasi im Durcheinander des Kampfes durch den Vorhang fällt und Harry vergeblich darauf wartet, dass er wieder auftaucht, wird er im Film ganz direkt vor aller Augen umgebracht.

An anderer Stelle wurde bemängelt, der Film gehe zu wenig auf die Charaktere ein, und das finde ich irgendwie auch. Im Buch präsentiert sich Harry dem Leser als absoluter Unsympath, der sich, seinen Freunden und dem Leser auf den Geist geht. Das kommt im Film etwas zu kurz. Auch die Mini-Romanze mit Cho Chang beschränkt sich im wesentlichen auf eine Szene.

Trotz der angeführten Mängel habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt, und ich freue mich schon auf den Tag, an dem der Film in der Originalversion im Kinoplex läuft. Denn: Da simmer dabei!

 Die Scheil

P.S.: Einen weiteren Vorteil hatte dieser Kinobesuch: Ich habe zum ersten Mal die Plakate für „Die drei ??? und das Geheimnis der Geisterinsel“ gesehen – natürlich ein absolutes Muss!

Die Dr3i und der kopflose Reiter – Warten auf Godot

Juli 5, 2007

Liebe Hörspielfreunde, wir wissen es längst: Wir sind die geduldigste aller Fangemeinden. Vor einem Monat sollten „Die Dr3i und der kopflose Reiter“ erscheinen, und dann vertröstet man uns wieder ohne eine greifbare Begründung.

Interessant ist, dass einige Exemplare dieser Aufnahme wohl doch ihren Weg auf den Markt gefunden haben. So berichten einige alte Recken der Community von mehr oder weniger versehentlichen Lieferungen in die Schweiz, von denen man was abgefettet hätte. Die Folge sei auch außergewöhnlich gut, so dass auch ich mein Glück im world wide web versucht habe und bei libri.de zum doppelten Marktpreis eine CD bestellt habe. Voraussichtlicher Liefertermin: 4.7. Heute ist ja nun schon der 5.7., und die Post ist schon durch, aber keine Dr3i sind da.

Schade schade, da muss ich mich wohl noch etwas gedulden und hoffe, dass es nicht wie im zitierten Stück von Beckett ausgeht: Warten auf jemanden, der nie kommt.

In diesem Sinne,

 Mihai Eftimin (d.J.) a.k.a. Estragon

Thema Buchbesprechung: François Lelord – Hector und die Entdeckung der Zeit

Juni 24, 2007

Hallo liebe Literaturkritiker!

Ich bin ja nicht gerade dafür bekannt, besonders belesen zu sein, aber ich arbeite daran. Immerhin habe ich dieses Jahr schon 2,5 Bücher gelesen, zuletzt diese Hector-Geschichte. Ich bekam das Buch zu meinem Geburtstag verehrt, und ich kann wohl mit Fug und Recht behaupten, noch nie derartiges gelesen zu haben. Im Klartext: Das Buch ist stark philosophisch geprägt. Hector ist Psychotherapeut und hat mit lauter Leuten zu tun, die sich Gedanken über die Zeit machen. Dabei kommt man auch selber ins Grübeln. Wenn es zum Beispiel heißt, man solle sich mal überlegen, wie viele Hunde man bei einer geschätzten Hundelebenszeit von 15 Jahren noch überleben könnte, kommt einem das eigene Leben doch ganz schön kurz vor. Deshalb hat mich das Buch anfangs etwas deprimiert. Hector geht dann auf große Fahrt, um einen Methusalem zu suchen, und dabei kommt er ganz schön rum.

Das Buch ist leserfreundlich in ganz kurze Kapitel gegliedert. Allerdings springt Hector in der zweiten Hälfte ständig zwischen Erinnerungen, Träumen, Phantasie und der Realität, so dass man am Besten alles in einem Schwung lesen sollte, um da ständig durchzusteigen.

Für mich war das Buch mal eine ganz andere Form der Unterhaltung fern ab von Harry Potter und Dan Brown, und ich brauchte etwas, um richtig reinzukommen. Unter dem Strich aber durchaus lesenswert. Regt zum Nachdenken an.

Die Scheil

Kultur: Kahlschlag in der Lindenstraße?

Juni 13, 2007

Hallo zusammen,

ich bin gebeten worden, doch mal was über die beste Serie der Republik zu schreiben. Dass es sich dabei nur um die Lindenstraße handeln kann, muss ich wohl nicht extra erwähnen.

Wenn man sich so die Entwicklungen im letzten Jahr ansieht, dann fällt einem auf, dass sich ziemlich viele Figuren mehr oder weniger aus der Serie verabschiedet haben. Viele Fans hatten schon lange auf eine Entschlackung gepocht, und jetzt ist sie wohl da. Rekapitulieren wir, wen haben wir alles verloren in der letzten Zeit?

* Es ging letztes Jahr im Frühling los mit Jan Günzel, der seine Frau Iffi Zenker-Günzel und damit auch die Lindenstraße verlies, nachdem er erfuhr, dass Antonia „die Termite“ Günzel nicht von ihm, sondern von Momo „der Filzfrisur“ Sperling abstammt.
* Marion Beimer verlies zum wiederholten Mal die Serie, diesmal in Richtung Frankfurt/Oder, um sich davon zu erholen, dass Alex „der Feigling“ Behrend sie vor dem Altar hatte stehen lassen.
* Else Kling starb den lange vorbereiteten und wohlverdienten Serientod.
* Die Kreischerin Urszula „Usch“ Winicki, Irina Winicki und Christian Brenner wanderten spontan für ein Jahr nach Neuseeland aus. Die Formalitäten waren innerhalb weniger Folgen geregelt, und ab ging’s! Mal sehen, wer dann wann tatsächlich wieder kommt.
* Fabian „Prinz Valium“ Feldmann warf die Flinte ins Korn, nachdem Sarah Ziegler mit ihm nicht in die Kiste wollte.
* Felix Vogt-Flöter, HIV-positiver Adoptivsohn von Dr. Carsten Flöter, verabschiedete sich gen Berlin, um dort mit seiner Freundin, die man aus dem Marienhof oder so kennt, glücklich zu sein. Mittlerweile ist er mal wieder aufgetaucht.
* Anna Jenner-Ziegler-Beimer ist seit langer Zeit nur noch ab und zu zu sehen. Momentan weilt sie im fernen Wilna, um dort fremde Kinder zu erziehen. Als ob sie nicht vier eigene hätte, die in der Lindenstraße geblieben sind.
* Roberto Buchstab (*schmacht*) ist nach nur wenigen Monaten in der LiStra seinem Motorrad zum Opfer gefallen. Die Todesfolge „Hörst Du nicht die Glocken“ gehört für mich zu den besten überhaupt.
* Jack „Ihr könnt mich mal“ Aichinger, Robertos letzte Liebe, ist daraufhin mit besagtem Motorrad und Robertos Lebensversicherung durchgebrannt. Man darf gespannt sein, wann die wieder auftaucht.
* Georg „Käthe“ Eschweiler-Flöter ist auf dem Ego-Trip und nach New York zum Schauspielunterricht abgehauen, wollte eigentlich nach ein paar Monaten zurück, verlängert jedoch ständig.
* Dr. Carsten Flöter muss für sieben Wochen in den Entzug, weil ihm die Tabletten zu gut schmecken.
* Rosi Skabowski-Koch ist neulich verstorben. War auch alt genug.
* Gabi Skabowski-Zimmermann-Zenker und Andi Zenker wollen ihre Trauer darüber bei einem längeren Italien-Aufenthalt bekämpfen. Wie die das bezahlen, wo sie gerade die Wohnung gekauft haben, ist mir schleierhaft.
* Mary Dankor-Kling-Sarikakis ist weggemobbt worden. Wurde auch höchste Zeit. Ihren Sohn Nikos Sarikakis hat sie gleich mitgenommen. Sehr gut, haben beide nur genervt.

Bestimmt habe ich noch jemanden vergessen, aber die Liste ist ja schon ziemlich lang. Was bekommen wir als Ersatz?

* einen schottischen Professor, der super Lebensmittel bei Nachbarn leihen kann
* Hanne(lore), den vierten Frühling des Dr. Dressler
* Zorro kommt zurück. Mal sehen, ob er Käthe mitbringt.
* Enzo Buchstab rückt nach dem Tod seines Bruders Roberto näher ins Geschehen.
* Birte Tenge-Wegemann, Praxisvertretung des Flöters mit Haaren auf den Zähnen
* einen neuen Stern am Horizont: Carmen H. (siehe unten!) wird in der Folge am 17.06. in besagte Praxis treten und mit einem bestechenden „Grüß Gott“ die Massen für sich einnehmen!

Daneben stehen vielleicht noch ein paar Trennungen im Hause Beimer an.
* Nina Zöllig-Beimer muss jetzt damit klarkommen, dass ihr Mann Klausi „der Waschlappen“ Beimer ihre Freundin Nastya Scholz-Pashenkow geschwängert hat.
* Helga Wittich-Beimer-Schiller-Beimer hat’s gewusst und ihrem Partner Erich „sagen wir mal“ Schiller nichts gesagt. Der ist jetzt maulig und stellt Ultimaten.

Zustände wie im alten Rom (aber das wollen wir ja sehen)!

Die Scheil

Eine kleine Ergänzung zu Carmen H.: Ich habe festgestellt, dass im Fan-Forum „Heinzi“ über meinen Beitrag und insbesondere über die Person der Carmen H. diskutiert wird. Im Heinzi-Forum sitzen viele eingefleischte Fans mit Rückgrat, für die ich große Sympathien hege und denen ich mich vielleicht auch mal irgendwann anschließen werde. Und aus diesem Grunde kann ich natürlich der Verwirrung um Carmen H. nicht einfach ihren Lauf lassen. Jedenfalls: Bei Carmen H. handelt es sich nicht, wie teilweise im Forum angenommen, um die Schauspielerin Carmen Hentschel, sondern um meine Freundin, der ich zum Geburtstag eine Statistenrolle in der LiStra vermittelt habe und in deren Rahmen besagtes „Grüß Gott“ zum Tragen kam. Quasi als Insider-Gag habe ich das in meinen Beitrag aufgenommen und hätte nie gedacht, dass es zu solchen Spekulationen führen würde! 🙂

Viele Grüße an die Heinzis!

Thema der Woche: Die drei ??? und die lästigen Lizenzen

Juni 8, 2007

Hallo zusammen!

Es ist Freitag. Für Hörspielfans immer ein besonderer Tag, denn freitags kommen die Neuerscheinungen. Für heute war „Die Dr3i und der kopflose Reiter“ angemeldet. Die Dr3i sind bekanntlich die Nachfolgereihe der drei ???, die wegen unüberbrückbarer Differenzen oder auch Lizenzstreitigkeiten mit dem Buchverlag Kosmos von Sony/BMGs Tochter Europa ins Leben gerufen wurde. So, ich freu mich also wochenlang auf heute, und dann heißt es auf einmal, die Veröffentlichung würde verschoben wegen „laufender Verhandlungen“. Echt, ich kann bald nicht mehr. Ich halte den Jungs aus Rocky Beach ja nun schon seit 25 Jahren die Stange, aber diese ewigen Verzögerungen lassen einen langsam resignieren. Ich fühle mich zurück versetzt ins späte Jahr 2004, als die Folge 121 der drei ??? (Spur ins Nichts) einfach nicht erschien, man jahrelang vertröstet wurde und dann die Dr3i als Ersatz bekam. Ich fürchte, ähnliches steht uns jetzt wieder ins Haus. Ein deutsches Gericht hat nämlich vor einiger Zeit festgestellt, dass die Rechte an der Vorlage „the three investigators“ weder bei Kosmos noch bei Europa zu suchen sind, auch nicht bei den viel zitierten Arthur-Erben. Nein, quasi aus dem Nichts (Spur aus dem Nichts?) wurde die Uni Michigan hervorgezaubert, was alle überrascht hat. Die können jetzt einen schönen Reibach mit den Rechten machen, sofern man sich einigen kann, bevor man den letzten treuen Fan vergrellt hat.

 Ihr macht uns alles kaputt, das schwör ich! Ich will Tic Tac Toe! Die Scheil a.k.a. Mihai Eftimin d.J.

Thema der Woche: Serbie douze points – häh?

Mai 14, 2007

Leute, was für ein denkwürdiger Samstag! Eigentlich hätte ich schon am Nachmittag merken müssen, dass mit dem Tag etwas nicht stimmt, als ein Vogel auf meine letzte saubere Jeans gekackt hat.

Am Abend dann der Grand Prix. Inspiriert von unserem San Francisco-Aufenthalt haben wir mit sieben Leuten ein Fondue veranstaltet, Käse und Fleisch. Eigentlich war auch noch Schokolade geplant, aber Käse- und Schokoladenbeauftragter B.K. (der ohne die Pommeskette) hatte die Schokolade zuhause vergessen.

Was dann musikalisch dargeboten wurde, war vor allem im Vergleich zu früheren Jahren im Schnitt nicht so schlecht. Es gab Boygroup-Pop, Transenklamauk, melodisches und düsteres. Schon ziemlich zu Beginn hatte ich für mich persönlich den letzten Platz ausgemacht. Die Iren oder auch Irländer traten mit total versemmelter Folklore an, da war nichts mehr zu retten, und das war nicht zu unterbieten. Dieser Eindruck hielt sich bei mir bis zu dem Moment, an dem die Serben angetreten sind. Bei uns auf dem Sofa wurde erst mal diskutiert, welchen Geschlechts denn die Person auf der Bühne wohl sein könnte. „Es“ (nicht zu verwechseln mit einem Mitglied der Uni-Prominenz J ) entpuppte sich als Dame ohne jegliche Attribute der Weiblichkeit. Klischeehafterweise stellte sich heraus, dass Männer beiwohnungstechnisch bei ihr keinen Stich sehen. Das Lied ging überhaupt nicht in mein Ohr, so dass ich es bereits beim nächsten Beitrag vergessen hatte. Das einzige, woran ich mich noch heute erinnere, ist die Fönfrisur einer Backgroundsängerin. Alles in allem war die ganze Darbietung für mich derart nichtssagend, dass ich die zu meiner größten Überraschung 22jährige Interpretin fortan ganz hinten auf meine Liste setzte.

Irgendwann gegen Mitternacht kam dann der Moment, an dem die Kuh das Wasser lassen musste. Unser Fondue-Tippspiel beinhaltete eine Prognose für die ersten fünf Plätze, die deutsche Platzierung sowie den letzten Platz. Und es stellte sich heraus, dass ich Europa völlig falsch eingeschätzt hatte. Ich hatte Moldawien als Gewinner auserkoren, aber die landeten leider nur auf Platz 10. Auch meine weiteren Top 5 Schweden (12), Finnland (17) Ungarn (9) und Griechenland (7) brachten mich nicht einmal in die Nähe des Spielgewinns. Im Gegenteil: Da ich den tatsächlichen Gewinner auf den letzten Platz getippt hatte, bekam ich Strafpunkte und habe wohl insgesamt mit -2 Punkten am schlechtesten abgeschnitten. Roger Cicero, der alles gegeben hat und sich nichts vorzuwerfen hat, hatte ich auf 12 gesehen. Schade, ein paar Punkte mehr hätte er schon verdient.

Die Siegerin meinte übrigens später auf der Pressekonferenz, sie hätte allein durch ihre Stimme gewonnen. Das stimme ich ihr uneingeschränkt zu: Mehr hatte ihr Beitrag auch nicht zu bieten. Ich kann mir echt nicht erklären, warum für dieses Lied auch nur einer angerufen hat. Mit der üblichen Ostblock-Verschwörungstheorie ist es hier nicht getan – schließlich hat sie von fast jedem Land einen ganzen Sack voll Punkte bekommen.

Einzig in Bezug auf Irland lag ich nicht völlig daneben – bekanntlich belegten sie den letzten Platz.

völlig verwirrt

Die Scheil

Thema der Woche: Rocky Beach im Strudel der Gezeiten

Mai 2, 2007

Es ist aber auch ein Elend mit den drei Jungs aus Rocky Beach. Für alle Nicht-Fans, sofern es welche geben sollte: Ich spreche hier von der überragenden Jugendbuch- und Hörspielserie „Die drei Fragezeichen ???“. Unsere Helden Justus, Peter und Bob sind seit nunmehr 2 ½ Jahren in einen echten Fall verwickelt, in dem es um die Rechte an der Serie „Die drei Fragezeichen ???“ geht. Bei Bedarf kann ich gerne mal die genauen Umstände zum Besten geben, soweit sie öffentlich bekannt sind. Jedenfalls verhält es sich so, dass sich der Buchverlag Kosmos und der Tonträgerverlag Europa vor einiger Zeit wegen unserer Lieblingsdetektive in die Klamotten gekriegt haben, was zu jeder Menge unschöner Verhandlungen vor Gericht sowie zur Aufspaltung der Serie in das unveränderte Buchformat „Die drei Fragezeichen ???“ und eine neue Hörspielserie namens „Die Dr3i“ mit leicht veränderten Grundpfeilern geführt hat.

Die Fangemeinde sieht die Schuld für dieses Debakel ganz überwiegend bei Europa. Ganz nebenbei ist es für das Gewissen ja auch besser, die Kleinen zu verteidigen. Schließlich gehört Europa zur Medienfamilie Sony/BMG. Die Hörspielserie „Die Dr3i“ kommt auch nicht bei jedem gut an; auf den einschlägigen Bewertungsseiten und in den Foren gibt es jede Menge Beschwerden. Ich finde die neue Serie gar nicht so schlecht, wenn ich auch sagen muss, dass vor allem die neue Folge Nr. 6 „Tödliche Regie“ dem Hörer doch einiges an Toleranz abverlangt. Die Verkaufszahlen sprechen aber dafür, dass der Start der Serie durchaus gelungen ist.

Dennoch ist es das Anliegen aller Fans, dass Buch- und Hörspielserie wieder zusammengeführt werden und das alte Flair wieder auflebt. Für Anfang 2007 war eigentlich ein entscheidender Gerichtstermin anberaumt, dem alle entgegenfieberten, der aber im letzten Moment abgesagt wurde. Am 24.04. hat nun das Oberlandesgericht Düsseldorf auf einem Nebenkriegsschauplatz im Sinne von Kosmos entschieden, so dass man hoffen kann, dass sich der ganze Streit bald auflöst.

Ob wir dadurch aber unsere geliebten Detektive in alter Form zurückgekommen, wage ich mal zu bezweifeln. Was meint Ihr?

Die Scheil a.k.a. Mihai Eftimin

Rubrik Kinotipp: Born to be wild

April 23, 2007

Letztens war ich im Kino und habe „Born to be wild“ gesehen.

Was hat dieser Film, was andere nicht haben?

* klischeehafte Witze

* überraschende Witze

* in jedem Fall: gute Witze!

* tolle Landschaftsaufnahmen

* super Musik – wann hat man schon das letzte Mal „Call me the breeze“ gehört?

* nackte Hintern von Männern mittleren Alters

* den obligatorischen Geek

* einen Gaststar, den ich bisher noch nicht identifizieren konnte.

Auf die Handlung gehe ich hier mal noch nicht ein, obwohl sie nicht sonderlich überraschend ist.

Fazit: Der Film ist was für alle, die gerne lachen! Reingehen!

Die Scheil

Kleine Ergänzung: Der Gaststar ist Peter „Easy Rider“ Fonda.

Thema der Woche: Grenzdebiles (Staatsanwalt Posch ermittelt)

März 21, 2007

Liebe Freunde der Scheilo-Ranch,

in meinem Blog werde ich Euch zukünftig mit allerlei Kram zumüllen, der mich so beschäftigt.

Mein aktuelles Thema beschäftigt sich mit den neuesten Angeboten im TV. Gestern bin ich mal etwas früher von der Arbeit nach Hause gegangen, und wie ich da so auf dem Sofa rumlag, dachte ich mir, ich lasse Sinn und Verstand mal beiseite und mache mitten am Nachmittag die Glotze an. Und was musste ich da sehen? Neues aus der Sparte „Gerichtsshows“. Wer mich kennt, der weiß, dass ich fernsehmäßig weitgehend schmerzfrei bin, aber Gerichtsshows ertrage ich schon lange nicht mehr. Vielleicht liegt’s am Beruf. Jedenfalls dachte ich mir, einer neuen Sendung namens „Staatsanwalt Posch ermittelt“ könnte ich mal eine Chance geben. Schließlich war das „Familiengericht“ für meine Begriffe anfangs auch ganz unterhaltsam, und Staatsanwalt ist ein toller Beruf. Doch was kam dann? Von den anderen Sendungen ist man ja gewöhnt, dass zumindest die Robenträger einigermaßen glaubwürdig rüberkommen – vielleicht mit Ausnahme vom Matlock für Arme Ingo Lenßen -, aber selbst das ist wohl für 16:00 Uhr zuviel verlangt. Eigentlich sollen diese „Formate“ doch so etwas wie Improvisationstheater sein, aber Herr StA bekommt es nicht einmal hin, gängige Sätze aus dem Alltag im Sinne von „Ihr Mandant ist schuldig!“ überzeugend über die Bühne zu bekommen. Der Inhalt der Folge hat sich mir nicht erschlossen, da ich mir nur die letzte Viertelstunde (ohne Werbung also ca. 12 Minuten) reingequält habe. Solch komplexe Darstellungen ist man von RTL ja auch gar nicht mehr gewöhnt. Irgendwie ging es wohl um Prostitution und Menschenhandel. Als Nebendarsteller waren zwei klischeehafte Zuhälter zu sehen, einer mit schmierigen Haaren, südländischem Phänotyp und einem ziemlich unpassenden Namen wie „Klaus Hansen“ oder so, der andere mit ebenfalls schmierigen Haaren und Schlangenlederimitat-Oberbekleidung à la Cora Schumacher. Die zwei wurden zum Ende der Folge von einem SEK überwältigt, wobei man sich fragen kann, warum StA Posch nicht gleich die GSG 9 vorbei geschickt hat.

Fazit: Kann man nicht anbieten!

 

Die Scheil