Archive for the ‘Kino’ Category

Kinotipp: 8 Blickwinkel

März 13, 2008

Action, Action, Action! 

Ein Attentat! Auf eine Anti-Terror-Kundgebung von 150 Staatsoberhäuptern, welch kühnes Unterfangen. Es knallt, der Präsident der Vereinigten Staaten geht zu Boden, ein Podium fliegt in die Luft. Was ist da passiert?

Der absolut tolle Film „8 Blickwinkel“ geht dieser Frage nach, indem er in Tod-eines-Schülers-Manier verschiedene Perspektiven beleuchtet. Da ist zum einen der traumageschüttelte nervöse Personenschützer, gespielt von Dennis Quaid. Dann gibt es da natürlich den Präsidenten, der mitansehen muss, wie er selbst bzw. sein Doppelgänger vor laufenden Kameras umgeschossen wird. Forest „König von Schottland“ Whitaker gibt den begeisterten Touri, der alles mit seiner Kamera festhalten muss. Und auch Matthew „Lost-Jack“ Fox macht sogar ohne Dschungel, Grünzeug und die nervige Sommersprosse eine sehr gute Figur.

Mehrfach werden die gleichen 23 Minuten gezeigt und wie die Figuren sie persönlich erlebt haben. Anfangs ist man noch ziemlich planlos im Film, aber von Perspektive zu Perspektive kommen immer weitere Fakten hinzu, bis man schließlich dahinter kommt, wer das alles angezettelt hat.

Am Ende des Films steht nach einer haarsträubenden Verfolgungsjagd durch den Stadtverkehr von Salamanca eine Erkenntnis: Der wahre Held ist doch immer der einfache Amerikaner.

Und der Secret Service, natürlich.

Endlich mal wieder ein Film, der von Anfang bis Ende stimmig war und nicht an irgendeiner Stelle genervt hat.

Die Scheil

Filmbesprechung: Der Krieg des Charlie Wilson

Februar 23, 2008

Ich bin kein Fan von Tom Hanks, aber man kommt ja nicht an ihm vorbei. Ich bin auch kein Fan von Julia Roberts, aber an der kommt man in der letzten Zeit ganz gut vorbei. Im Film „Der Krieg des Charlie Wilson“ sind beide dabei und zu meiner großen Freude in Rollen, die sie noch nie gespielt haben. Julia Roberts als Charity-Lady mittleren Alters nebst blondem Vogelnestschopf, Tom Hanks als Lebemann, der (fast) nichts auslässt.

Jedenfalls ist Charlie Wilson Abgeordneter, und als er Anfang der 1980er erfährt, was in Afghanistan los ist, beschließt er, dass er was tun muss. Also zieht er an sämtlichen Strippen, die er so kennt und bildet eine geheime Allianz der UdSSR-Feinde, um so die Afghanen zu unterstützen. Das Ende ist bekannt.

Fast die Hälfte des Films handelt von seinen Koalitionsbemühungen, dann geht auf einmal alles ganz schnell, die Russen werden quasi im Handumdrehen besiegt, und nebenbei wird noch eine für die Handlung völlig belanglose Drogenaffaire abgefrühstückt. Zum Schluss des Films bleibt eher in einem Nebensatz nur die Ernenntnis, dass man das kaputte Land eigentlich nicht sich selbst überlassen sollte, dass aber nun niemand mehr gewillt ist, auch nur einen müden Dollar dort einzusetzen.

Ich würde mal sagen: naja, geht so. Nicht der beste Film des Jahrhunderts, kann man aber trotzdem ansehen. Die DVD tut’s aber auch.

Gruß, die Scheil

Filmbesprechung: Das Vermächtnis des geheimen Buches

Februar 3, 2008

Eines vorweg: Die Filmvorschau macht einen glauben, es ginge in diesem Film vordergründig um das „Buch der Präsidenten“, ein Buch, in dem extra für den jeweils amtierenden US-Präsidenten die Geheimnisse der USA gelüftet werden. Als da wären: Area 51, das Kennedy-Attentat, die Watergate-Affaire und noch so einiges anderes.

Tatsache ist, dass der Film sich lediglich in einem Teil mit diesem Buch beschäftigt. Es geht nämlich um die Frage, wie Lincoln ermordet wurde und wer genau dahinter steckte. Nicolas Cage geht dieser Frage nach, die mit einer Schatzsuche verbunden ist.

Wie „Sakrileg“ spult der Film diverse Lokalitäten ab, an denen immer was los ist. Washington D.C., London, Frankreich, Mount Rushmore. Der Hauptdarsteller schafft es doch tatsächlich, ins Arbeitszimmer von Lisbeth II einzusteigen, ebenso ins Oval Office. Nebenbei nimmt er noch den amerikanischen Präsidenten gefangen, um am Ende des Filmes das Geheimnis um eine sagenumwobene goldene Stadt zu lüften.

Das ganze geht mit viel Action und Witz einher. Außer „Sakrileg“ waren sicher auch „Indiana Jones“ und „Die Mumie“ Vorbilder für den Film.

Alles in allem ein Film, den man sich durchaus mal geben kann und der einen zwei Stunden lang richtig gut unterhält, der aber sicher nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird.

Die Scheil

In the end I’ll find out anyway – Kinotipp: Die drei ??? und das Geheimnis der Geisterinsel

November 19, 2007

Endlich neues Futter aus Rocky Beach! Und dieses Futter ist so neu, dass es selbst den ältesten Fan von den Socken hauen wird!

Zur Sache: Endlich haben unsere drei Helden aus Rocky Beach einen eigenen Kinofilm bekommen. Gespielt werden sie von Kindern, die sie recht gut verkörpern. Justus hätte noch etwas dicker sein können, aber das kann man verschmerzen.

Dieser Film ist ein Muss für alle Fans! So klasse, und auch erstaunlich lustig! Für die Fans der alten Garde gibt es hier und da ein kleines Schmankerl („Na, möchten Sie diesen Super-Papagei kaufen?“), und Andreas Fröhlich und Oliver Rohrbeck glänzen durch sensationelle Gastauftritte – ich muss allerdings zugeben, dass ich Andreas nicht gesehen habe, aber ich glaube, ihm wird besagter Super-Papagei angeboten.

Der Film ist auch ein Muss für alle, die gerne ins Kino gehen und denen es nichts ausmacht, einen Film ab 6 anzuschauen. Ohne Vorkenntnisse der Serie kommt man wohl wunderbar zurecht, zumal man auch als Fan nicht wirklich im Vorteil ist – abgesehen von den Insider-Gags -, denn:

Die Geschichte hat mit der „Geisterinsel“, wie man sie von der Kassette kennt, nichts gemeinsam! Das heißt, einige Namen tauchen auf, aber in völlig anderen Zusammenhängen. „Chris“ zum Beispiel ist kein griechischer Fischerjunge, sondern ein Mädchen in Südafrika, das unseren drei Helden gehörig den Kopf verdreht.

Leute, ansehen! Ich glaube, ich gebe mir den Film auch noch ein zweites Mal.

Gruß, die Scheil

Filmbesprechung: Zimmer 1408

Oktober 23, 2007

Ich habe wieder einen Film für Euch getestet: „Zimmer 1408“. Offiziell wird er als Horrorfilm geführt, und das allein hätte für mich eigentlich gereicht, um ihn nicht anzusehen. Aber ich wurde überstimmt.

Kurz zum Inhalt: In Zimmer 1408 des Dolphin Hotel in New York gehen merkwürdige Dinge ab. In den letzten 100 Jahren sind dort 56 Personen gestorben, und zwar unter mehr oder weniger gruseligen Umständen. Das kann der hauptdarstellende Autor, dessen Namen ich vergessen habe, nicht auf sich sitzen lassen. Er will unbedingt darüber schreiben, und nach einer Auseinandersetzung mit dem Hotelmanager bekommt er auch die Erlaubnis, in das eigentlich mittlerweile gesperrte Zimmer einzuchecken.

Und dann geht’s los: erst ein bißchen Blair Witch Project, und das reicht dem Schriftsteller eigentlich schon. Er will wieder raus, hat Panik. Aber das klappt natürlich nicht. So kommt es, dass er eine geschlagene Stunde in dem Zimmer verbringen muss und durch physische und psychische Folter unbekannter Herkunft dem Selbstmord nahe ist. Wie der Film dann genau endet, will ich hier mal offen lassen.

Die Spannung wird ganz gut aufgebaut, aber ich würde nicht so weit gehen, hier von einem Horrorfilm zu sprechen. Ich finde eher, es ist eine Art Mystery-Schocker.

Wir waren zu dritt im Kino. Zwei Leute fanden den Film so lala, die dritte Person war völlig fertig mit den Nerven.

Fazit: Kann man sehen, muss man aber nicht!

Die Scheil

Filmbesprechung: Harry Potter und der Orden des Phönix

Juli 11, 2007

Ich sag’s gleich vorweg: Wer den Film noch sehen möchte und sich inhaltlich überraschen lassen will (hat tatsächlich jemand das Buch nicht gelesen?), der sollte sich mal direkt und gepflegt wegklicken.

Für alle anderen: Ich komme gerade aus dem Kino und kann über den neuesten Potter eigentlich nur gutes berichten! Natürlich ist inhaltlich mal wieder etliches hinten rüber gefallen, beispielsweise das kleine aber feine Detail, dass Neville Longbottom theoretisch auch der Auserwählte hätte sein können. Auch meine Lieblingsszene aus dem Buch, als Prof. McGonagall während der auf dem Astronomieturm stattfindenden Abschlussprüfung quasi vor den Augen der Schüler fast zu Tode gehext wird, hat leider keinen Eingang in den Film gefunden.

Das absolute Sahnestück: Dolores Umbridge. Zuerst dachte ich so, die sieht ja gar nicht wie eine Kröte aus, aber es ist noch viel schlimmer: Sie lächelt ständig, wie meine alte Geschichtslehrerin! Ansonsten fühlt man sich während der ersten Hälfte an „Momo“ und die schwarzen Herren erinnert. Fast die gesamte zweite Hälfte spielt im Zaubereiministerium, und da geht es richtig zur Sache. Bellatrix Lestrange kommt etwas wie eine abgehalfterte Prostituierte daher, aber was will man nach Jahren in Askaban schon erwarten? Das Gefängnis ist übrigens mal kurz zu sehen – super! Der Brunnen erwacht zwar nicht zum Leben, aber auch so knallt es gewaltig im Atrium. Das ganze Ministerium (besonders die Mysteriumsabteilung) ist optisch sehr gut geworden. Einige Elemente beim Kampf erinnern etwas an die Mumie und sehen auch genauso klasse aus.

Die Thestrale fand ich sehr gelungen. Ich hätte es aber schön gefunden, wenn man den Ritt auch mal aus der Perspektive derer gezeigt hätte, die sie nicht sehen können. Besser als im Buch fand ich Sirius‘ Tod umgesetzt. Während er im Buch ja quasi im Durcheinander des Kampfes durch den Vorhang fällt und Harry vergeblich darauf wartet, dass er wieder auftaucht, wird er im Film ganz direkt vor aller Augen umgebracht.

An anderer Stelle wurde bemängelt, der Film gehe zu wenig auf die Charaktere ein, und das finde ich irgendwie auch. Im Buch präsentiert sich Harry dem Leser als absoluter Unsympath, der sich, seinen Freunden und dem Leser auf den Geist geht. Das kommt im Film etwas zu kurz. Auch die Mini-Romanze mit Cho Chang beschränkt sich im wesentlichen auf eine Szene.

Trotz der angeführten Mängel habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt, und ich freue mich schon auf den Tag, an dem der Film in der Originalversion im Kinoplex läuft. Denn: Da simmer dabei!

 Die Scheil

P.S.: Einen weiteren Vorteil hatte dieser Kinobesuch: Ich habe zum ersten Mal die Plakate für „Die drei ??? und das Geheimnis der Geisterinsel“ gesehen – natürlich ein absolutes Muss!

Rubrik Kinotipp: Born to be wild

April 23, 2007

Letztens war ich im Kino und habe „Born to be wild“ gesehen.

Was hat dieser Film, was andere nicht haben?

* klischeehafte Witze

* überraschende Witze

* in jedem Fall: gute Witze!

* tolle Landschaftsaufnahmen

* super Musik – wann hat man schon das letzte Mal „Call me the breeze“ gehört?

* nackte Hintern von Männern mittleren Alters

* den obligatorischen Geek

* einen Gaststar, den ich bisher noch nicht identifizieren konnte.

Auf die Handlung gehe ich hier mal noch nicht ein, obwohl sie nicht sonderlich überraschend ist.

Fazit: Der Film ist was für alle, die gerne lachen! Reingehen!

Die Scheil

Kleine Ergänzung: Der Gaststar ist Peter „Easy Rider“ Fonda.