Archive for Februar 2013

Im falschen Film: Schneewittchen muss sterben

Februar 26, 2013

Hat man das gesehen? Gestern Abend lief die Verfilmung von Nele Neuhaus‘ Bestseller-Krimi „Schneewittchen muss sterben“. Moment, kleine Korrektur: Das war keine Buchverfilmung, war es wirklich nicht, sondern ein Film „nach Motiven von Nele Neuhaus“. Ja, das trifft es wohl ganz gut.

Da ich vor einiger Zeit das Buch gelesen und für sehr gut befunden habe – meiner Meinung nach aber nicht der beste Neuhaus – , harrte ich der Verfilmung mit Spannung. Und bin doch etwas verwirrt ob der Quetschung der Vorlage. Erinnerte alles ein bisschen an die Drei ???-Verfilmungen, in denen sich der Zusammenhang zu den Büchern fast nur auf die Namen der Figuren beschränkt. Soll heißen: Wer „Schneewittchen muss sterben“ nur im Fernsehen gesehen hat, sollte sich ruhig mal das Buch reintun und ganz gespannt sein, was da los ist.

Zum Beispiel:

* gibt es außer Schneewittchen noch ein zweites Mädchen, dass Tobias Sartorius auf dem Gewissen haben soll

* wurde Tobias Sartorius von seinen Freunden verraten und verkauft

* wurde Schneewittchen von jemand ganz anderem umgebracht!

Ob der Film eigentlich an sich gut war, kann ich gar nicht so beurteilen. Ich war die ganze Zeit damit beschäftigt, überzeugende Bezüge zur Vorlage zu suchen. Weitgehend ohne Erfolg. Natürlich fällt bei einer Romanverfilmung immer einiges weg, aber wenn man hinterher die Geschichte kaum wiedererkennt, muss man sich doch fragen, ob das eigentlich sein muss. Da wird dann mit einem bekannten Titel geworben, man schaut sich’s an und fühlt sich im wahrsten Sinne des Wortes IM FALSCHEN FILM.

Nee, ich finde, das hätte man lassen sollen!

Die Scheil, die neugierig und skeptisch zugleich auf die Verfilmung von „Eine unbeliebte Frau“ wartet

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EHEC in der Lindenstraße

Februar 16, 2013

Du ahnst es nicht. Da verpasst man mal zwei Folgen, und was ist los? Ein neuer Kahlschlag in der Lindenstraße!

Natürlich deutete sich dem Zuschauer bereits das Unheil an, als Elena „Beate! Mein Sohn bleibt Grieche!“ Sarikakis den Feldsalat nicht ordentlich wusch. Und als Angelina „demnächst Dressler“ Buchstab beim Verzehr eben jenes Salates bemerkte, sie habe Sand im Mund.

Und was nun? EHEC! Die halbe Straße ist erkrankt, denn den Salat gab es natürlich auf einer dieser zweifelhaften Parties, zu denen die ganze Nachbarschaft eingeladen war. Im Akropolis. Mal ehrlich, wer würde denn ernsthaft das Akropolis für eine „lockere Party“ in Erwägung ziehen? Das einzig lockere an dem Laden ist doch, dass da jeder zu Fuß nach Hause taumeln kann. Die Strafe indes folgt auf dem Fuße: EHEC, wie gesagt.

Und was muss man da nun erleben? Conny „Ich verprügel meinen Mann“ Sperling wurde auf diese Weise elegant nach nur wenigen Folgen entsorgt. Aber Josi? Musste das denn sein? Dieses elfenhafte Wesen mit der zitronenquakigen Stimme, die ein echter Blickfang war? Ins Gras gebissen, und dabei nicht mal zuvor in den Salat. Wie soll der mutmaßliche Krankheitsüberträger Ehemann Alex das nur je verwinden?

Und dann ist da natürlich noch Hahahajo Scholz. Verwittwet, vor kurzem noch lebensmüde, aufgrund einer Nierentransplantation gesundheitlich eh anfällig. Nun liegt er mit Organversagen im Koma. Hier braut sich eine neue schwierige Geschichte um Angelina „Ich will doch bloß Euer Geld, lasst mich doch in Ruhe“ Buchstab an, die als Hajos Stieftochter Walterin der Patientenverfügung ist. Die arme Frau wird wohl demnächst entscheiden dürfen, ob man Hajo den Saft abdreht. Damit Schauspieler Knut Hinz in den wohlverdienten Ruhestand gehen kann, sollte sie in diesem Sinne verfügen. Und dann unter dem Eindruck der Ereignisse die Adoption durch Lu Dressler ablehnen.

Und was wird aus Vasily und seiner schlampigen Wirtschaft? Vermutlich wird der Laden auf ewig geschlossen, Elena geht zurück nach Griechenland, und Vasily will mit Sandra auch mit. Und da rächt sich der unbändige Kinderwunsch: Schließlich haben Vasily und Sandra von Leihmutter Jack die kleine Emma austragen lassen. Ob Sorgerechtsmitinhaberin Jack einem Umzug nach Griechenland zustimmen kann? Und: Vasily ist kein Grieche mehr. Um dort bleiben zu können, braucht er wohl einen Job. Vielleicht als Gastwirt?

fragt sich

die Scheil