A-ha!

„Waaaas? A-ha lösen sich auf? Aber ein Konzertbesuch bei denen steht doch auf meiner To-Do-Liste! Wie soll ich das denn noch schaffen? Machen die noch eine Tour? Was bleibt mir sonst? Crying in the rain?“ Dieser Katzenjammer ereilte mich letztes Jahr. Also echt, da hält man den Jungs über Jahrzehnte die Stange, und nun gehen die in Ruhestand!

Aber, unverhofft kommt oft (unerträglich fast täglich): Da lagen doch unter dem Weihnachtsbaum zwei Konzertkarten für mich! Abschiedstournee! Nanu, Innenraum, Reihe 5, Platz 3 und 4. Sitzplätze im Innenraum? Wir werden sehen.

Und dann neulich. Der Gigolo und ich ab nach Hamburg in die Color Line Arena. Verständlicherweise staute sich der Verkehr bereits 4,8 km vor der Halle, noch auf der Autobahn. Über 3,5 km haben wir uns im Schneckentempo über die Straßen bewegt, bis wir schlicht in eine Nebenstraße abgebogen sind, den Wagen stehengelassen und uns per pedes durchgeschlagen haben.

Ankunft Color Line Arena: 20:20 Uhr. Das muss reichen! Und dann: Seichtes Geklimper dringt aus dem Saal – oh nein! Haben die etwa schon angefangen? Weit gefehlt, der Vormusikant war’s. Dann nix wie ab auf die Plätze. Tatsächlich alles bestuhlt! Mr. GM (der mit den Milben tanzt) und das Ninchen ohne K waren wohl auch da, aber gesehen haben wir uns nicht.

Ca. 20 Minuten später. Indifferentes Licht und Gedudel. Hmm, was mag das nur werden? Das Gedudel verdichtet sich zu „The sun always shines on TV“. Und tatsächlich: Wie aus dem Nichts erklingt die glockenklare Stimme von Morten („Touch me“), meiner ersten kleinen Liebe, und alles steht auf. Der Frontmann kann sich noch immer sehen lassen. Über den Abend verteilt schmetterten die drei Norweger nahezu sämtliche Hits in feinster Qualität. Echt, man hätte fast die CD dazu laufen lassen können. Keine verlängerten Enden, keine Soli, nix überraschendes. Aber das braucht der A-ha-Fan auch nicht. Wer zu einem solchen Konzert geht, der weiß, dass man keine Rampensäue zu erwarten hat, sondern einen Abend mit einfach wunderschöner Musik.

Ach ja, und deutsche Sprache gab es auch noch. „Wir sind A-ha, aber das hatten Sie schon gewusst.“ Und dann die Vorstellung der Zusatzmusiker. „These two guys, diese zwei Knaben…“.

Dass ich das noch erleben durfte! Ein Hoch auf den, der die besten Geschenke macht!

Die Scheil

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