Kulinarisches: Der Gigolo isst Zophobas

„Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.“ Arbeiter oder Bauer hin oder her – dies ist nicht das Motto des Gigolo. Ganz im Gegenteil. Seit wir gemeinsam durch die Weltgeschichte gondeln, durfte ich mehrfach Zeugin der Anklage werden: Der Mann kostet ja alles, ohne Rücksicht auf Verluste.

So erinnere ich mich mit Schauer auf dem Rücken an eine gewisse Begebenheit mit lebendigen Termiten, die dem Schlund des Gigolos nur knapp entkommen sind…

Ja, und dann neulich. Wir so beim Mexikaner. Hm, was gibt es denn da interessantes auf der Speisekarte? Eisbein in Aspik? Wohl kaum. Statt dessen Mehlwürmer mit Krokant in Kokos geschwenkt. Der Gigolo kam ins Grübeln. Sollte man das als Nachspeise bestellen? Was kostet die Welt – na klar!

Als dann der Kellner mit einem ganzen Teller voller toter Würmer kam (hübsch mit Früchten und Vanilleeis drapiert), machte sich zunächst Neugier, dann aber immer mehr eine gewisse Anstrengung auf dem Gigolo-Antlitz breit. Seine Haut wurde eine Idee roter, und es war unschwer zu erkennen, dass er sich fragte, wie um alles in der Welt er diesen Teller bloß leeressen sollte. Wie kommt man aus einer solchen Nummer wieder raus? Ein Hauch Panik huschte vorbei.

Dann der erste Bissen. Offenbar geschmacklich eher neutral. Dennoch optisch keine Besserung beim Gigolo. Der Grund dafür: Sobald man mit dem Besteck in den Haufen Mehlwürmer eintaucht, bewegt sich der halbe Teller – als wären die Würmer lebendig. Das war dann selbst für den wackeren Gigolo zu viel.

Die Qualität dieses Bildes ist bewusst schlecht gewählt, um den Leser nicht zu verschrecken.

Das Ende vom Lied: Der Gigolo hat zwei Bissen Würmer, lecker Obst und Vanilleeis gegessen und den Rest übrig gelassen. Diese Überflussgesellschaft ist doch echt anstrengend…

Ich freue mich auf den Kommentar des Gigolo.

Die Scheil, die übrigens eine schnöde Pizza gegessen hat

Eine Antwort to “Kulinarisches: Der Gigolo isst Zophobas”

  1. Mone Says:

    Uuuhhhäääää – und ich dachte, meine heutige archäologische Grabung nach Laptop-Teilen in Sweety’s Windel wäre eklig….

    (to be noted: 2 of 3 parts were found!)

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