Kino: Die drei ??? – Das verfluchte Schloss

Ich habe mal wieder einen Film getestet – diesmal auf Kosten der Kollegen, besten Dank an dieser Stelle!

Die drei ??? – Das verfluchte Schloss hat bereits wie die Verfilmung der „Geisterinsel“ rein gar nichts mit der Buch- und Hörspielvorlage zu tun. Wenn man das vorher weiß (was ja auch spätestens seit der Geisterinsel-Verfilmung jedem klar sein sollte),  kann man sich auf 1 1/2 Stunden gute Unterhaltung für jede Altersgruppe freuen. Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass ich den Altersdurchschnitt im Kino nicht unwesentlich heraufgesetzt habe…

Die Geschichte schlägt hier Wellen, bei denen es mir als Kassettenkind teilweise mehr als schlecht wird. So stellt sich heraus, dass Justus‘ Eltern rein zufällig früher mal Ermittler waren und nicht wie bisher behauptet bei einem Unfall ums Leben gekommen sind, sondern bei ihrem letzten Fall ins Gras gebissen haben. Für den deutschen Markt gibt es ein paar Einstellungen am Brandenburger Tor, und Julius und Kathreen werden von deutschen Schauspielern gegeben (Axel Milberg und Julia Bremermann).

Im Vorfeld wurde bisweilen die Farblosigkeit von „Justus“ Chancellor Miller beklagt. Tatsächlich nimmt man ihm den trauernden Sohn nicht so ganz ab, aber man sollte nicht vergessen, dass Justus laut Buchvorlage eher über einen vakanten, tumben Gesichtsausdruck verfügt. Und darin steht der Jungschauspieler der Vorlage in nichts nach! 🙂

Wenn der Film erstmal Fahrt aufgenommen hat, macht’s Spaß! Tolle Gruseleffekte im Schloss von Stephen Terrill. Besonders für jüngere Zuschauer echte Hingucker! Außerdem taucht Morton samt Rolls Royce erstmals auf. Mein persönliches Highlight Nr. 1: Der Schauspieler wird von Andreas von der Meden, der Originalhörspielstimme und meinem erklärten Liebling, gesprochen. Highlight Nr. 2: „Peter“-Darsteller Nick Price trifft an einer Stelle auf den Sychronsprecher Jens Wawrczeck: „Hey, wie findet ihr meinen Rolls Royce?“ Im wahrsten Sinne des Wortes großes Kino! Highlight Nr. 3: Die schnuckelige Caroline hält Bob für ihren Seelenverwandten („Ich bin dein russicher Schwan“) und drängt auf die Wiedervereinigung. Bob hatte halt schon immer Schlag bei den Mädchen… Allerdings redet er sich um Kopf und Kragen: „Ich habe Ihre Tochter nur einmal kurz mit meinem Sack berührt.“ Highlight Nr. 4: Die Titelmusik von Das Bo. Hatte ich vorher noch nicht gehört, war ganz überrascht! Komponist Carsten Bohn wird’s freuen.

Warum allerdings Victor Hugenah mal wieder auftauchen musste, hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Ich kann den Kerl einfach nicht leiden. Skinny Norris for Endgegner! Wie schon in der Geisterinsel ist Hugenay der ewig gefährliche und niederträchtige Verbrecher, vor dem man sich echt hüten sollte. Was Justus Jonas natürlich egal ist.

Fazit: Für alle, die „Das Gespensterschloss“ mal kurz ausblenden können, gute Unterhaltung!

Die Scheil

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