Wieder was gelernt! Neulich:
Ich bekomme eine Paketbenachrichtigung, grüne Karte mit Strichcode drauf. Ab 19 Uhr könnte ich mein Paket an der Packstation abholen. Nanu, was ist das denn? Grübel, grübel, vielleicht ist das ja eine Art Paketautomat, der die Sendung auch außerhalb der Öffnungszeiten ausspuckt? Ich probier’s mal!
Ich also gegen 20 Uhr zur angegebenen Adresse der Packstation, die zufällig auch die Adresse der Hauptpost ist. Das Foyer der Post ist zwar beleuchtet, aber die Tür ist zu. „Sagen Sie mal, wollen Sie da rein?“ Entzückend, diese norddeutsche Freundlichkeit. „Joah, ich hab hier so eine Benachrichtigung. Wissen Sie, ob ich da drinnen jetzt ein Paket abholen kann?“ „Also, jetzt um diese Zeit doch nicht mehr! Die Post ist doch zu, das sieht man doch!“ Na gut, ich troll mich, guck aber doch noch mal links ums Haus, ob da nicht doch irgendwas für mich ist. Alles dunkel. Ich fahr also zurück nach Hause.
Neuer Tag, neues Glück. Zur Öffnungszeit der Post drücke ich mich im Schalterraum herum, will mich gerade an der Schlange anstellen, als – eine Kundin mit einem grünen Paketschein auftaucht! Ein Postmann weist ihr den Weg zur Tür heraus und rechts ums Gebäude herum. Da hatte ich mich wohl gestern wieder mal instinktiv für die falsche Seite entschieden… Ich folge unauffällig. Und tatsächlich: Das steht sie, mitten am Straßenrand, einer Bushaltestelle mit angegliederter Schließfachwand gleich: die Packstation. Die Kundin so: „Och, machen Sie mal erst, ich weiß ja gar nicht, wie das geht.“ Ich etwa? Egal, ran an die Post! Aha, erstmal Strichcode ablesen lassen. Gut. Dann über die Tastatur den eigenen Namen eingeben, noch kurz auf dem Display mit dem Finger unterschreiben und *plopp* geht eines der Fächer auf! Das ist ja wie bei Ali Baba! Dann: Paket mitnehmen und Fach schließen. Das war’s.
Tolle Erfindung, und tolles Paket!
Danke, Mone!
Die Scheil