Videothek: I am Legend

Bei den drei ??? wird immer mal wieder die Frage aufgeworfen, ob Zombiefilme Dreck seien. Ich für meinen Teil kann diese Frage mit einem klaren Ja beantworten. „Hellraiser I“ hat mich traumatisiert, „Resident Evil I“ fand ich echt bescheuert, und „I am Legend“ kann diesen schlechten Eindruck nicht wirklich wettmachen.

Die Welt der Zukunft: Masernerreger wurden genetisch so manipuliert, dass sie als Heilmittel gegen Krebs eingesetzt werden konnten. Tolle Sache, aber nicht ohne Nebenwirkungen. Es entsteht (erinnert ein bißchen an das aktuelle Bienensterben) ein absolut tödliches Virus, das annähernd die gesamte Menschheit ausrottet.

Da haben wir Will Smith, der im Auto mit Hund und Knarre durch das verlassene New York brettert, immer auf der Suche nach einem Reh, das er verspeisen kann. Er ist total vereinsamt, gibt den einsamen Wolf, unterhält sich in Cast away-Manier mit seinem Haustier und Schaufensterpuppen. Außerdem darf man – wie immer – den ein oder anderen Blick auf seinen austrainierten Körper richten. Dann die Überraschung: Er zieht einen weißen Kittel an (wozu eigentlich?) und entpuppt sich als medizinischer Forscher, der auf der Suche nach einem Heilmittel für die letzten Überlebenden ist. Allerdings hat er bereits alle Hoffnung fahren lassen, dass es noch gesunde Menschen außer ihm, der aus unerfindlichen Gründen immun ist, gibt. Wozu dann eigentlich ein Heilmittel? Im Laufe des Films stellt sich heraus, dass er nicht allein ist, dass es noch andere gesund Überlebende gibt, und seine Forschung ist letztendlich doch nicht für die Katz.

Und dann gibt es da noch eine Gruppe von Gestalten, die früher mal Menschen waren, infiziert wurden und nicht gestorben sind, sondern sich in menschenfressende Zombies verwandelt haben. Igitt! Und nochmal: Igitt! Warum tut Hollywood uns sowas an? Wenn man das Video zu Michael Jacksons „Thriller“ gesehen hat, hat man eigentlich genügend Zombies für den Rest des Lebens gesehen. So geht es mir jedenfalls.

Der Film ist meiner Meinung nach mittelmäßig, und die Zombies verderben einem jeden Spaß am Anschauen. Da kann dann auch Will Smith nichts mehr machen. Schade drum!

Die Scheil

6 Antworten to “Videothek: I am Legend”

  1. Franco Says:

    Ohne seine musikalische Leistung in Abrede zu stellen, ist Michael Jackson optisch auch ohne „Thriller“ genug Zombie fürs ganze Leben!

  2. Gunnar Says:

    Ja ja, Zombiefilme nicht gut finden, aber Musik von eben solchen, wie? https://scheiloranch.wordpress.com/2008/04/14/soundcheck-stark-wie-zwei-udo-lindenberg/
    😉

    Und wenn ich meinen Ruf als Korinthen-Ausscheider mal bestätigen darf: Hellraiser ist zwar Horror und durchaus traumatisierungswürdig, aber kein Zombie-Film 😉

    Grüße vom killerspielenden Gewaltfilm-Freund

  3. scheiloranch Says:

    Okay Gunnar, touchée. Hellraiser ist tatsächlich eher ein Horrorfilm. Obwohl, da spielt doch auch so ein Untoter mit, der zuerst in Voldemort-Manier quasi körperlos unter einem Fußboden lauert, sich von Blut ernährt und sich dann schließlich die Haut seines Bruders anzieht (schon wieder: igitt!). Er sieht dann zwar nicht aus wie ein Zombie, ist es aber irgendwie doch, oder?

  4. Bernie Says:

    Die Geschichte von „I Am Legend“ wackelt tatsächlich an allen Ecken und Enden. Dass die junge Dame Herrn Smith in der Nacht aufgesucht und damit den Mutanten – das sind keine Zombies! – seinen Standort verraten hat: Darüber hätte man ja mal vor Anbruch der Dunkelheit reden können. Und was – außer dem Drehbuch hat Herrn Smith eigentlich daran gehindert, nach einem beherzten Handgranatenwurf auch durch den Notausgang zu verschwinden? Trotzdem fand ich den Film geil. Was für Bilder! Welch Effekte!

  5. Gunnar Says:

    Jo, nen fiesen Untermieter, dessen MHD etwas abgelaufen ist, gibts da. Aber Dracula z.B. ist ja auch untot und kein Zombie ;-).

    Falls Du noch gewillt bist, es mit den Modrigen noch mal zu probieren: Ein wirklich guter Film ist Shaun of the Dead. Eine Zombie-Komödie mit typisch britischen Humor. Da sind zwar ein paar „Genre-Gags“ drin, aber ich denke, der Film ist auch für Nicht-Fans (oder sollte ich sagen: „Freaks“?) sehenswert, denke ich.

    Und bevor hier ein etwas seltsames Bild von mir entstehen sollte, möchte ich noch mal kurz erwähnen, dass ich eigentlich auch rel. wenig Zombie-Filme kenne. Vor allem hab ich Weichei die ganzen fiesen Teile aus den 80ern nicht gesehen, da ich früher sogar bei der Verwandlungsszene in Jerry Lewis „Der verrückte Professor“ rausgegangen bin, weil mir das zu gruselig war.

  6. scheiloranch Says:

    Okay, ich bekenne: Für mich sind Zombies, Mutanten und Monster alles dieselbe Soße! Außer Godzilla vielleicht noch.

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