Archive for April 2008

Hörspielneuheit: Die drei ??? – Spur ins Nichts

April 26, 2008

Endlich sind sie wieder da! Und danke Gunnar ist jetzt auch klar, was eigentlich aus Jupiter Jones geworden ist: klickt

http://www.natuerlichvoneuropa.de/area_europa/index.php?screen=ct.detail&fid=152&mpid=303112&pfid=&sid=1

Die drei ??? sind nach drei langen und zähen Jahren zurück, und alles ist wie früher: Man hört die Anfangsmelodie und ratzt ein. Und da ich mittlerweile in meinem Auto keine Kassetten mehr hören kann, habe ich geschlagene 2,5 Wochen gebraucht, um durch die neuen Folgen zu kommen (naja, nicht ganz: Für den „Geisterzug“ habe ich noch etwas länger gebaucht…)

„Spur ins Nichts“ wurde vor allem von den Buchlesern ganz besonders sehnsüchtig erwartet, da das Buch allgemein in den höchsten Tönen gelobt wird.

Also: Man startet das Tape und ist erst mal verwundert. Da gab es doch mal einen Wettbewerb für eine neue Titelmelodie! Sollte der Gewinnertitel nicht langsam mal verwendet werden? Naja, vieleicht später mal.

Die drei ??? melden sich zurück mit einer Geschichte der besonderen Art. Peter erwacht in einem verschlossenen Raum, kann sich an nichts erinnern. Ebenso seine unbekannte Zellengenossin. Zur gleichen Zeit erlebt Justus dasselbe. Bob dagegen fahndet mit Jelena Charkova nach den verschollenen Freunden. Sie finden heraus, dass Detektiv 1 + 2 offenbar ohne ihren Rechercheur und Archivar, der ohne Diktat verreist war, in einer unbekannten Sache ermittelt haben. Und so wird der Fall mal von hinten aufgezogen. Ein bißchen Big Brother, etwas Blair Witch Project, durchgeknallte F-Promis und die eine oder andere unerwartete Wendung machen diese Folge ebenso speziell wie der obligatorische Abschlusslacher, in den ausnahmsweise eine Handlung eingebaut ist.

Der Gigolo findet die Kassette nicht so doll und möchte sie am liebsten niemals nie mehr hören, aber ich find’s klasse!

Die Scheil

Advertisements

Das aktuelle Buch: Die drei ??? – Fluch des Piraten

April 20, 2008

Der „Fluch des Piraten“ beginnt vielversprechend:

Die drei Detektive aus Rocky Beach werden von einer Filmfirma gebeten, geeignete Drehplätze auf einer einsamen Insel zu suchen. So oder so ähnlich fangen auch einige Klassiker der Reihe (etwa das „Gespensterschloss“ oder die „Geisterinsel“) an, und „Fluch des Piraten“ braucht den Vergleich mit diesen Meisterwerken der Jugendliteratur nicht zu scheuen! Die Drehortsuche wird zur Schatzsuche, und schnell wird klar, dass die drei ??? nicht allein auf der Insel sind. Es beginnt ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel, an dessen Ende nicht nur der Schatz gefunden und eine Detektivkollegin befreit, sondern auch der obligatorisch beleidigende Schurke (er nennt Justus „Speckhals“, mal was anderes!) dingfest gemacht wird.

Ich bin schon sehr gespannt auf die Vertonung! Die Story jedenfalls hat das Potential zur Lieblingsfolge, auch wenn der Titel mit dem Inhalt mal wieder nicht zuviel gemein hat.

Die Scheil

Lindenstraße – Pornostraße? (Folge 1167 „Großes Kino“)

April 16, 2008

Es ist mal wieder soweit. In der Lindenstraße läuft wieder ein Handlungsstrang ab, bei dem man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Eine selten platte Geschichte wird dargeboten, die mich irgendwie an die „Rennep“-Episode erinnert, die ja einzig und allein dem Zweck diente, eine Story um den neuen Haarschnitt von „Penner Harry“ zu stricken.

Bei der Porno-Sache geht es um folgendes:

Der windige „Julian Hagen“ mutiert immer mehr vom verwegenen „Warum eigentlich nicht?“ zum gewissenlosen und klischeehaften „Ich mach sowieso was ich will“. Sein neuester Coup (nachdem er „Urzsula Winicki“ aus Spaß an der Freud begattet hat und im Rahmen einer Wette mit „Ines Kling“ biblisch geworden ist, woraufhin beide Damen von ihren Ehemännern verlassen wurden): Er hat eine freie Wohnung im Haus Lindenstraße 3 für eine Filmproduktion gemietet. Spätestens, als ein Nachbar scherzte: „Na, Sie werden da ja nicht gerade einen Porno drehen wollen, was?“ konnte der Wink mit dem Zaunpfahl für den Zuschauer nicht schmerzhafter sein.

Natürlich ist es ein Porno, natürlich hält „Julian Hagen“ die ganze Nachbarschaft zum Narren, natürlich kennt „Hahahajo Scholz“ die Hauptdarstellerin, die natürlich eine Prostituierte ist, bei der er mal zu Gast war, aber natürlich nur reden wollte.

Echt, LiStra, das kannst Du doch besser!

Wenn diese bescheuerte Story aber irgendwie dazu führen sollte, dass „Momo“ endlich mal die Harre geschnitten bekommt, dann will ich nichts gesagt haben.

Die Scheil

Soundcheck: Stark wie Zwei (Udo Lindenberg)

April 14, 2008

Ich bin kein Udo Lindenberg-Fan oder gar -Experte. Tatsächlich weiß ich über ihn nur das, was man so zwangsläufig mitbekommt: Hut, Haare (?), Horizonte, Hotel, Panik, Pankow, Alkohol, Likörelle, Nena und Klavierlehrerin.

Nun bin ich in den wahren Genuss seiner neuen Scheibe „Stark wie Zwei“ gekommen, die völlig zu Recht voll durch die Decke der Charts geknallt ist. Udos Spätwerk, wie es gerne genannt wird, kommt mit allem daher, wofür Udos Musik steht: Rock (aber nicht zuviel 🙂 ) Nachwuchsförderung im Duett mit Jan Delay, Witzig-Absurdes durch den Einfluss Helge Schneiders und nicht zuletzt leise Töne im Stil von „Hinterm Horizont“. Auch die Melancholie eines Rock-Rentners kommt nicht zu kurz. Anlehnungen bei „Dreamer“ Ozzy Osbourne sind daher ganz passend, wenngleich sich ein weitergehender Vergleich zwischen beiden doch verbietet.

In diesem Zusammenhang ein kleines Zitat, welches Ozzy Osbourne zugeschrieben wird: „Von all den Dingen, die ich in meinem Leben verloren habe, vermisse ich meinen Verstand am meisten.“ Dem ist wohl nichts hinzuzufügen…

Fazit: Udos Neue – find‘ ich gut!

Die Scheil

Bestseller: Und morgen bringe ich ihn um! (Katharina Münk)

April 8, 2008

Neulich bin ich auf einem der wundervollen Bahnhöfe dieser Republik gestrandet und habe mir kurzerhand zum Zeitvertreib ein Buch zugelegt, von dem ich schon gehört hatte.

Hinter dem Pseudonym „Katharina Münk“ verbirgt sich eine Top-Sekretärin, die 18 Jahre in den chefigsten Chefetagen Deutschlands gedient und dabei so einiges gesehen hat. In dieser Zeit hat sie 9 Chefs abgearbeitet, was in gewisser Hinsicht nicht unbedingt für sie spricht. Sie hat ihre Ansprüche, das macht sie klar, während sie in diesem Buch mit ihren anonymisierten Arbeitgebern abrechnet.

Das Buch liest sich außerordentlich gut – ich habe nur vier Tage gebraucht. Es macht auch Spaß. Einzig der Inhalt hat mich etwas enttäuscht. Für mich waren keine spektakulären Entdeckungen zu machen. Es werden im Wesentlichen alle Klischees bestätigt, die man so über Topmanager haben kann: Golfspielen mit Geschäftspartnern, Pay-TV von der Geschäftsreise über die Firma abrechnen, Frauengeschichten usw.

Eines muss ich Frau Münk aber doch zugestehen: Dass ein Chef mit einer Schusswaffe auf seine Sekretärin zielt, habe ich selbst bei bunte.online noch nicht gelesen. 🙂

Die Scheil

Schlafmützen dieser Welt, vereinigt Euch! (Ich hab’s doch immer gewusst)

April 1, 2008

Ich zitiere aus Der Spiegel 13/2008, S. 157:

„Menschen sind nicht alle gleich. Für die kleinen Unterschiede sorgen Herkunft, Umwelt, Gene – und gar nicht so selten die innere Uhr.

(…)

Die sogenannten Lerchen sind frühaktiv und werden am Abend rasch müde. „Eulen“ hingegen gehen erst spät ins Bett und kommen am nächsten Tag nur schwer aus den Federn.

(…)

Vor allem die Eulen (…) leben im permanenten „sozialen Jetlag“.

(…)

Solange noch in vielen Betrieben und Schulen die überholten Arbeitszeiten aus der Agrargesellschaft gelten, bleibt vor allem den Eulen nur ein schwacher Trost: „Das Vorurteil, dass ein extremer Spättyp einfach nur faul sei“, sagt Kramer (Chronobiologe der Berliner Charité, Anm. Scheilo), „ist nach unseren Ergebnissen eindeutig widerlegt.““

HA!

Eine bekennende Eule