Archive for Oktober 2007

Rauchschwaden steigen auf…

Oktober 27, 2007

Jetzt mal echt, für heute Abend langt’s mir. Vorhin saß ich am Laptop und habe letzte Arbeiten an einer gewissen schriftlichen Abhandlung gemacht, als das Gerät so merkwürdige Geräusche machte. Ich war so vertieft, dass ich es erst bemerkt habe, als weißer Rauch aus der Tastatur aufstieg und ein dezenter Gestank nichts Gutes verhieß…

So schnell es ging riß ich meinen Speicherstick sowie die Stromanbindung aus dem Laptop. Das Teil ist wohl hin. Leider auch das, was ich heute Abend geschrieben und noch nicht abgespeichert hatte.

Nun bin ich auf einen anderen Computer angewiesen, der mit meiner Datei so seine Schwierigkeiten hat. Als mir das aufging, habe ich erstmal ein paar Minuten ordentlich gejault – man fühlt sich fast wie Sebastian Vettel, wenn er weinend in der Box steht, weil er die Kollegen von der Strecke gepustet hat. So eine Scheiße! Und nochmal: Scheiße!

Danach war ich dermaßen frustriert, dass ich erst einmal 20 Kekse mit Mascarponefüllung gebacken habe. Jetzt bin ich wieder einigermaßen ruhig und mache mich nun daran, die verlorenen Seiten zu ersetzen…

Tolle Wurst!

Scheilo

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Bücherkiste: L’étranger (Camus)

Oktober 27, 2007

Französisch aufpeppen, aber wie? Ich hab mir mal ein klassisches Stück Schullektüre vorgenommen. Das mit dem Lesen hat ganz gut geklappt, obwohl ich eigentlich seit mehr als 10 Jahren nur noch am Rande mit der Sprache zu tun hatte. Jedenfalls kann ich jedem, der sich da auch mal etwas fortbilden möchte, dieses Buch empfehlen.

Ich hasse Reclam-Bücher. Schlimmer ist nur das Design von Suhrkamp. Aber vom étranger gibt es eine Reclam-Ausgabe, die es einem einfach macht, das Buch zu lesen. Auf jeder Seite findet man in den Fußnoten einige Vokabeln, die man vielleicht nicht unbedingt auf der Pfanne hat. Außerdem gibt es einen deutschen Anhang, in dem das wichtigste zusammengefasst ist und man noch ein paar Interpretationshilfen findet, sollte man je welche brauchen.

Zur Geschichte: Hauptdarsteller und Erzähler ist ein gewisser vornamenloser Meursault, offenbar ein Franzose, der in der Nähe von Algier lebt. Jedenfalls ist er kein Algerier. Das Buch ist in zwei Teile geteilt. Im ersten Teil erfährt man, dass seine Mutter im Altersheim stirbt, Alter unbekannt. Meursault vermutet, dass sie in den Sechzigern war. Genau weiß er es aber nicht. Extrem traurig ist er jetzt auch nicht. Es wäre ihm aber schon lieber gewesen, sie wäre nicht gestorben. Am Abend nach der Beerdigung trifft er eine alte Freundin wieder und springt mit ihr in die Kiste. Die beiden werden ein Paar. Auf die Frage, ob er sie liebt, bekommt sie zu hören: „Keine Ahnung, ich glaube nicht.“ Trotzdem wollen sie heiraten, weil sie es so möchte. Man merkt es sicher schon: Der Typ ist emotional total verkackt, insofern also auch abgesehen von seiner Herkunft ein étranger. Außerdem ist er noch mit einem Zuhälter mehr oder weniger befreundet. Letzterer hat Probleme mit Arabern. Bei einem Strandausflug kommt es zu einer unangenehmen Begegnung zwischen Meursault und dem Zuhälter auf der einen und den Arabern auf der anderen Seite. Und dann spielt sich das ab, was „The Cure“ so treffend in ihrem Song „Killing an Arab“ beschreiben. Meursault leidet unter der Sonne und der Hitze (quelle chaleur! 🙂 ), und er knallt einen der Araber ohne großen Grund einfach ab. Geht ihm emotional mal wieder am Arsch vorbei. Hier endet Teil 1.

Teil 2 spielt im Knast. Meursault legt keinen Wert darauf, durch fadenscheinige Entschuldigungen eine geringere Haftstrafe herauszuschlagen und sagt dem Gericht unumwunden, wie es war. Quelle chaleur! Sein untalentierter Anwalt hatte ihm 2-3 Jahre in Aussicht gestellt, aber da Meursault vor den Geschworenen eine derart schlechte Figur abgibt (trauert nicht richtig um die Mutter, lacht sich direkt ein Verhältnis an, ist mit einem Zuhälter befreundet), bekommt er dann doch die Todesstrafe. Und wieder nimmt er alles so hin, wie es kommt. Er verzichtet auf einen Priester, da er nicht an Gott glaubt, was den Pfaffen am Vorhandensein einer Seele zweifeln lässt. Am Ende des Buches stellt Meursault sich vor, wie es sein wird, durch die johlende Menge aufs Schafott geführt zu werden. Und dann ist das Buch auch schon vorbei.

Die Geschichte ist nicht ganz unmerkwürdig, liest sich aber gut und ist zur Auffrischung der Sprache total gut geeignet.

Scheilo

Buh, McLaren! (Formel 1-Gezerre)

Oktober 24, 2007

Langsam wird’s peinlich. Ich kann verstehen, dass McLaren Mercedes angefressen ist. Disqualifikation in der Konstrukteurswertung, Millioneneinbußen, Millionenstrafe, Fahrertitel versaut. Aber jetzt daherzukommen und andere Fahrer wegen zu kalten Benzins rückwirkend disqualifizieren lassen zu wollen, um sich so den Fahrertitel doch noch zu sichern, ist doch mal ganz schlechter Stil! Sagen übrigens auch Alonso und Hamilton, die potentiellen Nutznießer. Ja, hätte man mal beim vorletzten Rennen den Hamilton rechtzeitig in die Box geholt, als jeder nur halbwegs wache Fernsehzuschauer sehen konnte, dass der auf der letzten Rille fährt, dann könnte man sich solch peinlich Aktionen jetzt sparen…

Dreimal BUH, McLaren! 😦

Die Scheil

Filmbesprechung: Zimmer 1408

Oktober 23, 2007

Ich habe wieder einen Film für Euch getestet: „Zimmer 1408“. Offiziell wird er als Horrorfilm geführt, und das allein hätte für mich eigentlich gereicht, um ihn nicht anzusehen. Aber ich wurde überstimmt.

Kurz zum Inhalt: In Zimmer 1408 des Dolphin Hotel in New York gehen merkwürdige Dinge ab. In den letzten 100 Jahren sind dort 56 Personen gestorben, und zwar unter mehr oder weniger gruseligen Umständen. Das kann der hauptdarstellende Autor, dessen Namen ich vergessen habe, nicht auf sich sitzen lassen. Er will unbedingt darüber schreiben, und nach einer Auseinandersetzung mit dem Hotelmanager bekommt er auch die Erlaubnis, in das eigentlich mittlerweile gesperrte Zimmer einzuchecken.

Und dann geht’s los: erst ein bißchen Blair Witch Project, und das reicht dem Schriftsteller eigentlich schon. Er will wieder raus, hat Panik. Aber das klappt natürlich nicht. So kommt es, dass er eine geschlagene Stunde in dem Zimmer verbringen muss und durch physische und psychische Folter unbekannter Herkunft dem Selbstmord nahe ist. Wie der Film dann genau endet, will ich hier mal offen lassen.

Die Spannung wird ganz gut aufgebaut, aber ich würde nicht so weit gehen, hier von einem Horrorfilm zu sprechen. Ich finde eher, es ist eine Art Mystery-Schocker.

Wir waren zu dritt im Kino. Zwei Leute fanden den Film so lala, die dritte Person war völlig fertig mit den Nerven.

Fazit: Kann man sehen, muss man aber nicht!

Die Scheil

Go Kimi! (Formel 1-Finale)

Oktober 22, 2007

Was für ein Rennen! Nach ungezählten Jahren gab es mal wieder ein Formel 1-Finale, in dem es mehr als einen Titelaspiranten gab und in dem auch niemand mit begehbarem Unterkiefer eine Rolle spielte. Statt dessen: Der Unsympathische, der Umbekümmerte und der Unemotionale.

Die Saison wurde von McLaren/Mercedes geprägt. Erst haben sie alles gewonnen, und als sie nicht mehr gewonnen haben und auf zweifelhafte Weise von der Konstrukteurswertung ausgeschlossen wurden, haben sie sich darauf verlegt, sich öffentlich gegenseitig zur Schnecke zu machen. Ferrari hat sich klammheimlich rangesaugt und die Silbernen auf den letzten Metern abgehängt.

Der Umsympathische hatte sich schon die ganze Saison hindurch mit Gemecker („äh, die Crew mag mich nicht, die arbeiten ja nur für Lewis, und ich fahre hinterher“) über seinen Arbeitgeber in ein zweifelhaftes Licht begeben. Wo war er nur geblieben, der locker-flockige Spanier? Keine Ahnung, jedenfalls ist er wohl unwiederbringlich wech.

Der Umbekümmerte hat in diesem Jahr alle geschockt. Kommt der doch ins Fahrerfeld als Anfänger und gewinnt tatsächlich Rennen! Ein toller Typ, mal ganz was neues nach all den Jahren Schumi hier und Schumi da. Den Gesamtsieg hätte ihm wohl jeder gegönnt. Naja, vielleicht außer dem Unsympathen…

Der Unemotionale erfreut die Fans schon lange Zeit. Kimi „The Iceman“ mal lachen sehen, das wäre was! Geht das überhaupt? Man durfte gespannt sein. Er fährt seit Jahren ausgezeichnet, nur bricht ihm regelmäßig die Karre zusammen. Deshalb habe ich ihm den Sieg wirklich gegönnt.

Jetzt also das alles entscheidende Rennen in Brasilien. Der Unbekümmerte verkackte gleich am Anfang. Wie ungünstig, hatte er doch alle Chancen auf den Titel. Dann hat sein Auto noch auf rätselhafte Weise zwischendurch schlapp gemacht, und damit war eigentlich alles verloren. Der Umsympath hoffte auf eine Panne im Hause Ferrari, aber die haben sich nicht lumpen lassen und Kimi sicher ins Ziel geschickt.

Kimi ist Weltmeister, er verdient es schon lange. Aber richtig gelacht hat er nicht…

Die Scheil

Kornkreise

Oktober 16, 2007

Beim Blick in den Spiegel fielen sie mir ins Auge: helle Kreise und Ringe, hübsch überschnitten, zwischen meinen Schulterblättern! Sollte das etwa die Erklärung dafür sein, dass sich wiederholt kleine Flieger des Nachts an mich rangemacht haben? Mini-Ufos, die dann auf meinem Rücken gelandet sind und mir womöglich Implantate verpasst haben? Bin ich sogar Opfer einer unfreiwilligen Befruchtung geworden? Nein, ganz so verhält es sich dann wohl doch nicht. Im Sinne von Scully muss ich wohl darauf hinweisen, dass diese Formen auf meinem Rücken irdischen Ursprungs sind. Allerdings kann ich alle beruhigen, die nun an Zeckenbisse, Flechten oder Gürtelrosen denken – ich war einfach mal im Solarium.

Gruß, die Scheil

Produkttest: got2b Buntwäsche, Shampoo von Schwarzkopf

Oktober 9, 2007

Der Scherge eines überregional bekannten Figaro, der sich auch gerne beim Teleshopping mit seinen Produkten sehen lässt, sagte mal zu mir, die Haarpflegeprodukte von Schwarzkopf seien so gut wie alle unbrauchbar. So weit möchte ich bei meinem Shampootest nicht gehen, dennoch werde ich „got2b Buntwäsche“ nicht wieder kaufen.

Es handelt sich (wie der Name vermuten lässt) um ein Shampoo für coloriertes und getöntes Haar, und da ich ja seit einem Jahr stolze Besitzerin von zweifarbigen Strähnchen bin, habe ich es mal gekauft. Es kommt in einem poppigen Tigel in Lila mit einem türkisfarbenen Spender daher. Und da geht das Elend schon los: Man pumpt und pumpt, und zumindest ich brauche für eine ausreichende Menge Shampoo bestimmt 6 Portionen, eigentlich eher 8. Das macht die Angelegenheit doch ziemlich kompliziert. Der „knackige Birnenduft“ hättte mich beim ersten Mal fast aus den nassen Füßen gehauen – gefällt mir nicht so. Die Farben holt das Shampoo allerdings wirklich ganz gut wieder raus, nur leider wurden meine Haare im Laufe der Wäschen zusehends struppiger.

Deshalb: Kauf ich nicht wieder!

Die Scheil

Götz Alsmann: Mein Geheimnis

Oktober 8, 2007

Ach ja, so ein Geburtstag ist schon was feines! Und die Geschenke erstmal! In diesem Jahr gab es unter anderem zwei Karten für Götz Alsmann mit seinem Programm „Mein Geheimnis“ in Bremen. Geschenkt von Jeans T. und Kay Ess, die dann auch dabei waren. Außerdem hatten wir noch die beiden M&Ms dabei.

Also, letzten Freitag in der Glocke. Die Farben finde ich nach der Renovierung doch etwas gewöhnungsbedürftig, aber Jeans T. meinte, man hätte das Gebäude wieder möglichst ursprünglich herstellen wollen. Keine Ahnung, wann hellgrün jemals in Mode war.

Ich kannte Götz Alsmann bisher nur aus „Zimmer frei“, und auch diese Sendung habe ich nie länger als 10 Minuten am Stück gesehen, also war ich praktisch nicht vorbelastet. Herr Alsmann hat eine tolle Band dabei, die schwerpunktmäßig Jazz darbietet. Sehr talentierte Musiker, besonders der ältere Herr am Vibraphon! Eigentlich bin ich ja nicht so für Jazz, weil da meist ohne Sinn, Verstand und Struktur vor sich hin gedudelt wird, aber bei „Götzi“ ist alles anders, vor allem, weil er meist dazu singt. Die Musiker erwecken den Eindruck, als würden sie völlig unbeschwert ohne jegliche Konzentration einfach ihr Instrument sprechen lassen. Das habe ich auch schon bei einer anderen Band gesehen, nur leider führt das im Falle der Roling Stones dazu, dass sie sich am laufenden Band verspielen und sich der Zuschauer fragt, ob die Kapelle sich überhaupt noch für ihn interessiert.

Nach 2-3 Liedern kommt dann immer eine kleine Quasseleinlage vom Meister, der entsprechend dem Tourtitel ein paar Geheimnisse preisgibt. So weiß ich nun, dass Herr Alsmann gerne redet, keine Geheimnisse für sich behält und in einem Wanderzirkus bei einer Bartfrau und einem einbeinigen Einradfahrer aufgewachsen ist.

Die Show ist sehr lustig, die Musik ist gut, und nach insgesamt 2 1/2 Stunden geht man gut gelaunt und zufrieden nach Hause. War ein gutes Geschenk!

Die Scheil

Freizeittipp: Oceanis, Wilhelmshaven

Oktober 5, 2007

Wilhelmshaven ist eine Reise wert! Das ist ja eigentlich keine Neuigkeit, aber gestern habe ich auch herausgefunden, dass die Stadt außer dem Meer, dem Wochenende an der Jade und dem JadeWeser-Port Cup (dieses Wochenende!) noch einiges zu bieten hat. Gestern waren wir in der fingierten Unterwasserstation Oceanis. Das ist eine Art Wissenschaftsmuseum, vergleichbar mit dem Universum in Bremen.

Zielgruppe sind wohl hauptsächlich Kinder zwischen 8 und 14, aber auch für uns war es ganz witzig, und man hat auch tatsächlich noch was gelernt. Tageweise gibt es in der Oceanis Themenschwerpunkte: Abenteuer in der Tiefe, Feuer Erde Wasser sowie Ungeheuer und Legenden. Wir haben uns gestern die Abenteuer in der Tiefe angesehen.

Die Preise bewegen sich für Erwachsene knapp unter 10,- €.

Begrüßt wird man mit einer 3D-Show und entsprechenden Brillen. Daneben bekommt man Kopfhörer, mit denen man an bestimmten Stellen des Museums Informationen erhält, die meist von einem friesischen Rentner dargeboten werden, der dann und wann von seinen Enkeln korrigiert wird, also wie bei Käpt’n Blaubär. Da gibt’s dann jede Menge Details über Leben und Wirtschaft in der Tiefe und wie man die Tiefsee zu erforschen sucht.

Zum Abschluss landet man in einem 4D-Kino, wieder mit schicken Brillen. Die Show ist nicht zu verachten!

Fazit: Der Besuch lohnt sich und der Preis auch. Geht mal hin!

Die Scheil