Archive for August 2007

Buchbesprechung: Die drei ??? und das versunkene Dorf

August 30, 2007

Es sind harte Zeiten angebrochen für uns Fans der erfolgreichsten Hörspielserie der deutschen Mediengeschichte. Wie verzweifelt ich bin, kann man daran sehen, dass ich nun mal ein Buch von den drei Jungs aus Rocky Beach gelesen habe. Die Wahl fiel auf „Das versunkene Dorf“, ein Buch, das bisher nicht vertont werden konnte und von „Starautor“ André Marx geschrieben wurde.

Das schöne an den Kosmos-Büchern ist, dass sie 128 Seiten umfassen, großzügig geschrieben sind und man sie eigentlich an einem Tag durchlesen kann, wenn man etwas Zeit hat.

Zur Geschichte:

Die drei ??? treffen in Ridgelake, Oregon auf einen See, der tatsächlich nachts leuchtet und auf einen alten Mann, der in selbiges Gewässer steigen möchte. Was geht da vor? Der See leuchtet, weil zwei Taucher in der Nacht den See nach einem kleinen Kästchen absuchen. Das kommt schon ziemlich schnell raus. Aber die Alten von Ridgelake (der Ort ist vom demografischen Wandel gebeutelt im Sinne von Rainald Grebes „Brandenburg“) haben ein Geheimnis. Das alles liegt 50 Jahre zurück, und die Lösung des Falles liegt buchstäblich auf dem Grunde des Sees…

Viel Spaß damit,

die Scheil a.k.a. Mihai Eftimin d.J.

Advertisements

Lindenstraße: Was ist bloß mit Hanne los?

August 26, 2007

Hannelore Siekmann, vierter Frühling von Doc Lu, zartes Pflänzlein und scheues Reh – sie birgt ein Geheimnis, wie der aufmerksame Besucher der Lindenstraßen-Homepage schon lange weiß. Heute nun war sie gar so verstört, als sie Jack the Ass traf. Was geht da wohl vor? Ist sie etwa eine verlorene Patentante der verlorenen Seele Jack? Ich hoffe mal nicht, denn der Denver-Clan ist doch eigentlich schon vorbei.

Die Scheil

Buchbesprechung: Elizabeth George – a Traitor to Memory

August 24, 2007

Ich habe wieder gelesen. Und wieder auf englisch, deshalb hat es auch ziemlich lange gedauert. Und dann kam mir auch noch Harry Potter dazwischen, aber jetzt bin ich ja fertig.

Ich präsentiere Euch heute einen Kriminalroman, der knapp fünf Jahre in meinem Regal lag, bevor ich mich rangetraut habe. Völlig zu Unrecht übrigens. „A Traitor to memory“ handelt – wer hätte es gedacht? – von Erinnerungen. Das fast 30jährige Wunderkind Gideon, das weltweit Erfolge an der Fidel feiert, verliert plötzlich mitten im Konzert sein Gefühl für die Musik und kann nicht mehr spielen. Daraufhin geht’s zur Therapeutin, die mit ihm in seiner Vergangenheit wühlt. Und da treten schauerliche Begebenheiten zutage, die Gideon bislang erfolgreich verdrängt hat…

Das Buch ist sehr ansprechend in zwei verschiedene Erzählformen geteilt: einmal der klassische Roman mit dem allwissenden Erzähler, einmal das Tagebuch des Gideon. Beide Erzählformen wechseln sich ständig im Buch ab. Und nun der Clou: Der eigentliche Roman umfasst einen Zeitraum von ungefähr 2 Wochen, während Gideons Tagebuch über mehrere Monate geht. Erst zum Schluss laufen beide Stränge zusammen. Das Buch hat 800 Seiten und ist sprachlich nicht ganz ohne, weil die Leute ständig Slang reden. Aber irgendwie versteht man dann doch alles (mehr oder weniger). Es macht Spaß, das Buch zu lesen, und man weiß eigentlich bis kurz vor Schluss nicht, was Sache ist.

Neulich lief das Buch als „Nie sollst Du vergessen“ im Fernsehen. Hab ich aufgenommen, muss ich noch sehen. *****Aaargh! Ich habe gerade versucht, mir die Aufzeichnung anzusehen. Ich hab den Videorekorder falsch programmiert! Ist nur die zweite Hälfte drauf! Ich brech ins Essen!*****

Nun komme ich mal konkret zum Inhalt. Also, wer das Buch noch lesen will, sollte hier wegklicken!

Vor 20 Jahren wurde Gideons kleine Schwester Sonia im Bad ertränkt. Das deutsche Kindermädchen Katja bekam dafür 20 Jahre. Nun ist sie draußen, und es geschehen schlimme Dinge: Gideons Mutter, die vor etwa 16 Jahren die Familie sang- und klanglos verlassen hat, wird ermordet (überfahren) aufgefunden. Außerdem werden eine Freundin Katjas, die damals im Prozess gegen sie ausgesagt hatte, und ein früherer Geliebter der Mutter angefahren. Gideons Vater wird vor einen Bus gestoßen. Und während Gideon so in seiner Vergangenheit kramt, wird ihm klar, dass nicht Katja, sondern er selbst Sonia umgebracht haben muss! Zum Ende hin stellt sich heraus, dass es wohl Gideons Vater war, der das kleine Mädchen ertränkt, alle anderen umgefahren und sich zur Tarnung vor den Bus geworfen hat. Die Mutter, um sie von Gideon fernzuhalten, und die anderen, um die Spur auf Katja zu lenken. Diese hatte damals die Schuld auf sich genommen, weil man ihr Geld dafür geboten hatte und man fälschlicherweise davon ausging, dass sie mit maximal fünf Jahren Knast davon käme. Da hat doch schon wieder jemand mit Zitronen gehandelt! Und Gideon, das Wunderkind, sollte natürlich nicht mit dem Tod der Schwester in Verbindung gebracht werden; wäre schlecht für die Karriere. Überhaupt ist Gideons Karriere Dreh- und Angelpunkt des gesamten Daseins seines Vaters, und er konnte einfach nicht riskieren, dass sein Sohn aufhört zu spielen, weil seine Mutter ihm sagt, er habe die Schwester umgebracht, weil sie selbst nicht wusste, dass es eigentlich der Vater war. Alles verstanden? 🙂

Die Scheil

Kleine Ergänzung: Wider Sinn und Verstand habe ich mir gestern Nacht dann doch die zweite Hälfte von „Nie sollst Du vergessen“ angesehen und bin doch einigermaßen verwirrt. Während es im Buch ja ein bißchen offen bleibt, wer die arme kleine Sonia ertränkt hat, ist es im Film ganz klar Gideon, und zwar hinterhältig geplant! Gut, in die Richtung kann man das Buch sicher etwas dehnen, aber was dann passiert ist, würde der findige Jurist als eindeutige Sachverhaltsquetsche bezeichnen: Der Mörder der ganzen Leute, die alle im Straßenverkehr attakiert werden, ist ein völlig anderer! Ich wäre fast vom Sofa gekippt, als es plötzlich hieß, der Vater – also der Täter in Buch – sei überfahren worden und mausetot! Im Film entpuppt sich der Geigenlehrer Gideons als Täter. Die Motivlage ist allerdings die gleiche: Das Wunderkind, das Supertalent, wie es nur einmal in 100 Jahren vorkommt, darf nicht für den Tod der Schwester drangekriegt werden.

Sowas!

Und noch ’ne „Hochzeitsreise“: Åland/Finnland (plus Stockholm)

August 23, 2007

Was war das doch für ein fabelhaftes Wochenende! Major Tom (meine Briefkastenoma) und Pippilotta hatten zur Vermählung geladen. Und weil das in Deutschland ja jeder machen kann, haben sie uns auf die große Reise auf die Åland-Inseln geschickt. Dieses tolle Fleckchen Erde befindet sich eigentlich eher in Schweden als in Finnland, und da sprechen auch alle schwedisch – nicht, dass es für mich einen Unterschied gemacht hätte. Also, die Inseln gehören zu Finnland, sind aber ziemlich autonom.

Wie kommt man am besten nach Åland? Pippilotta hatte uns einen guten Reiseplan ausgearbeitet, der auf alle Eventualitäten einging. Wir haben uns dafür entschieden, mit TUIfly von Hannover nach Stockholm (Arlanda) zu fliegen. Das dauert etwa 1,5 Stunden. Von dort fährt man wahlweise mit dem Arlanda Express oder mit dem Flygbuss zum Stockholmer Hauptbahnhof T-Centralen. Der Bus kostet 90 (einfach) bzw. 135 Kronen (hin und zurück, wobei man auch Wochen später zurückfahren kann). Zur Orientierung: 1 Euro entspricht etwa 9 Kronen. Die Fahrt mit dem Bus dauert etwa 40 Minuten. Dann muss man noch in die U-Bahn, um für 26 Kronen (einfach) drei Stationen bis Tekniska Högskola zu fahren. Dort schwingt man sich in einen Bus nach Grisslehamn, der hin und her 120 Kronen kostet. Im Busticket ist der Preis für die Fähre ab Grisslehamn inbegriffen. Obacht: Der Bus braucht fast zwei Stunden bis zum Hafen und fährt immer zwei Stunden vor Fährablegung los. Die Fähre braucht dann noch einmal gut 1,5 Stunden, und dann ist man auch schon da.

Schon unterwegs haben wir gemerkt, dass das Paar keine Kosten und Mühen gescheut hat. Am Flugplatz trafen wir auf eine extra importierte Jazz-Band, und auf der Fähre haben wir das Fotographenteam aus Bremerhaven kennen gelernt. Gefeiert wurde im Post- und Zollhaus in Eckerö, einem schönen Anwesen. Der Freitag (Ankunft) hielt für mich schon ein besonderes Highlight bereit: Am Fähranleger in Eckerö wurden wir von Major Tom mit einem Kleinbus abgeholt, und da sich die finnische Polizei auf dem Rückweg postiert hatte und Alkoholkontrollen durchführte, durfte ich fahren! Dann: Fenster runterkurbeln, pusten. Der Officer sagte etwas zu mir. Ich habe natürlich kein Wort verstanden. Sicherheitshalber habe ich das Fenster geschlossen und bin weitergefahren. War wohl okay.

Am Samstag gab sich unser Traumpaar unter freiem Himmel das Ja-Wort, sehr ansprechend! Auch die Kirche danach war klasse. Der Pastor sprach deutsch, und der Chor war umwerfend. Die Orgel allerdings – naja. Danach wurde auf dem Anwesen ordentlich gefeiert. Der nächste Tag war dann zum Ausspannen gedacht, und das kann man auf Åland wirklich gut! Diese Ruhe, dieses Meer! Eigentlich kann man da gar nicht anders als sich erholen.

Am Montag haben wir die erste Fähre genommen, um noch ein bißchen Stockholm machen zu können. Vielleicht waren meine Erwartungen etwas zu hoch, weil ja einfach jeder Stockholm für die tollste Stadt Europas hält. Naja, ich fand es auch ganz hübsch, hätte aber ein bißchen mehr erwartet. Trotzdem war es ein schöner Tag mit Bootsfahrt. Übrigens sind tatsächlich fast alle Schweden blond, und dann färben sie immer noch heller!

Die Scheil

Harry Potter VII: Kapitel 28 – Ende

August 9, 2007

Leute, ich bin durch! Was habe ich gelitten – immerhin hat man mit den Figuren ja die letzten Jahre verbracht.

Also, wie geht’s aus? Natürlich irgendwie gut, aber der Reihe nach.

Der letzte Horkrux liegt in Hogwarts versteckt. Also müssen die drei da hin. Sie apparieren nach Hogsmeade und werden mal wieder um ein Haar geschnappt. Dieses Mal rettet Aberforth Dumbledore, der Bruder von Albus, sie, der auch Dobby geschickt hatte. Er hat einen versteckten Weg in die Schule, den man sofort ausprobiert. Der Gang endet im Raum der Wünsche, der momentan jede Menge Outlaws beherbergt, unter ihnen Neville Longbottom, der nun nach Harrys Verschwinden zu einer Art Held zweiter Klasse geworden ist.

Harry hat aber keine Zeit für Nostalgie und macht sich sogleich auf die Suche nach dem Diadem der Rowina Ravenclaw. Natürlich werden sie auch hier wieder fast geschnappt, können aber ein paar missgünstige Lehrer überwältigen und ausschalten. Daraufhin informiert Prof. McGonagall die übrigen „guten“ Lehrer, und eine Revolte startet, in deren Verlauf Schulleiter Snape das Weite sucht und auch findet.

Der Kampf um Hogwarts bricht los. Die Todesser bieten alles auf, was sie irgendwie aktivieren können: sich selbst, Riesen, Spinnen, Dementoren, das übliche halt. Durch den Geheimgang findet auch der Rest von Dumbledores Armee sowie der Orden des Phönix ins Schloss. Ziemlich bescheuert, dass Tonks und Lupin sich ins Gewühl werfen, haben doch beide einen ganz kleinen Sohn zuhause, dessen Pate ausgerechnet Harry ist. Wenn das kein schlechtes Omen ist…

Harry hat eine Eingebung: Das Diadem hat er doch schon mal im Raum der Wünsche gesehen! Damals brauchte er den Raum als Versteck, und es war schon jede Menge Zeug drin. Und tatsächlich: Das Diadem ist da! Leider auch Malfoy, Crabbe und Goyle, die Harry ans Leder wollen. Ein Feuer bricht aus, und Crabbe verbrennt doch tatsächlich. So ein Tod in einem Jugendbuch! Unsere drei retten – heldenhaft, wie sie sind – die beiden übrigen Idioten, und das Feuer zerstört den Horkrux. Kurze Frage am Rande: Wie konnte Voldemort ernsthaft davon ausgehen, dass nie jemand diesen speziellen Raum der Wünsche betreten würde? Schließlich war da schon uraltes Zeug drin.

Derweil brodelt die Schlacht, und sie fordert ein Todesopfer, mit dem ich im Leben nicht gerechnet hätte. Fred is dead! Ein Zwilling allein, das kann doch nicht sein! Zumindest ist Percy in den Schoß der Familie zurückgekehrt, also hat man zahlenmäßig quasi keinen Verlust.

Zwischenzeitlich sitzt Voldemort in der Heulenden Hütte und hält mit Snape eine Audienz, in deren Verlauf Snape der Schlage zum Töten vorgeworfen wird. Harry ist unbemerkter Zeuge dieser Szene und hält Snapes letzte Gedanken und Erinnerungen fest, um sie dann in Dumbledores Denkarium auszuwerten. Und dabei tritt erstaunliches zutage: Snape war auf ewig in Lily Potter verliebt. Er hat sogar Voldemort damals gebeten, sie zu verschonen. Als das nichts wurde, hat Dumbledore ihn überzeugt, ein wachendes Auge über Harry zu haben, quasi im Gedenken an Lily. Als Dumbledore dann letztes Jahr den Horkrux-Ring zerstört hat, ist er von einem Fluch befallen worden, weshalb er nicht mehr lange zu leben hatte. Als er dann erfuhr, dass Draco Malfoy auf seine Tötung angesetzt worden war, überredete er Snape, es für Draco zu tun. Schließlich müsse er ja eh sterben. Es stellt sich heraus, dass Snape den unbekannten Patronus geschickt und das Schwert platziert hat sowie dass er auf Dumbledores Geheiß Harrys Abreise aus Privat Drive 4 verraten hat. Und dann erfährt Harry noch folgendes kleine Detail: Als er von 16 Jahren Voldemort ohne es zu wissen fast getötet hat, entstand ein siebenter Horkrux: Ein Teil von Voldemorts Seele ging auf Harry über. Folglich kann er nur dann wirklich getötet werden, wenn Harry stirbt. Tolle Aussichten.

Feuerpause. Voldemort stellt ein Ultimatum. Harry soll sich stellen, und der Rest wird verschont. Harry ist völlig resigniert und stellt sich tatsächlich. Voldemort schießt den Todesfluch auf ihn ab. Plötzlich sieht Harry sich in einer Art Himmel und spricht mit Dumbledore. Wie am Ende jedes Buches wird es jetzt etwas wirr. Zusammenfassend: Der siebente Horkrux ist durch den Fluch zerstört worden, aber Harrys Seele ist noch intakt. Er beschließt, nicht zu sterben, sondern zurückzukehren und zu kämpfen. Go Harry! Nagini hat zwischenzeitlich auch das Zeitliche gesegnet, so dass Voldemort nur noch die Seele in seinem Körper hat.

Harry stellt sich tot und nutzt dann einen Überraschungseffekt. Es kommt zum finalen Kampf zwischen ihm und Voldemort. Voldemort kämpft mit dem unbesiegbaren Zauberstab. Es stellt sich aber heraus, dass er ihn nicht richtig bedienen kann, weil er eigentlich Harry gehören müsste. Als Voldemort den Todesfluch ausspricht, richtet sich der Zauberstab gegen ihn, und er beißt ins Gras. Alle freuen sich, und fast alles ist gut. Von Harrys Freunden haben Fred, Tonks und Lupin die Schlacht nicht überlebt. Kingsley wird Zaubereiminister.

Harry hat die Fresse voll vom Unfrieden und beschließt, die drei Reliquien nicht zu nutzen.

19 Jahre später ist er mit Ginny verheiratet, Ron mit Hermine. Letztere haben zwei Kinder, die Potters drei: James, Albus Severus und die kleine Lily. Wieso keinen Fred? Man sieht sich am Bahnhof King’s Cross, wo die Kinder zum Hogwarts Express gebracht werden, und alles ist wie früher. Dieses letzte Kapitel ist irgendwie merkwürdig. Es fällt einem doch schwer, sich Harry & Co. als Erwachsene vorzustellen. Außerdem habe ich den Eindruck, dass Ginny genauso schrullig geworden ist wie ihre Mutter. Aber mit diesem Abschluss hat J.K. Rowling natürlich alle Spekulationen über einen achten Band verhindert und die Sache zu einem klaren Ende geführt.

Fazit: Das beste der sieben Bücher! Und danke, dass er noch lebt!

Harry Potter VII: Kapitel 19 – 27

August 8, 2007

Leute, das Buch ist gut! Gerade Band V fand ich etwas inhaltsleer, aber selbst, wenn jetzt nichts mehr passiert, bin ich zufrieden.

Auf wundersame Weise finden Ron, Harry und Hermine wieder zusammen. Ein unbekannter Patronus wies den Weg. Ron stellt sich als wahrer Gryffindor heraus und rettet Harry vor dem Ertrinken und sichert ganz nebenbei noch das echte Schwert des Godric Gryffindor und zerstört verstört den Horkrux im Medaillon. Hermine schmollt noch etwas, weil Ron sie einfach hat sitzen gelassen, aber auch das legt sich wieder. Die spannende Frage: Wessen Patronus kam da um die Ecke? Ich habe keine Ahnung.

Luna Lovegoods Vater mit dem wundervollen Vornamen Xenophilius erzählt unseren drei tapferen Kriegern die Mär von den drei Brüdern, die die drei „Deathly Hallows“ von Gevatter Tod persönlich ausgehändigt bekommen haben sollen. Ich übersetze das mal frei mit „drei Reliquien“. Dabei handelt es sich laut dem Märchen um einen unbesiegbaren Zauberstab, einen Tote erweckenden Stein und einen super-duper-Tarnumhang. Das Kuriose: Dumbledore hat Hermine ein Märchenbuch mit eben jeder Geschichte drin vermacht. Harry ist nun der Meinung, er sei im Besitz des super-duper-Tarnumhangs, und der Rest müsse ja auch irgendwo sein. Entsprechend der Geschichte kann derjenige, der alle drei Dinge vereinigt, den Tod besiegen. Leider hat der Mann mit dem charmanten Vornamen die drei Helden verraten, und um ein Haar werden sie von Todessern geschnappt. Die arme Luna ist seit Wochen verschwunden, und der Papa wollte sie so zurück bekommen. Hatter mit Zitronen gehandelt!

Die Sache mit den drei Reliquien lässt Harry keine Ruhe. Er ist fest davon überzeugt, dass sie tatsächlich existieren und ist sich seiner Prioritäten nicht mehr sicher – Horkruxe oder Reliquien? Als dann auch noch zumindest die Existenz des allmächtigen Zauberstabes von Mr. Ollivander bestätigt wird, dreht Harry vollends durch. Er hält die Familie Peverell für die Wiege der drei Brüder und wähnt sich als Nachfahre des Bruders, der den super-duper-Tarnumhang hatte. Schließlich hat Harry ihn von seinem Vater geerbt, und er könnte ihn doch auch aus der Familie haben. Dabei lässt er ein Detail außer acht: Voldemort ist nachweislich mit einem der Brüder verwandt, was bedeuten würde, dass Harry und er gemeinsame Vorfahren hätten.

Voldemort ist sich für nichts zu schade. Ganz offensichtlich auf der Suche nach dem allmächtigen Zauberstab öffnet er Dumbledores Grab und entnimmt etwas, was er dafür hält. Ich glaube allerdings, dass er da einem Irrtum aufgesessen ist. So etwas wertvolles würde Dumbledore doch nicht mit ins Grab nehmen, zumal Harry im Leben nicht an den Sarg gegangen wäre. Ich vermute vielmehr, dass Harry noch den tollen Stab finden und mit ihm Horkruxe zerstören wird.

Mr. Ollivander treffen sie übrigens im Keller der Familie Malfoy. Durch eine Unachtsamkeit von Harrys Seite werden unsere drei nämlich von keinem geringeren als dem fiesen Werwolf Fenrir Greyback und seinen Schergen gefangen. In dem Haus spielen sich dann schreckliche Szenen ab: Bellatrix Lestrange ist überzeugt, die drei seien in ihrem Verlies bei Gringott’s gewesen und dreht deshalb völlig am Rad. Harry kombiniert: Darin könnte ein Horkrux versteckt sein! Hermine wird gefoltert. Wurmschwanz taucht auf und erweist Harry einen kurzen Moment der Gnade, was nicht unbestraft bleibt: Seine silberne Hand, die er einst von Voldemort erhielt, wendet sich gegen ihn und erwürgt ihn kurzerhand. Harry braucht Hilfe, denkt an Dumbledore und *crack* taucht Uns Dobby auf! Der Hauself rettet alle Gefangenen, unter ihnen auch Luna, wird auf der spektakulären Flucht aber leider getötet. Sehr traurig, ich hatte plötzlich was im Auge 😦 … In Folge dieser Flucht fallen die Malfoys und Bellatrix bei dem Unnennbaren in Misskredit und werden unter Hausarrest gestellt.

Unsere drei aber machen sich auf den Weg in Bellatrix‘ Verlies bei Gringott’s, um dort nach einem Horkrux zu suchen. Und tatsächlich finden sie den Hufflepuff-Becher, von dem Dumbledore gesprochen hat, müssen allerdings das Schwert zurücklassen. Mal wieder müssen sie flüchten und nutzen dieses Mal einen Wachdrachen dazu, der sich freut, mal raus zu kommen. Voldemort erfährt vom Diebstahl des Horkruxes und läuft fast Amok, als ihm bewusst wird, dass Harry womöglich über seine ganze Seelenspalterei Bescheid weiß und ihm ein Schnippchen schlagen will. Also macht er sich auf den Weg, um alles seine Verstecke zu überprüfen. Das sicherste befindet sich in Hogwarts!

 Fortsetzung folgt.

Harry Potter VII: Kapitel 13 – 18

August 7, 2007

Das Elend nimmt seinen Lauf. Das ganze Zaubereiministerium ist infiltriert, Muggle-Geborene haben nix mehr zu lachen. Erinnert alles sehr an das Dritte Reich. Ächtung von Mischehen und Pauschalverdächtigungen, die der Betreffende von Gericht kaum ausräumen kann, weil man ihn einfach nicht zu Wort kommen lässt. Harry, Ron und Hermine haben sich mittels Vielsafttranks in das Ministerium eingeschlichen, was nicht einfach war, zumal Harry Potter nun offiziell der Staatsfeind Nr. 1 ist. Sogleich werden sie damit konfrontiert, was es heißt, ins Visier der Mächtigen zu geraten. Auf geradezu haarsträubende Weise gelingt es ihnen, Umbridge den Horkrux abzunehmen, werden auf der Flucht aber fast erwischt und müssen Grimmauld Place als Herberge aufgeben, da es nun dort nicht mehr sicher ist.

Harry hat wieder Visionen. Der arme Gregorovitch, den man bisher gar nicht kannte, muss dran glauben. Ihm ist etwas ungeheuer wichtiges geklaut worden, was der, dessen Name nicht genannt werden soll, unbedingt haben will. Hary hat den Dieb zwar in der Vision gesehen, kennt ihn aber nicht. Ich war zuerst der Meinung, es könnte Dumbledores Bruder gewesen sein, doch nun scheint es, als sei es der böse Grindelwald gewesen.

Snape ist gefoppt worden. Das Gryffindor-Schwert befindet sich nicht in seinem Büro, sondern ist von Dumbledore durch eine Kopie vertauscht worden, was Snape wohl nicht weiß. Mit dem echten Schwert kann man Horkruxe zerstören, also machen sich unsere drei tapferen Krieger auf die Suche danach in Godric’s Hollow, wo sowohl Dumledore und Harry als auch Gryffindor persönlich geboren wurden. Leider kommt es vorher noch zu einem Zerwürfnis mit Ron, der daraufhin seine Sachen packt und verschwindet. Ob er wohl das Geschenk von Dumbledore mitgenommen hat? Das wird Harry doch noch brauchen! Naja, Ron wird so oder so irgendwann wieder auftauchen, und alles wird wieder gut.

In Godric’s Hollow muss Harry feststellen, dass er auch dort eine kleine Berühmtheit samt Standbild ist. Er findet das Grab seiner Eltern und trifft Bathilda Bagshot, von der er sich Informationen über das Schwert und Dumbledore erhofft. Dann geht plötzlich alles drunter und drüber. Bathilda ist nicht Bathilda, sondern die getarnte Schlage Nagini. Es kommt zu einem gefährlichen Kampf zwischen Harry und ihr, er wird gebissen, kann letztendlich aber mit Hermines Hilfe fliehen. Wie schade, dass sie das Schwert nicht hatten. Schließlich steht Nagini ja auch im Verdacht, ein Horkrux zu sein. Auf der Flucht wird Harrys Zauberstab zerstört, so dass er nun ohne dasteht. Der Staatsfeind Nr. 1 kann ja nicht einfach in einen Laden gehen und einen neuen kaufen.

Was mich schon länger irritiert: Der Aufrufezauber „Accio“ funktioniert doch nur, wenn man weiß, wo etwas ist. Wie konnte Hermine dann die Bücher aus Dumbledores Büro bekommen, bei denen sie doch höchstens eine leise Ahnung hatte, dass sie dort sein würden?

Forsetzung folgt.

Harry Potter VII: Kapitel 6 – 12

August 3, 2007

Holla, es geht zur Sache!

Ich fand es schon etwas übertrieben, ein ganzes Kapitel nach dem schlafanzugtragenden Ghoul zu benennen, aber so kommt auch diese Gestalt zu ihren 15 Minuten Ruhm. Was ich nicht ganz verstehe: Hermine erzählt doch, sie habe die Erinnerung ihrer Eltern verändert, so dass sich diese nicht an sie erinnern. Später, als sie in der Londoner Spelunke auf die Totesser treffen, behauptet sie, so einen Zauber noch nie durchgeführt zu haben. Was ist das, Schlamperei von J.K. Rowling oder schlechte Sprachkenntnisse bei mir?

Dumbledore vererbt seltsames Zeug, hätte man von ihm aber auch nicht anders erwartet. Man darf gespannt sein, was die drei mit diesen Sachen anfangen sollen. Toll: der mit dem Mund zu öffnende Schnatz (bzw. nicht). Klasse Verbindung zwischen Band 1 und 7!

Das Hochzeitskapitel hätte ich mir etwas stärker ausgeschmückt vorgestellt. Jaja, auch Frau Rowling kommt irgendwann an ihre Grenzen. Was ist jetzt eigentlich mit Bill, der doch im letzten Buch von einem Werwolf angefallen wurde? Ist er jetzt auch einer? Und warum klebt sich George nicht einfach ein Gummiohr über sein fehlendes? Dieses Loch im Kopf macht doch echt nix her. Der Überfall der Totesser schlug dann den Bogen zurück zur Quidditch-Weltmeisterschaft.

Was ist das mit Dumbledore und seiner Vergangenheit? Ich mutmaße mal, dass er früher tatsächlich anders drauf war und erst im Laufe der Jahre zu einem Freund der Minderheiten wurde (Schindler lässt grüßen). Vielleicht hat er deshalb auch so viel Verständnis für Snape. Thema Snape: Schulleiter! Damit ist für mich klar, dass Hogwarts in diesem Band noch Schauplatz eines Kampfes, vielleicht sogar des Showdowns, sein muss. Übrigens glaube ich, dass er nie Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste gewesen ist, weil er in dem Fach durchgefallen ist!

Kurze Unterbrechung, ich muss zu meinen Spare Ribs.

So, wieder da. Kreacher taucht tatsächlich wieder auf und ist zahm wie ein Lämmchen. Wer hätte gedacht, dass Sirius‘ Bruder den Horkrux gestohlen hat? Die Anti-Snape-Zauber im Grimmault Place muten doch leider ein bißchen geisterbahnmäßig an. Das kann Frau Rowling doch eigentlich besser! Mittlerweile bin ich mir fast sicher, dass Mad Eye Moody noch lebt. Vielleicht ist er der Überläufer!

Die Wiederkehr der Dolores Umbridge, ich bin begeistert!

Harry nimmt den Mund ganz schön voll, seit er offiziell erwachsen ist. Den armen Lupin hätte er doch wirklich nicht so fertig machen müssen.

Ansonsten geschieht das, was sich schon in den letzten Büchern ankündigte: Es entsteht eine Mischung aus dem Dritten Reich und dem Ku-Klux-Klan. Ich sage nur: Rassengesetze…

Fortsetzung folgt.

Harry Potter VII: Kapitel 1 bis 5

August 1, 2007

So, gestern habe ich also endlich den letzten Potter erstanden und bis jetzt die ersten fünf Kapitel gelesen.

ACHTUNG, es folgt eine Inhaltsangabe!

Harry sitzt also mal wieder bei den Dursleys, aber der endlich letzte Abschied naht. Und an dieser Stelle verblüfft Dudley den Leser wohl zum ersten Mal: Es fällt ihm doch tatsächlich schwer, Harry zu verlassen beziehungsweise ihn gehen zu lassen. Im Zuge der Dementorengeschichte aus Band V hat „Big D.“ eine gewisse Zuneigung für Harry entwickelt.

Naja. Für Harry geht es mit einer dreizehnköpfigen Truppe aus Privat Drive Nr. 4 weg. Einige Auroren und seine Freunde haben sich zusammengeschlossen, um ihn wohlbehalten aus dem Haus zu bekommen. Denn: Harry wird bald 17 und damit volljährig, und ab diesem Moment hält der Schutz seiner ermordeten Mutter nicht mehr. Außerdem ist der Schutz weg, wenn Harry das Haus endgültig verlässt. Allerdings glaube ich, dass das bisher immer mit einem Zauber von Dumbledore und nicht von Lilly Potter begründet wurde. Weiß das jemand genau?

Jedenfalls kommt der Vielsafttrank mal wieder zum Einsatz, und sechs der 13 verwandeln sich in Harrys, um die Totesser zu verwirren, die mutmaßlich versuchen werden, Harry einzufangen. Die Sache ist höchst gefährlich, und da frage ich mich doch, warum man da Schüler wie Ron und Hermine mitgehen lässt. Besteht der Orden des Phönix wirklich nur aus ein paar Erwachsenen und genauso vielen Halbwüchsigen? Na dann gute Nacht.

Severus Snape hatte dem dunklen Lord gesteckt, in welcher Nacht Harry das Dursley-Haus verlassen würde. Woher er das weiß, ist noch unklar. Meine These, er sei in Wirklichkeit ein Spion der guten Seite, gerät damit natürlich ins Wanken, aber ich halte vorerst noch daran fest. Der Orden bekommt mit, dass er verraten worden ist. Man fragt sich nur, von wem. Ich tippe hier auf Kingsley. Warum lässt er den Premierminister allein? Warum unterstellt er jedem, der Verräter zu sein, wird aber selber von niemandem getestet?

Ich trauere um Hedwig, das erste bekannte Opfer dieses Bandes. Mad-Eye war ja schon ziemlich mitgenommen, und einen Tod im Kampf fand er bestimmt auch gut. Allerdings glaube ich erst, dass er tot ist, wenn man seine Leiche gefunden hat. George hat ein Ohr verloren. Ob sein Zwilling sich jetzt auch eines abschlägt?

Fragen über Fragen, auf die es vorläufig keine Antwort gibt. Aber dafür jede Menge Spannung schon auf den ersten 70 Seiten!

Fortsetzung folgt.