Archive for April 2007

Rubrik Kinotipp: Born to be wild

April 23, 2007

Letztens war ich im Kino und habe „Born to be wild“ gesehen.

Was hat dieser Film, was andere nicht haben?

* klischeehafte Witze

* überraschende Witze

* in jedem Fall: gute Witze!

* tolle Landschaftsaufnahmen

* super Musik – wann hat man schon das letzte Mal „Call me the breeze“ gehört?

* nackte Hintern von Männern mittleren Alters

* den obligatorischen Geek

* einen Gaststar, den ich bisher noch nicht identifizieren konnte.

Auf die Handlung gehe ich hier mal noch nicht ein, obwohl sie nicht sonderlich überraschend ist.

Fazit: Der Film ist was für alle, die gerne lachen! Reingehen!

Die Scheil

Kleine Ergänzung: Der Gaststar ist Peter „Easy Rider“ Fonda.

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Thema der Woche: Das Frisurentheater

April 16, 2007

Heute ist der erste Tag seit mehr als 2 Monaten, an dem ich beim morgendlichen Blick in den Spiegel mal nicht innerlich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen habe.

Wir schauen zurück auf das Jahr 2006. Ich, zu allem bereit, auf dem Friseurstuhl bei Udo Walz. Er: „Sie können ja alles tragen.“ Das hatte ich mir gemerkt, und da der Meister und seine Schergen trotz dieser Einschätzung an meiner Grundfrisur nicht viel verändert hatten, mir aber der Sinn nach etwas neuem stand, trabte ich am 02.02.2007 erneut zum Friseur, diesmal zum Salon „Weingartz“ meines Vertrauens, der von der Hälfte meiner Verwandtschaft geschmissen wird. Auch Tante I. war der Meinung, dass ich nach über 10 Jahren mit der gleichen Matte mal was anderes wagen könnte. Ich dachte so, ein modisch schräger Pony, das wäre doch was! Weit gefehlt – Tante I. gab sich alle Mühe, sie trägt keine Schuld, aber am Ende sah es irgendwie nicht so klasse aus, wie ich das bei vielen anderen gesehen hatte. Mein persönliches Entsetzen war groß, und so ließ ich den Pony gerade schneiden, was das Debakel nur unwesentlich verkleinerte.

Zuhause wurde ich dann mit einigem Spott begrüßt. Der Gigolo kam aus dem Kichern nicht mehr raus, mein Vater murmelte etwas von 80er-Revival, und meine Mutter konnte mich mit „Wieso? Ist doch gar nicht so schlimm“ nicht wirklich aufmuntern. Tatsächlich sah ich original aus wie Schlagersängerin Nicole anno 1982, nur ohne Rüschenbluse und Gitarre. Kollege B.K. (nicht verwandt oder verschwägert mit einer gewissen Frittenkette, obwohl…) hatte wohl als einziger den Mut, mir zu sagen, dass der Schnitt echt nicht gut ist.

Das ganze Ausmaß der Katastrophe zeigte sich erst nach der ersten Haarwäsche. Mein Pony dreht sich doch tatsächlich in alle Richtungen vom Kopf weg! Ich trage quasi ein Dach über meiner Stirn! Zum Glück fiel mir rasch die Lösung des Problems ein: Seit zwei Monaten stecke ich täglich meinen Pony mit ein paar Klammern auf dem Kopf fest, und dann sieht es gar nicht schlimm aus.

63 Tage „danach“ bin ich zum ersten Mal mit offenen Haaren ins Büro gegangen. Ich habe den Eindruck, dass es mittlerweile nicht mehr so schlimm ist. Vielleicht habe ich mich aber auch nur daran gewöhnt.

Ergebnis: Udo Walz ist widerlegt.

Die Scheil

Thema der Woche: Das Ende einer Ära

April 10, 2007

Mit meinem 18. Geburtstag begann für mich ein neues Leben: Autofahren! Ach ja, wie wundervoll! Plötzlich konnte ich – zumindest theoretisch – überall hin. Mit dem Fahrrad ist man ja doch etwas eingeschränkt. Leider tat sich damit auch ein Problem auf, von dem ich bis dato keine Ahnung hatte. Der Pferdefuß: Ich habe keinerlei Orientierungssinn! Setze mich 30 Meter von meiner Wohnung entfernt aus, drehe mich um 125°, und ich werde den Weg zurück garantiert nicht mehr finden. Wie oft bin ich irgendwo in der Siekstraße verloren gegangen? Wie viele Autobahnauffahrten habe ich in die verkehrte Richtung genommen, um bei nächster Gelegenheit ab- und sofort wieder in die falsche Richtung weiterzufahren? Unvergessen auch der Tag, an dem ich meinem Chef großspurig zusagte, ihn zu einem ungeheuer wichtigen Termin nach Potsdam zu chauffieren, um dann unterwegs das Schönefelder Kreuz zu verschlafen. Naja, wir waren immerhin pünktlich 2 Minuten vor dem Termin da. Eigentlich kann sich da keiner beschweren…

Schon lange versuche ich nicht mehr, mir Strecken zu merken. Es klappt ja einfach nicht. Mein Problem ist wohl auch, dass ich mich unter anderem an Inhalten von Schaufenstern zu orientieren versuche, was natürlich zwangsläufig in die Hose gehen muss. Deshalb habe ich jetzt kapituliert.

Meine Freunde, Ihr kennt das Elend. Und dass Ihr zu meinem Geburtstag zusammengelegt habt, damit ich mir mal endlich eine Navigationshilfe anschaffe, war überaus weitsichtig. Vielen Dank vor allem an Gunnar für den Tausender! Und so trabte ich letztens durch die Geschäfte und habe zugeschlagen!

Ostern ging es dann auf mehr oder weniger große Fahrt von CB nach C. TomTom und SuSu unterwegs. FraFra war auch dabei. TomTom ist unglaublich unterhaltsam. Was der Apparat alles kann! Die Stimme „Werner“ schnarzt ein wenig, so dass ich mich erst einmal für „Lisa“ entschieden habe. Nun muss ich mir nur noch abgewöhnen, ständig auf den Bildschirm zu schauen, denn das lenkt doch irgendwie ab. TomTom ist klasse! Danke, Leute!

Jetzt brauche ich eigentlich nur noch einen Peilsender, damit ich mein Auto auf dem Parkplatz finde…

Die Scheil

Thema der Woche: Das erste Mal – unter Fans

April 2, 2007

Tja, da hatte ich dann wohl keine Ausrede mehr. Seit Jahren wird man bequatscht, man müsse doch am Wochenende ins Stadion der Freundschaft pilgern, um dem örtlichen Fußballclub die Stange zu halten. Meine Standardausrede: „Nö, höchstens, wenn Werder mal kommt.“ Und sie kamen. Vorgestern. Und ich musste dann natürlich hin, habe aber darauf bestanden, in den Gästeblock zu gehen, was dem Gigolo sichtlich unangenehm war.

Ich das erste Mal bei der Bundesliga. Das Stadion empfängt einen mit einem herzhaften „Humba, humba, humba, tätärää!“, so dass man am liebsten gleich wieder gehen möchte. „Er steht im Tor“ beziehungsweise ein rhythmisch nicht ganz ausgereiftes „Tomislav steht im Tor“ macht das Mallorca-Feeling nicht besser. Die Fans sind schon eine Stunde vor Anpfiff voll, führen sinnlose Telefonate, beglücken einen mit Auswurf und begrüßen die Gastgeber mit feierlich ausgestreckten Mittelfingern.

Das Spiel war dann auch mäßig, soweit ich es verfolgen konnte. Torsten Frings und Kadetten in vorteilhaftem Schwarz, die Energieleute als Textmarker verkleidet. Streckenweise waren die Urinierorgien, die sich hinter mir abspielten, interessanter. Besonders, als ein armer Irrer versuchte, einen Baum zu begatten. Gegen Ende des Spiels griff mir ein Kerl, voll wie ein Eimer, etwas unbeholfen ans Hinterteil, woraufhin der Gigolo sofort eingeschritten ist.

Übrigens scheint die komplette Gastgebermannschaft mit Nachnamen „Arschloch“ zu heißen. Sind die etwa alle verwandt? Das würde einiges erklären…, aber nicht alles! Wenn man wie Werder 24mal auf das Tor schießt und nicht einmal trifft oder gar Tomislav Arschloch in größere Bedrängnis bringt, muss man sich nicht wundern, wenn man nicht Meister wird.

Nach dem Spiel versuchte die Polizei, die Werderfans einzukesseln, aber ein Kessel ohne Boden hält eben nicht. Ein kleiner Umweg von etwa 20 Metern brachte jeden sicher und unbeschadet an den Ordnungshütern vorbei.

Gestern habe ich dann noch ein paar höchst ungesprächige Nasen aus Harpstedt beim Sightseeing betroffen. Da bleibt nur eine Frage offen: Eike H., wo warst Du?

Die Scheil