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Thema der Woche: Grenzdebiles (Staatsanwalt Posch ermittelt)

März 21, 2007

Liebe Freunde der Scheilo-Ranch,

in meinem Blog werde ich Euch zukünftig mit allerlei Kram zumüllen, der mich so beschäftigt.

Mein aktuelles Thema beschäftigt sich mit den neuesten Angeboten im TV. Gestern bin ich mal etwas früher von der Arbeit nach Hause gegangen, und wie ich da so auf dem Sofa rumlag, dachte ich mir, ich lasse Sinn und Verstand mal beiseite und mache mitten am Nachmittag die Glotze an. Und was musste ich da sehen? Neues aus der Sparte „Gerichtsshows“. Wer mich kennt, der weiß, dass ich fernsehmäßig weitgehend schmerzfrei bin, aber Gerichtsshows ertrage ich schon lange nicht mehr. Vielleicht liegt’s am Beruf. Jedenfalls dachte ich mir, einer neuen Sendung namens „Staatsanwalt Posch ermittelt“ könnte ich mal eine Chance geben. Schließlich war das „Familiengericht“ für meine Begriffe anfangs auch ganz unterhaltsam, und Staatsanwalt ist ein toller Beruf. Doch was kam dann? Von den anderen Sendungen ist man ja gewöhnt, dass zumindest die Robenträger einigermaßen glaubwürdig rüberkommen – vielleicht mit Ausnahme vom Matlock für Arme Ingo Lenßen -, aber selbst das ist wohl für 16:00 Uhr zuviel verlangt. Eigentlich sollen diese „Formate“ doch so etwas wie Improvisationstheater sein, aber Herr StA bekommt es nicht einmal hin, gängige Sätze aus dem Alltag im Sinne von „Ihr Mandant ist schuldig!“ überzeugend über die Bühne zu bekommen. Der Inhalt der Folge hat sich mir nicht erschlossen, da ich mir nur die letzte Viertelstunde (ohne Werbung also ca. 12 Minuten) reingequält habe. Solch komplexe Darstellungen ist man von RTL ja auch gar nicht mehr gewöhnt. Irgendwie ging es wohl um Prostitution und Menschenhandel. Als Nebendarsteller waren zwei klischeehafte Zuhälter zu sehen, einer mit schmierigen Haaren, südländischem Phänotyp und einem ziemlich unpassenden Namen wie „Klaus Hansen“ oder so, der andere mit ebenfalls schmierigen Haaren und Schlangenlederimitat-Oberbekleidung à la Cora Schumacher. Die zwei wurden zum Ende der Folge von einem SEK überwältigt, wobei man sich fragen kann, warum StA Posch nicht gleich die GSG 9 vorbei geschickt hat.

Fazit: Kann man nicht anbieten!

 

Die Scheil

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