Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’
Scheiloranch proudly presents…
Dezember 21, 2009Einreise in die USA (Hochzeitsreise Teil I)
November 13, 2009„I’ve got two tickets to paradise, tralalala…“
Los geht’s in unsere Flitterwochen!
Ende April haben der Gigolo und ich uns auf den Weg über den Atlantik gemacht. Super Flug mit Air France, denn: Die haben Schlafmasken! Selten soviel im Flugzeug geratzt!
Wer schon mal in den USA war, erinnert sich vielleicht an die grünen Zettel, die man vor der Einreise auszufüllen hat. Neuerdings gibt es die Verpflichtung, seine Einreise über das ESTA-Portal online anzumelden und vorab checken zu lassen. So, das hatten wir auch schön brav gemacht, und laut ADAC sollte dann der grüne Zettel auch überflüssig werden. Folglich hatten wir einen solchen auch gar nicht im Gepäck, als wir in Miami das Flugzeug verließen.
Von unserem letzten USA-Urlaub wusste ich noch, dass man am Einreiseschalter Zeit mitbringen muss. Der Gigolo stellte sich also in einer Schlange an, während ich mich direkt in die nächste Sitzgruppe begab – in sicherer Entfernung zu den Flugzeugbesatzungen aus Mittelamerika, die teilweise mit Mundschutz ausgerüstet ebenfalls dort herumlungerten (Achtung: Swine flu!). Der Gigolo jedenfalls hielt wacker die Stellung, eine ganze Stunde lang. Dann waren wir endlich dran – so dachten wir naiven Europäer jedenfalls. Es gibt ja so Momente, die man kaum fassen kann. Der Gigolo wähnte sich an ein Ereignis in seiner Kindheit erinnert (ich glaube, da ging es irgendwie um Bananen), als just in dem Moment, da wir an der Reihe waren, unser Schalter geschlossen wurde. Begeisterung auf unserer Seite…
Der Gigolo nix wie an einen anderen Schalter, dort wieder eine Schlange. Nach weiteren 20 Minuten waren wir dann tatsächlich dran – und wurden wegen des fehlenden grünen Zettels gerüffelt. Ja, das sei so geplant, dass man den nicht mehr bräuchte, aber soweit sei man noch nicht, also bitte an den Schalter mit den Formularen gehen und dort ein grünes ausfüllen. Tolle Wurst.
An besagtem Schalter stand zum Glück keiner an (es war mittlerweile auch kaum noch jemand in der Einreisehalle). Wir brachten unser Anliegen vor. Die Dame am Schalter: „Welche Sprache hätten Sie denn gerne?“ „Ja, wenn’s geht Deutsch; Englisch oder Französisch wären auch okay.“ „Oh, das tut mir leid, ich habe nur noch spanische Formulare.“ Was für ein Pech, wenn man so überhaupt kein Spanisch spricht. Naja. Die Dame hatte dann noch ein weißes Formular in englischer Sprache, bei dem die Fragen offenbar die gleichen wären wie bei dem grünen. Wir sollten also einfach das weiße Formular lesen und die Antworten in die entsprechenden Felder des spanischen grünen eintragen. Na gut, was tut man nicht alles, um ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu kommen. Und während wir so am Ausfüllen waren, war am Schalter Schichtwechsel. Eine neue Dame betrat die Bühne und fragte, was wir denn da machen würden. Wir erklärten unser Problem, während wir eifrig weiter das spanische Formular ausfüllten. Dame: „Nehmen Sie doch ein deutsches Formular, ich habe hier welche.“
Tief durchatmen. 21 – 22 – 23.
Wir haben dann natürlich das grüne deutsche Formular benutzt und uns schnell wieder an den einzig noch offenen Einreiseschalter angestellt. Außer uns und dem Einreisebeamten war zu diesem Zeitpunkt kein Mensch mehr da. Er fragte auch, ob wir das grüne Formular nicht gehabt hätten, das würde ständig passieren, weil man den Leuten widersprüchliche Informationen geben würde usw. Er war dann recht nett und gab uns noch ein paar Tipps für Key West, und dann waren wir endlich drin, nach 1 3/4 Stunden.
Unsere Koffer standen bereits verwaist neben dem Gepäckband, da mussten wir zumindest nicht mehr warten.
Eine kleine Ergänzung noch: Am selben Tage reiste Freund A.T. in Newark in die USA ein, lediglich mit seiner ESTA-Registrierung…
Fortsetzung folgt.
Scheilo
Presseschau: Neulich in der Nordwestzeitung
Oktober 8, 2009„Lärm viel lauter als die Bahn zugibt“ titelte die NWZ am 01.10.2009.
Das Thema Bahnlärm ist hier in der Gegend hochbrisant, denn es gibt hier Leute, bei denen Bahnstrecken fast durchs Wohnzimmer führen, womit man leben kann, wenn kaum ein Zug fährt, aber die Zeiten ändern sich. Der Verkehr nimmt zu und damit natürlich auch der Lärm. Und ein ICE auf dem Flur ist nicht jedermanns Geschmack.
Die NWZ dachte sich wohl, höchste Zeit, sich dieses Themas mal angemessen zu nähern, und hat fast eine komplette Seite mit einem Bericht nebst Kommentar damit gefüllt. Und – höchst investigativ – man hat sich ein Dezibelometer ausgeliehen und mal an den Häusern gemessen, wie laut ein Güterzug ist. Die Messung der NWZ ergab einen um etwa 30% höheren Wert als den, den die Bahn mittels eines Computerprogramms errechnet hatte. Was war da denn los?
Nun, wir werden es wohl nie zuverlässig erfahren, denn: Die NWZ gesteht im Artikel: „Das verwendete Gerät ist zwar nicht geeicht.“ Und damit hätte man sich Lektüre und bereits Druck dieses bahnbrechenden (Achtung, Wortspiel!) Artikels getrost schenken können.
Mit völligem Unverständnis
die Scheil
Free Polanski – wieso nochmal?
Oktober 8, 2009Also, fest steht ja wohl, dass Roman Polanski vor etwa 32 Jahren angeklagt war, eine damals 13jährige nach US-amerikanischer Definition vergewaltigt zu haben. Dann kam es offenbar im Verfahren zu einem Deal: Polanski bekommt ein paar Monate in einer medizinischen Einrichtigung, und fertig ist die Laube. Pan Polanski aber traute dem Frieden nicht und türmte noch während des Verfahrens. Seit dem lebt er mehr oder weniger unbehelligt im Ausland.
Nun – wie gesagt, 32 Jahre nach der Tat – packt ihn der internationale Haftbefehl in der schönen Schweiz, die Künstler dieser Welt jaulen auf und wittern einen Skandal: Der arme Mann, hatte schon so ein schlimmes Leben, Judenverfolgung, Sharon Tate und Charles Manson und und und – und jetzt das! Außerdem so talentiert, so brillant, das kann man doch nicht machen! Und das heute 50jährige Opfer (kann jemand rechnen?) will damit auch nichts mehr zu schaffen haben, also: Free Polanski!
Das mag ja alles stimmen, aber was hat das mit der Sache zu tun? Vergewaltigung verjährt nach US-amerikanischem Recht nicht, folglich muss Pan P. lebenslang damit rechnen, festgesetzt zu werden. Es wird doch vielmehr höchste Zeit, dass das Verfahren – wie auch immer – zu einem Abschluss kommt.
Der eigentliche Skandal an der Sache ist doch nicht, dass ein weltbekannter Künstler wie jeder andere Bürger behandelt wird, sondern dass die Festnahme erst jetzt erfolgt ist. Der Haftbefehl ist offenbar seit 2005 (wieso so spät?) in der Welt, und Herr Polanski hatte doch tatsächlich einen Wohnsitz in der Schweiz angemeldet. Da hat doch einer gepennt!
Im Übrigen: Mehr als peinlich, dass sich nun Leute öffentlich hinstellen und sein Verhalten von damals quasi als Kavaliersdelikt oder Jugendsünde (eines Mittvierzigers!) herunterspielen.
Die Scheil
Sachen gibt’s…
März 26, 2009Neulich, Freitag, 14 Uhr.
Okay, zugegeben, um diese Uhrzeit ruft man wirklich keine Dienstleister an.
Ich jedenfalls rufe bei einem nicht näher genannten Notar an – oder besser gesagt, ich versuche es.
1. Versuch: Ich wähle, es klingelt zweimal in der Leitung, dann macht es KlackKlack. Nanu? Da hat wohl jemand abgenommen und den Hörer fallen gelassen. Also:
2. Versuch: Ich wähle, es klingelt in der Leitung, es macht Klack. Dann die Stimme des Notars: „Hier ist der automatische Anrufbeantworter.“ Sprichts und schweigt. Hm, kommt da noch was? Schweigen auf beiden Seiten. Dann, am anderen Ende: Klack! Aufgelegt!
Ein Schelm, wer hier denkt, der Notar hätte sich einfach als Maschine ausgegeben, um nicht mit mir telefonieren zu müssen.
Die Scheil – der Schelm
Schlachtruf „Kamelle!“
März 9, 2009Neulich… (im Verzug)
Februar 5, 2009Also, ich war im Oktober mit meinem Auto in der Werkstatt. Einer der Scheinwerfer hatte ein Problem mit den Tränendrüsen und war permanent beschlagen. Ich also ins Autohaus, welches ich jetzt mal aus Gründen der Anonymisierung Kidt & Schmoch nennen möchte. Dort sagte man mir, mein Auto sei eigentlich noch nicht alt genug für derlei Zipperlein, und man bot mir eine Teilkostenübernahme an, was ich gerne annahm. Auf meine Frage, was ich dann noch berappen müsste, stellte man mir 80 € in Aussicht.
So. Als ich dann abends meinen Wagen wieder abholen wollte, übergab mir eine junge Dame am Empfangstresen meinen Schlüssel. Ich so: „Wo ist denn die Rechnung?“ Junge Dame: „Da gibt es wohl keine Rechnung. Aber Sie können ja mal dort drüber um die Ecke bei meinem Kollegen nachfragen.“ Ich drück mich also um die Ecke, aber da war keiner. Also bin ich dann nach Hause. Wenn die Geld von mir wollen, werden die sich schon melden.
Das taten sie auch, und zwar gestern, also knapp 4 Monate später. Ich komme ahnungslos nach Hause und finde Post von Kidt & Schmoch vor. Nanu? Die Rechnung hatte ich offen gestanden schon ganz verdrängt, aber sie war es dann doch. Das Erstaunen war dann auch ganz auf meiner Seite, als ich einen Rechnungsbetrag von 126 € zur Kenntnis nehmen durfte. Na, da muss ich wohl noch mal anrufen!
Es kam aber etwas anders. Heute nämlich fand ich wieder Post von Kidt & Schmoch zuhause. Etwa eine korrigierte Rechnung? Weit gefehlt: ZAHLUNGSAUFFORDERUNG! WIR SETZEN SIE IN VERZUG! Ich möge doch bitte endlich den Betrag von 126 € ausgleichen, sonst müsse man ein kostenspieliges Mahnverfahren einleiten. Aha.
Bei einer genaueren Überprüfung meiner Post der letzten 2 Tage stellte ich dann noch fest, dass beide Briefe am selben Tag abgestempelt worden sind, aber mit zwei unterschiedlichen Zustelldiensten den Weg in meinen Briefkasten gefunden haben.
Sachen gibt’s…
Die Scheil
Scheilo & Friends: Der Gigolo fährt Eisenbahn – oder auch nicht
Januar 26, 2009Gigolo says:
Deutsche Bahn verschenkt 2.500 € pro Jahr
Ja, wirklich. Denn das ist in etwa der Betrag, den ich bisher als Pendler
fürs Bahnfahren ausgebe, aber zukünftig sparen werde. Weil die Bahn mich
nicht mehr als Kunden will. Sie sagt das nicht so deutlich. Nein, etwas
subtiler geht sie schon vor.
Parallel wie zwei Schienenstränge haben mit regelmäßig steigenden Preisen
ebenso regelmäßig meine Züge Verspätung. Eigentlich nichts Neues, aber nun
ist das Maß endgültig voll: Die Bahn hat mir ein Ticket für eine
Zugverbindung verkauft, obwohl – wie ich später vom Schaffner erfuhr -
schon zum Kaufzeitpunkt (!!!) feststand, dass die reservierte Verbindung
wegen erheblicher Verspätung meines ICE so überhaupt nicht passen kann und
ich deshalb zwangsläufig eine Stunde später am Zielort ankommen werde.
Verkauft wird im Namen von Bahnchef Mehdorn. Die Verspätung muss
sich auch Bahnchef Mehdorn zurechnen lassen. Also hat mir quasi Herr
Mehdorn ein Ticket für eine ganz konkrete Zugverbindung verkauft, obwohl er
wusste, dass ich mein Ziel erst eine Stunde später erreiche. Klingt
komisch, ist aber so. Irre, nicht?
Aber es kommt noch besser: Der Wahnsinn hätte durch den glücklichen Umstand
vermieden werden können, dass ich etwas eher am Bahnhof war und noch einmal
mit Aufenthalt umsteigen musste. Anstatt auf den ICE zu warten, hätte ich
alternativ unter Nutzung eines wenige Minuten früher fahrenden Bummelzuges
meinen Anschlusszug und damit mein Ziel doch noch pünktlich erreichen
können. Dazu hätte ich freilich wissen müssen, dass mein reservierter ICE
Verspätung hat. Das hat mir aber leider keiner gesagt. Via Lautsprecher kam
die Durchsage – wer hätte etwas anderes erwartet – erst dann, als der
Bummelzug gerade eine Minute weg war.
Solch ein Maß an Professionalität und Service hat mich tief beeindruckt!
Darum werde ich künftig nicht mehr Bahn fahren. Die Ersparnis von 2.500 €
pro Jahr sind ein tolles Geschenk der Bahn. Danke. Davon zahle ich jetzt
mein Auto an. Und mit dem werde ich auf meiner Pendelstrecke gleich noch
ein paar enttäuschte Bahnreisende mitnehmen. Und ich bin nicht etwa der
Einzige, dem die Bahn so viel Geld schenkt. Viele meiner Kollegen haben
schon länger Ihre Weichen Richtung Auto gestellt.
Fazit: Dieser Zug ist abgefahren. Wir bitten um Ihr Verständnis…
Zum Jahresabschluss…
Dezember 28, 2008… mein persönliches Lieblingsbild 2008

Die Scheil
Eine Weihnachtsgeschichte
Dezember 17, 2008Es war einmal ein kleines blondes Mädchen, das saß Tag ein, Tag aus in einem Büro und arbeitete gar emsig und fleißig. Eines Tages aber verbreitete sich ein wahrlich ungewöhnlicher Duft in den schönen Hallen seiner Arbeitsstätte. Was mochte das sein? Weihrauch, Gold, Myrrhe? Das kleine Mädchen rümpfte sein kleines Näschen und ward an Heizöl erinnert.
Von Tag zu Tag wurde der Geruch immer schauriger. „Herbei, herbei, der Vermieter muss kommen!“ riefen alle. Und so versprach der Gerufene seinen baldigen Besuch. Das Mädchen und seine Kollegen weinten aber gar sehr, da er sein Versprechen nicht zu halten schien. Deshalb beschloss das kleine Mädchen, alle wieder glücklich zu machen: Es zündete ein Räuchermännchen an und ließ den Duft durch das ganze Gebäude ziehen! Wie waren da alle Herzen wieder froh – auch das des Vermieters, der in diesem Moment das Gebäude aufsuchte und nur feststellen konnte, dass es nach Gold, Weihrauch und Myrrhe roch…
In diesem Sinne,
frohes Fest!
Die Scheil


