Archiv für die Kategorie ‘Literatur’

Die drei ??? – Schrecken aus dem Moor

November 19, 2008

Ich bin ja sowas von nicht auf dem Laufenden! Gerade noch versuche ich, die letzten verbleibenden Lücken bei „Feuermond“ zu hören, da erfahre ich, dass „Schrecken aus dem Moor“ bereits als Hörspiel auf dem Markt ist! Am Wochenende werde ich mal reinhören.

Ich freue mich sehr auf diese Folge. Das Buch habe ich vor ein paar Wochen gelesen, und die Geschichte ist gut! Autor Marco Sonnleitner muss ein Fan von Peter Shaw sein, denn diese Folge ist wie für ihn gemacht. Man stelle sich vor: Peter „der Schisser“ Shaw verdingt sich als Nachtwächter in einem Museum. Wer hat denn da den Bock zum Gärtner gemacht? Die Frage, wer den Käse zum Bahnhof gerollt hat, will ich gar nicht erst stellen. Auf jeden Fall: Peter hütet also im Museum ein, und zufällig gibt es da eine Moorleiche als Exponat. Erfahrene Hörer wissen längst, was jetzt kommt: Diese Leiche macht des Nachts kleine Spaziergänge durch das Museum, stöhnt und kratzt an Türen, hinter denen sich der Nacht“wächter“ Shaw verschanzt hat. Erinnert mich irgendwie an mein letztes Zu-Fuß-Geisterbahnerlebnis. Peter hat natürlich die Hosen voll, und so müssen seine Freunde ihn befreien und zugleich das Geheimnis dieser Leiche lüften.

Wirklich, ein tolles Buch! Ich bin gespannt auf die Vertonung!

Die Scheil

Das aktuelle Buch: Die drei ??? – Fluch des Piraten

April 20, 2008

Der „Fluch des Piraten“ beginnt vielversprechend:

Die drei Detektive aus Rocky Beach werden von einer Filmfirma gebeten, geeignete Drehplätze auf einer einsamen Insel zu suchen. So oder so ähnlich fangen auch einige Klassiker der Reihe (etwa das „Gespensterschloss“ oder die „Geisterinsel“) an, und „Fluch des Piraten“ braucht den Vergleich mit diesen Meisterwerken der Jugendliteratur nicht zu scheuen! Die Drehortsuche wird zur Schatzsuche, und schnell wird klar, dass die drei ??? nicht allein auf der Insel sind. Es beginnt ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel, an dessen Ende nicht nur der Schatz gefunden und eine Detektivkollegin befreit, sondern auch der obligatorisch beleidigende Schurke (er nennt Justus „Speckhals“, mal was anderes!) dingfest gemacht wird.

Ich bin schon sehr gespannt auf die Vertonung! Die Story jedenfalls hat das Potential zur Lieblingsfolge, auch wenn der Titel mit dem Inhalt mal wieder nicht zuviel gemein hat.

Die Scheil

Bestseller: Und morgen bringe ich ihn um! (Katharina Münk)

April 8, 2008

Neulich bin ich auf einem der wundervollen Bahnhöfe dieser Republik gestrandet und habe mir kurzerhand zum Zeitvertreib ein Buch zugelegt, von dem ich schon gehört hatte.

Hinter dem Pseudonym „Katharina Münk“ verbirgt sich eine Top-Sekretärin, die 18 Jahre in den chefigsten Chefetagen Deutschlands gedient und dabei so einiges gesehen hat. In dieser Zeit hat sie 9 Chefs abgearbeitet, was in gewisser Hinsicht nicht unbedingt für sie spricht. Sie hat ihre Ansprüche, das macht sie klar, während sie in diesem Buch mit ihren anonymisierten Arbeitgebern abrechnet.

Das Buch liest sich außerordentlich gut – ich habe nur vier Tage gebraucht. Es macht auch Spaß. Einzig der Inhalt hat mich etwas enttäuscht. Für mich waren keine spektakulären Entdeckungen zu machen. Es werden im Wesentlichen alle Klischees bestätigt, die man so über Topmanager haben kann: Golfspielen mit Geschäftspartnern, Pay-TV von der Geschäftsreise über die Firma abrechnen, Frauengeschichten usw.

Eines muss ich Frau Münk aber doch zugestehen: Dass ein Chef mit einer Schusswaffe auf seine Sekretärin zielt, habe ich selbst bei bunte.online noch nicht gelesen. :-)

Die Scheil

„Literatur“kritik: Spiel des Schicksals (Barbara Wood)

März 16, 2008

Warnung, Warnung vor dem Buche!

Dieses Buch (auch bekannt unter den etwas weniger schnulzigen Titel „Das Geheimnis der Pyramiden“) ist wirklich das Allerletzte. Zu meiner Entschuldigung kann ich anführen, dass ich es vor Jahren von einer wohlwollenden Buchladenangestellten geschenkt bekommen habe. Schließlich ist es – warum auch immer – ein absoluter Bestseller.

Ich denke, ein Arztroman oder die Neue Post können nicht schlimmer sein.

Da haben wir eine Krankenschwester, die seit Jahren allein lebt, sich irgendwie zum Chefarzt hingezogen fühlt, sich aber nicht binden will. Zu ihrer Schwester hat sie seit Jahren kaum noch Kontakt. Da ruft diese plötzlich und unerwartet an, redet unverständliches Zeug, und unsere Krankenhausbedienstete macht sich auf die Suche nach der besagten Blutsverwandten. Sie reist von Amerika nach Europa und nach Afrika (oder umgekehrt), wird in eine zwielichtige Sache verwickelt und von Vermutungen geplagt: „Ist meine Schwester etwa kriminell geworden?“ Auf ihrer aufregenden Suche wird sie von einem Amerikaner, den sie zufällig kennengelernt hat, beschützt. Und dann ist da ein zwielichtiger Araber. Nachdem sie eine leidenschaftliche Nacht mit ihrem Landsmann verbracht hat, entpuppt er sich urplötzlich als Bösewicht, und der Araber ist natürlich eigentlich ein Guter, in dem sie durch die Irrungen und Wirrungen dieser Schmonzette ihren Partner für’s Leben entdeckt.

Ich habe mich selten so sehr über ein Buch geärgert. Dass die Hauptdarstellerin die Charaktere der beiden Männer falsch einschätzt, ist von Anfang an ziemlich offensichtlich. Keine Überraschungen, alles recht vorhersehbar.

Tipp: Finger weg!

Die Scheil

Buchempfehlung: Die drei ??? – Stadt der Vampire

Februar 19, 2008

In meinem Valentinssocken war passend zur Nachricht, dass die drei ??? demnächst wieder per Hörspiel ermitteln, eine der wohl zukünftigen Buchvorlagen. Und ich muss sagen, dass ich mich schon sehr auf die Vertonung von „Die drei ???: Stadt der Vampire“ freue.

Da geistert doch tatsächlich eine große Fledermaus durch etwas, was man in den USA wohl Ortschaft nennt. Leuten wird Blut abgezapft, und unsere drei wackeren Helden nehmen die Jagd nach dem Vampir auf.

Sehr zum Missfallen von Peter „dem Schisser“ Shaw gibt es dann noch Verbindungen nach Rumänien und zu Graf Dracula, die gerade ihm einiges an Selbstbeherrschung abverlangen.

Das Buch ist spannend geschrieben. Da ist Marco Sonnleitner ein guter Wurf gelungen. Seine Bücher schneiden bei den Fans ja öfters nicht so gut ab.

Toll ist auch, dass man bis zum Schluss eigentlich keinen Verdächtigen ausmachen kann, so dass die Lösung des Rätsels auf jeden Fall eine Überraschung sein dürfte.

Einfach mal lesen!

Gruß, die Scheil

Literaturtipp: Buntschatten und Fledermäuse (Axel Brauns)

Januar 26, 2008

Vor Jahren habe ich Axel Brauns in einer Talkshow gesehen. Er war dort eingeladen, um über sein Buch zu berichten. Und ich war so angetan, dass ich dieses Buch auch gekauft habe.

Axel Brauns leidet seit seiner Kindheit am Asperger-Syndrom, einer abgeschwächten Form des Autismus. In „Buntschatten und Fledermäuse“ beschreibt er seine Schwierigkeiten mit den gesunden Menschen und wie er in diese für ihn fremde Welt einfach nicht vordringen kann.

Am Anfang ist das Buch etwas zäh, weshalb ich immer mal wieder ein paar Kapitel gelesen und es dann wieder weggelegt habe. Nun aber (nach fünf Jahren!) habe ich es endlich ausgelesen, und es hat sich gelohnt!

Als Axel älter wird, verändert sich seine Wahrnehmung. Immer häufiger versteht er, was andere zu ihm sagen, wenngleich er nicht immer begreift, was das alles zu bedeuten hat.

„Axel, sei doch kein Frosch!“ – Nein, ich wollte kein Frosch sein.

„Axel hat Schlag bei den Mädchen!“ – So eine Unverschämtheit, ich habe noch nie ein Mädchen geschlagen.

„Dein Taschengeld kannst Du auf den Kopf hauen.“ – Es war ein schönes Gefühl, wie die Münzen über meinen Kopf rollten, aber mit den Scheinen war das nicht interessant.

Im Laufe der Jahre macht Axel sich. Er jobbt als Kreuzworträtseldesigner und begreift die Schule als Zeitverschwendung, weshalb er das Abitur vorzeitig und mit Bestnoten abschließt. Der „Dummbart“, wie ihn sein Bruder gerne nennt, versteht es nämlich ausgezeichnet, alles mögliche auswendig zu lernen, auch wenn er viele Zusammenhänge nicht begreift. Nach der Schule studiert er sogar, bricht das Studium aber ab, um den Bestseller „Buntschatten und Fledermäuse – Leben in einer anderern Welt“ zu schreiben.

Am Ende des Buches ist Axel ca. 20 und findet sich im Leben eigentlich gut zurecht. Nur die Gefühlswelt anderer bleibt ihm immer ein Rätsel. Warum es schlimm ist, dass sein Vater auf den Friedhof umzieht, wird ihm nicht klar. Und wie bei „Rainman“: „Axel, wie war Dein erster Kuß?“ – „Feucht.“

Die Scheil

Literaturspartipp: Der Fänger im Roggen (Salinger)

Januar 7, 2008

Ich lese Weltliteratur. Und wer mit mir im Deutschkurs saß, der weiß, was mit mir passiert, wenn ich Weltliteratur lese: Ich find’s zum Kotzen! Aber der Reihe nach.

Der Fänger im Roggen oder auch The Catcher in the Rye, wie ich es gelesen habe. Es ranken sich Mythen um dieses Buch. Attentäter und Massenmörder tragen es mit sich herum, bezeichnen sich selbst als Fänger im Roggen. Das klingt doch spektakulär, also habe ich all meine spärliche Erfahrung mit Weltliteratur beiseite gelegt und das Buch ausgeliehen.

Eins vorweg: Ich habe drei Monate für das Büchlein gebraucht (okay, dazwischen kam der Étranger).

Ich steh auf Bücher, die irgendwie spannend sind oder eine interessante Handlung haben. Trifft beides nicht auf den Fänger im Roggen zu.

Zur Sache: Hauptdarsteller ist ein gewisser Holden Caulfield, ca. 15 Jahre alter Schulversager aus New York, der gerade mal wieder kurz vor Weihnachten aus dem Internat geflogen ist. Da er sich nicht traut, vorzeitig nach Hause zu fahren, treibt er sich drei Tage lang in der Stadt herum, die angeblich niemals schläft. Aber weit gefehlt! Holden langweilt sich eher, kommt nicht in Bars rein, muss immer Cola trinken und lernt keine Frauen kennen, weil er ja noch so jung ist. 220 Seiten lang. Sonst passiert nix!

Holden ist ein ziemlich negativer Typ. Er findet alles und jeden scheiße und würde am liebsten mal so richtig aufräumen. Jaja, die Pubertät kann schon schlimm sein. Was es mit diesem Fänger im Roggen auf sich hat, kann ich nur vermuten. Es gibt da so ein Kinderspiel, bei dem man aufpassen muss, dass man nicht vom Spielfeld abkommt. Holden sagt, er wäre beruflich gerne der Fänger im Roggen, was wohl bedeuten soll, dass er all diejenigen einfangen (bestrafen?) will, die aus der Gesellschaft ausbrechen. Und das sind für ihn ja fast alle Leute. Da kann man schon mal zum Massenmörder werden! Wird er aber nicht.

Was klasse an dem Buch ist: Salinger versteht es, einem diesen wirren Charakter von Holden verständlich näher zu bringen. Was etwas zäh an dem Buch ist: Es hat keinen Spannungsbogen.

Fazit: Wer eine schlimme Pubertät hatte, der wird Holden verstehen und braucht deshalb das Buch nicht groß zu lesen. Wer eine erfreuliche Jugend hatte, der wird Holden nicht verstehen und kann das Buch gleich bleiben lassen.

Also: Kann man sich sparen!

Gruß, die Scheil

Bücherkiste: L’étranger (Camus)

Oktober 27, 2007

Französisch aufpeppen, aber wie? Ich hab mir mal ein klassisches Stück Schullektüre vorgenommen. Das mit dem Lesen hat ganz gut geklappt, obwohl ich eigentlich seit mehr als 10 Jahren nur noch am Rande mit der Sprache zu tun hatte. Jedenfalls kann ich jedem, der sich da auch mal etwas fortbilden möchte, dieses Buch empfehlen.

Ich hasse Reclam-Bücher. Schlimmer ist nur das Design von Suhrkamp. Aber vom étranger gibt es eine Reclam-Ausgabe, die es einem einfach macht, das Buch zu lesen. Auf jeder Seite findet man in den Fußnoten einige Vokabeln, die man vielleicht nicht unbedingt auf der Pfanne hat. Außerdem gibt es einen deutschen Anhang, in dem das wichtigste zusammengefasst ist und man noch ein paar Interpretationshilfen findet, sollte man je welche brauchen.

Zur Geschichte: Hauptdarsteller und Erzähler ist ein gewisser vornamenloser Meursault, offenbar ein Franzose, der in der Nähe von Algier lebt. Jedenfalls ist er kein Algerier. Das Buch ist in zwei Teile geteilt. Im ersten Teil erfährt man, dass seine Mutter im Altersheim stirbt, Alter unbekannt. Meursault vermutet, dass sie in den Sechzigern war. Genau weiß er es aber nicht. Extrem traurig ist er jetzt auch nicht. Es wäre ihm aber schon lieber gewesen, sie wäre nicht gestorben. Am Abend nach der Beerdigung trifft er eine alte Freundin wieder und springt mit ihr in die Kiste. Die beiden werden ein Paar. Auf die Frage, ob er sie liebt, bekommt sie zu hören: „Keine Ahnung, ich glaube nicht.“ Trotzdem wollen sie heiraten, weil sie es so möchte. Man merkt es sicher schon: Der Typ ist emotional total verkackt, insofern also auch abgesehen von seiner Herkunft ein étranger. Außerdem ist er noch mit einem Zuhälter mehr oder weniger befreundet. Letzterer hat Probleme mit Arabern. Bei einem Strandausflug kommt es zu einer unangenehmen Begegnung zwischen Meursault und dem Zuhälter auf der einen und den Arabern auf der anderen Seite. Und dann spielt sich das ab, was „The Cure“ so treffend in ihrem Song „Killing an Arab“ beschreiben. Meursault leidet unter der Sonne und der Hitze (quelle chaleur! :-) ), und er knallt einen der Araber ohne großen Grund einfach ab. Geht ihm emotional mal wieder am Arsch vorbei. Hier endet Teil 1.

Teil 2 spielt im Knast. Meursault legt keinen Wert darauf, durch fadenscheinige Entschuldigungen eine geringere Haftstrafe herauszuschlagen und sagt dem Gericht unumwunden, wie es war. Quelle chaleur! Sein untalentierter Anwalt hatte ihm 2-3 Jahre in Aussicht gestellt, aber da Meursault vor den Geschworenen eine derart schlechte Figur abgibt (trauert nicht richtig um die Mutter, lacht sich direkt ein Verhältnis an, ist mit einem Zuhälter befreundet), bekommt er dann doch die Todesstrafe. Und wieder nimmt er alles so hin, wie es kommt. Er verzichtet auf einen Priester, da er nicht an Gott glaubt, was den Pfaffen am Vorhandensein einer Seele zweifeln lässt. Am Ende des Buches stellt Meursault sich vor, wie es sein wird, durch die johlende Menge aufs Schafott geführt zu werden. Und dann ist das Buch auch schon vorbei.

Die Geschichte ist nicht ganz unmerkwürdig, liest sich aber gut und ist zur Auffrischung der Sprache total gut geeignet.

Scheilo

Buchbesprechung: Herbert Rosendorfer – Deutsche Geschichte, ein Versuch (Band I-III)

September 24, 2007

Ich habe wieder gelesen. Das letzte Jahr über. Vor ziemlich genau einem Jahr feierte die Friddrisch nämlich ungefähr ihren 25. Geburtstag, und völlig uneigennützig bekam sie von der versammelten Kollegenschaft die ersten drei Bände von Herbert Rosendorfer, „Deutsche Geschichte – ein Versuch“. Nachdem es dann auf besagter legendärer Party eine Schnitzeljagd gab, in deren Verlauf ich meine komplette Mannschaft verlor und erst nach etwa einer Stunde wieder traf, dachte ich mir, ich könnte mir doch mal das selbst geschenkte Geschenk ausleihen.

Also, Herr Rosendorfer ist eigentlich Jurist. Erstaunlich, man kennt ja so wenige… :-) Jedenfalls hat er sich der Historienforschung verschrieben und sich zum Ziel gesetzt, ein Werk zu verfassen, welches die deutsche Geschichte zwar nicht light, aber doch für jeden verständlich darstellen soll. In Band I, der die Chlodwigs und Hermanns dieser Welt beschreibt, ist ihm das auch gut gelungen, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass über die früheste Vergangenheit der Deutschen wenig überliefert ist. Der Stil ist recht unterhaltsam, und Herr Rosendorfer macht keinen Hehl daraus, dass er die katholische Kirche für ein Übel hält.

In Band II wird es dann schon etwas schwieriger. All diese Ludwigs und Heinrichs, die es da zu unterscheiden gilt, verlangen dem Leser doch einiges an Geduld und Aufmerksamkeit ab. Alles in allem muss man wohl sagen, dass dieser Band zu viele Details enthält, als dass man einigermaßen mitkommen könnte.

Band III befasst sich ausschließlich mit der Reformationszeit. Er liest sich wieder besser als Band II und wird vor allem gegen Ende hin wieder recht amüsant.

Herr Rosendorfer besticht durch ein schier unglaubliches Geschichtswissen, welches man nur schwer ansammeln kann, wenn man nicht selbst dabei war – Hut ab! Die ständige Kritik an der katholischen Kirche mag manch einem übel aufstoßen. Und leider muss ich auch sagen, dass die Ankündigung des Klappentextes, es handele sich um Geschichte für Einsteiger, eigentlich nur auf das erste Buch zutrifft. Dennoch kann ich die ersten drei Bände jedem empfehlen, der ein bisschen Vorwissen und Ausdauer mitbringt.

Aktuell besteht das Werk aus fünf Bänden, ist aber wohl noch nicht komplett. Mal sehen, vielleicht hat die Friddrisch zum 26. oder so ja Band IV bekommen…

Die Scheil

Buchbesprechung: Die drei ??? und das versunkene Dorf

August 30, 2007

Es sind harte Zeiten angebrochen für uns Fans der erfolgreichsten Hörspielserie der deutschen Mediengeschichte. Wie verzweifelt ich bin, kann man daran sehen, dass ich nun mal ein Buch von den drei Jungs aus Rocky Beach gelesen habe. Die Wahl fiel auf „Das versunkene Dorf“, ein Buch, das bisher nicht vertont werden konnte und von „Starautor“ André Marx geschrieben wurde.

Das schöne an den Kosmos-Büchern ist, dass sie 128 Seiten umfassen, großzügig geschrieben sind und man sie eigentlich an einem Tag durchlesen kann, wenn man etwas Zeit hat.

Zur Geschichte:

Die drei ??? treffen in Ridgelake, Oregon auf einen See, der tatsächlich nachts leuchtet und auf einen alten Mann, der in selbiges Gewässer steigen möchte. Was geht da vor? Der See leuchtet, weil zwei Taucher in der Nacht den See nach einem kleinen Kästchen absuchen. Das kommt schon ziemlich schnell raus. Aber die Alten von Ridgelake (der Ort ist vom demografischen Wandel gebeutelt im Sinne von Rainald Grebes „Brandenburg“) haben ein Geheimnis. Das alles liegt 50 Jahre zurück, und die Lösung des Falles liegt buchstäblich auf dem Grunde des Sees…

Viel Spaß damit,

die Scheil a.k.a. Mihai Eftimin d.J.