Archiv für die Kategorie ‘Fernsehen’

Lindenstraße: Ex-Knacki Steffi

November 13, 2009

Da geht einem doch geradezu das Herz auf! Wie sehr nerven Hans Beimer und seine „Schöne“ Anna Jenner-Ziegler-Beimer seit Jahren den Zuschauer mit den tolerantesten aller Weltanschauungen, mit der größten aller Zivilcouragen und mit den tadellosesten aller Charakterzüge. Gut, das ist ein bißchen einseitig. Immerhin hat Hans für Anna Taube und Küken verlassen und damit Fernsehdeutschland geschockt. Und dass Anna nun wegen Totschlags einsitzt, kommt  ja auch nicht von ungefähr. Dennoch sind Hans und Anna  in der Fangemeide geradezu verschrien als Gutmenschen.

Und nun fällt ihnen ihr Gehabe doch tatsächlich in Gestalt ihrer Tochter Sarah auf die Füße. Die macht ihren Eltern alle Ehre (ein Traum von einer Jurastudentin!) und engagiert sich in der Resozialisierung einer Doppelmörderin.

Und das kam so: Anna hat einmal monatlich Freigang aus dem Knast und hat nichts besseres zu tun, als erstmal eine gerade entlassene Freundin mit zur Familie zu bringen. Das Verhältnis der Frauen ist reichlich undurchsichtig, und dass Freundin Steffi zwei Menschen auf dem Gewissen hat, verheimlicht Anna ihrer Familie auch zunächst. Dieses Verantwortungsbewusstsein bringt einen ja fast um den Verstand…

Jedenfalls hat Steffi weder Unterkunft noch Plan, und so stellt Tochter Sarah die Forderung auf, Steffi solle doch einfach für einige Zeit bei der Familie unterkommen. Annas Frage „Für immer?“ mutet da reichlich merkwürdig an, aber irgendwie scheint Steffi was bei ihr gut zu haben. Hans ist aber von der Idee nicht begeistert, sodass Stieftochter Sarah ihn daran erinnern muss, dass man ja auch schon eine Illegale versteckt und ein Straßenmädchen aufgenommen habe. Tja, irgendwann bekommt man die Quittung für die vermeintlich guten Taten…

Und so kommt es, dass Steffi nun nach 12 Jahren Knast (übrigens ein nicht uninteressantes Strafmaß für einen Doppelmord durch eine Heranwachsende) bei Ziegler-Beimers einzieht.

Der Zuschauer sieht bereits Ärger aufziehen. Mir würde das gefallen, wenn das ewig politisch korrekte Gehabe einiger Charaktere ausnahmsweise mal nach hinten losgehen würde.

Die Scheil

Balsam auf die Seele des Intensiv-Zuschauers – Vom televisionären Untergang des Abendlandes

Oktober 13, 2008

Wie nett, dass endlich mal aus sachverständiger Ecke die überfällige Kritik am Fernsehprogramm geübt wurde. Marcel Reich-Ranicki regt sich medienwirksam auf, und plötzlich ist die Diskussion im Gange.

Ich lamentiere ja auch schon lange herum, bin aber auch bekennender Fernseh-Junkie und deshalb vom Verfall des Programms besonders betroffen.

Mittlerweile gibt es zahlreiche „Formate“, für die sogar ich mir zu schade bin. Als da wären: Gerichtsshows jeglicher Form und Farbe nebst Ablegern wie „Lenzen und Partner“, was für ein Scheiß. Außerdem habe ich genug von Vaterschaftstests, bei denen mindestens drei Herren als Erzeuger herhalten sollen, die 16jährige Mandy aber natürlich Stein und Bein schwört, nur mit einem in der Kiste gewesen zu sein, dann aber unheimlich erleichtert ist, dass es tatsächlich der von ihr Bezichtigte ist, woraufhin sich alle anderen abklatschen usw.

Noch blöder als Abstammungsuntersuchungen finde ich „Lügendetektortests“, bei denen man erst unpopuläre Antworten gibt, dafür vom Publikum ausgebuht wird, dann aber beklatscht wird, weil man wenigstens die Wahrheit gesagt hat. Es gab mal Zeiten, da war das noch eine Selbstverständlichkeit.

Und jetzt kommt ein Hilferuf: Wenn die folgenden Sendungen im Fernsehen laufen, dann rufe man mich bitte an und hindere mich so am Ansehen. :-)

1. Deal or no Deal: Sogar bei der Glücksspirale muss man mittlerweile mit keinerlei Niveau mehr rechnen. Eine sinnentleerte Kofferschau, in der erst Geld in Koffern versteckt wird und sich der Kandidat dann einen davon aussucht in der Hoffnung, möglichst viel Patte nach Hause zu tragen. Soweit so gut. Nur dann muss der arme Tropf nach und nach alle anderen Koffer aufmachen, um zu sehen, was er alles nicht gewonnen hat, und je nach aktuellem Marktwert will ihm ein geheimnisvoller „Banker“ sein ausgewähltes Gepäckstück abkaufen. Sowas ähnliches gab es bereits mit „Geh auf’s Ganze“, nur mit mehr Schwung und 3 Toren statt 26 Koffern. Und dann sitzen da noch ein paar Freunde („Berater“) des Kandidaten auf einem Sofa, die ihm bei der Entscheidung helfen sollen, welchen Koffer er als nächstes aufmachen soll. Huuhh, was soll das?

Sendung Nr. 2 habe ich kürzlich entdeckt, ist neu. RTL2 definiert mal wieder die Grenzen des Niveaus neu mit „Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit“. Lügendetektorspielchen, Unterkante Menschenwürde. Da sitzt ein Mensch im Studion mit gehörten 100 Zuschauern und ein paar Freunden, die wie bei der Koffershow ein Extra-Sofa besetzen. Dann werden kompromittierende Fragen gestellt, und je mehr man wahrheitsgemäß beantwortet, desto mehr Kohle gibts. Es beginnt mit lapidaren Fragen wie „Finden Sie sich gutaussehend?“ und steigert sich über Indiskretionen wie “Haben Sie schon mal Freunde eingeladen, um nicht mit Ihrer Frau allein sein zu müssen?“, „Haben Sie schon mal behauptet, einen HIV-Test gemacht zu haben, obwohl das gelogen war?“ und „Finden Sie Ihre Partnerin auch ohne Make-up attraktiv?“ zu Schlägen ins Kontor wie „Lieben Sie eines Ihrer Kinder mehr als das andere?“ „Ist Ihre Beziehung erfüllt?“ Die von den Fragen Betroffenen sitzen natürlich auf dem Begleitersofa und kriegen die volle Packung mitten in die Fresse rein. Das Publikum buht wie gewohnt bei Antworten, die man sich lieber erspart hätte, beklatscht dann aber doch jede wahrheitsgemäß beantwortete Frage. Für 21 Fragen gibt es sage und schreibe ganze 25.000 Euro. Übrigens kennt der Kandidat die Fragen, sodass bei mir Folgendes bislang unbeantwortet blieb:

„Huuhh, was soll das?“

Die Scheil

Nightwash in Wilhelmshaven

Januar 31, 2008

Niiiightwashhhh, Niiiightwahahashhhhh…

Wer kennt sie nicht, die Stand-up-Comedyshow, die auf Comedy Central läuft und bereits so zweifelhafte Gestalten wie Mario Barth zum Durchbruch verholfen hat? Das Konzept ähnelt dem Quatsch Comedy Club, mit dem Unterschied, dass die Show in einem Waschsalon (meist in Köln) stattfindet und das der Moderator lässig und lustig ist.

Und da Nightwash so beliebt ist, geht die Show jetzt immer mal wieder auf Tour. Gestern: Nautilus, Wilhelmshaven. Zwei Stunden Gelächter für 13 €. Wer wollte, konnte für weitere 9 € vorher noch das Buffet stürmen. Wir haben uns auf den Teil mit den Darbietungen beschränkt.

Also saßen wir da und harrten der Dinge. Hm, kein bekanntes Gesicht zu sehen. In Bühnennähe drückte sich immer ein schräger Typ herum mit einem Damenschal um den Hals und einer ziemlich tief sitzenden Jeans, die den Blick auf nicht besonders kleidsame Unterwäsche freigab. Meint der das ernst, oder ist das ein Comedian? Nun, er meinte es wohl ernst, denn er entpuppte sich als Techniker.

Als es losging, musste ich erstmal eine herbe Enttäuschung einstecken: Mein Lieblingselement der Sendung – „Die Band“ – war nicht dabei! Und auch den Moderator hatte ich noch nie gesehen. Aber einen der vier anderen Spaßvögel hatte ich zumindest schon mal im Fernsehen mit seinem Rap „Fischers Fritz fischt frische Fische, frische Fische, Fischers Fritz fischt frische Fische, frische Fische, Fischers Fritz fischt frische Fische, er fischt frische Fische! Yo, Yo!“ gesehen. Obwohl ich die Nummer schon kannte, hätt’s mich fast vom Stuhl gehauen!

Der Abend war ein einziger Schenkelklopfer. Tolle Gags am laufenden Band. Selten soviel beim Lachen geheult, und selten solche Schmerzen in der Gesichtsmuskulatur gehabt. Hat sich voll gelohnt, da geh’ ich wieder hin!

Und es gab auch ein paar Antworten auf Fragen, die die Welt bewegen:

„Als Gott die Intelligenz verteilt hat, riefen wir Männer: ‘Super, das nehmen wir mit! Pack’s mal alles in den Sack!’ „

„Emanzipation? Da gibt’s doch was von Ratiopharm!“

„Warum kann man mit Frauen über 30 nicht Verstecken spielen? Weil die keiner sucht!“

Schön, dass das noch geklärt werden konnte.

Die Scheil

Realitätsnahe Fernsehserie? Letzte Woche in der Lindenstraße…

November 14, 2007

… offenbarte sich „Sarah Ziegler“, leibliche Tochter des erhängten Friedhelm, bulimiegeheilte große Tochter der „Schönen“ *igitt*, als brandneue Jurastudentin. Früher: Jeans, T-Shirt, dicker Pulli an Mann! Heute: Jeans, fesche Blazer-Jacke und Ohrringe. So sehen also heute Jurastudenten aus. Naja, auf alle Fälle besser als die „Perlhühner“ meiner Tage, aber als „Sarah“ dann sagte, es sei alles total spannend, man müsse aber auch ganz schön was tun (nach drei Wochen!!!), wurde mir klar, dass ich offenbar aus einen anderen Zeitalter stamme. Damals, im letzte Jahrtausend, hat man als Jurastudent im Semester auf der faulen Haut gelegen und in der Ferien den größten Stress seines Lebens bei den Hausarbeiten gehabt. Anstrengend wurde es frühestens im fünften Semester. Oder etwa nicht?

Ich lasse mich da aber auch gerne belehren. Wenn also einer der lesenden Juristen was zum Thema beisteuern möchte – gerne!

Ass. iur. Scheilo Scheil

Besten Dank, RTL! (Großer Preis von Japan)

September 30, 2007

Heute Nacht lief ja das Formel 1-Rennen in Fuji. War leider etwas zu früh bzw. zu spät für mich, also wollte ich mir die Wiederholung um 12:45 Uhr laut Fernsehzeitung reintun. Um etwa 12:20 Uhr habe ich mal die Flimmerkiste angemacht, und auf RTL drehten doch tatsächlich flinke kleine Autos ihre Runden im Sprühregen! Sauerei, die Übertragung hatte schon angefangen! Da dachte ich mir, schau ich doch mal in den Videotext, was da los ist. Aus der Vergangenheit wusste ich, dass RTL nie ein Rennergebnis im Videotext bekannt gibt, wenn die Wiederholung noch nicht vorbei ist. Sonst wär’s ja auch blöd. Also, ich drücke 100 auf der Fernbedienung um festzustellen, dass die Ausstrahlung entgegen der Ankündigung schon um 11:50 Uhr begonnen hatte. Wie gesagt, Sauerei! Und was mussten meine Äuglein noch erblicken? „HAMILTON GEWINNT IN JAPAN“. Ja, besten Dank, da konnte ich mir das Rennen ja fast sparen…

Die angekündigten Highlights sind auch ausgefallen, obwohl dieses Mal wirklich viel auf der Strecke passiert ist. Statt dessen: 2 Folgen A-Team.

 RTL, Du kannst mich gerade mal!

Die Scheil

Lindenstraße: Was ist bloß mit Hanne los?

August 26, 2007

Hannelore Siekmann, vierter Frühling von Doc Lu, zartes Pflänzlein und scheues Reh – sie birgt ein Geheimnis, wie der aufmerksame Besucher der Lindenstraßen-Homepage schon lange weiß. Heute nun war sie gar so verstört, als sie Jack the Ass traf. Was geht da wohl vor? Ist sie etwa eine verlorene Patentante der verlorenen Seele Jack? Ich hoffe mal nicht, denn der Denver-Clan ist doch eigentlich schon vorbei.

Die Scheil

Kultur: Kahlschlag in der Lindenstraße?

Juni 13, 2007

Hallo zusammen,

ich bin gebeten worden, doch mal was über die beste Serie der Republik zu schreiben. Dass es sich dabei nur um die Lindenstraße handeln kann, muss ich wohl nicht extra erwähnen.

Wenn man sich so die Entwicklungen im letzten Jahr ansieht, dann fällt einem auf, dass sich ziemlich viele Figuren mehr oder weniger aus der Serie verabschiedet haben. Viele Fans hatten schon lange auf eine Entschlackung gepocht, und jetzt ist sie wohl da. Rekapitulieren wir, wen haben wir alles verloren in der letzten Zeit?

* Es ging letztes Jahr im Frühling los mit Jan Günzel, der seine Frau Iffi Zenker-Günzel und damit auch die Lindenstraße verlies, nachdem er erfuhr, dass Antonia „die Termite“ Günzel nicht von ihm, sondern von Momo „der Filzfrisur“ Sperling abstammt.
* Marion Beimer verlies zum wiederholten Mal die Serie, diesmal in Richtung Frankfurt/Oder, um sich davon zu erholen, dass Alex „der Feigling“ Behrend sie vor dem Altar hatte stehen lassen.
* Else Kling starb den lange vorbereiteten und wohlverdienten Serientod.
* Die Kreischerin Urszula „Usch“ Winicki, Irina Winicki und Christian Brenner wanderten spontan für ein Jahr nach Neuseeland aus. Die Formalitäten waren innerhalb weniger Folgen geregelt, und ab ging’s! Mal sehen, wer dann wann tatsächlich wieder kommt.
* Fabian „Prinz Valium“ Feldmann warf die Flinte ins Korn, nachdem Sarah Ziegler mit ihm nicht in die Kiste wollte.
* Felix Vogt-Flöter, HIV-positiver Adoptivsohn von Dr. Carsten Flöter, verabschiedete sich gen Berlin, um dort mit seiner Freundin, die man aus dem Marienhof oder so kennt, glücklich zu sein. Mittlerweile ist er mal wieder aufgetaucht.
* Anna Jenner-Ziegler-Beimer ist seit langer Zeit nur noch ab und zu zu sehen. Momentan weilt sie im fernen Wilna, um dort fremde Kinder zu erziehen. Als ob sie nicht vier eigene hätte, die in der Lindenstraße geblieben sind.
* Roberto Buchstab (*schmacht*) ist nach nur wenigen Monaten in der LiStra seinem Motorrad zum Opfer gefallen. Die Todesfolge „Hörst Du nicht die Glocken“ gehört für mich zu den besten überhaupt.
* Jack „Ihr könnt mich mal“ Aichinger, Robertos letzte Liebe, ist daraufhin mit besagtem Motorrad und Robertos Lebensversicherung durchgebrannt. Man darf gespannt sein, wann die wieder auftaucht.
* Georg „Käthe“ Eschweiler-Flöter ist auf dem Ego-Trip und nach New York zum Schauspielunterricht abgehauen, wollte eigentlich nach ein paar Monaten zurück, verlängert jedoch ständig.
* Dr. Carsten Flöter muss für sieben Wochen in den Entzug, weil ihm die Tabletten zu gut schmecken.
* Rosi Skabowski-Koch ist neulich verstorben. War auch alt genug.
* Gabi Skabowski-Zimmermann-Zenker und Andi Zenker wollen ihre Trauer darüber bei einem längeren Italien-Aufenthalt bekämpfen. Wie die das bezahlen, wo sie gerade die Wohnung gekauft haben, ist mir schleierhaft.
* Mary Dankor-Kling-Sarikakis ist weggemobbt worden. Wurde auch höchste Zeit. Ihren Sohn Nikos Sarikakis hat sie gleich mitgenommen. Sehr gut, haben beide nur genervt.

Bestimmt habe ich noch jemanden vergessen, aber die Liste ist ja schon ziemlich lang. Was bekommen wir als Ersatz?

* einen schottischen Professor, der super Lebensmittel bei Nachbarn leihen kann
* Hanne(lore), den vierten Frühling des Dr. Dressler
* Zorro kommt zurück. Mal sehen, ob er Käthe mitbringt.
* Enzo Buchstab rückt nach dem Tod seines Bruders Roberto näher ins Geschehen.
* Birte Tenge-Wegemann, Praxisvertretung des Flöters mit Haaren auf den Zähnen
* einen neuen Stern am Horizont: Carmen H. (siehe unten!) wird in der Folge am 17.06. in besagte Praxis treten und mit einem bestechenden „Grüß Gott“ die Massen für sich einnehmen!

Daneben stehen vielleicht noch ein paar Trennungen im Hause Beimer an.
* Nina Zöllig-Beimer muss jetzt damit klarkommen, dass ihr Mann Klausi „der Waschlappen“ Beimer ihre Freundin Nastya Scholz-Pashenkow geschwängert hat.
* Helga Wittich-Beimer-Schiller-Beimer hat’s gewusst und ihrem Partner Erich „sagen wir mal“ Schiller nichts gesagt. Der ist jetzt maulig und stellt Ultimaten.

Zustände wie im alten Rom (aber das wollen wir ja sehen)!

Die Scheil

Eine kleine Ergänzung zu Carmen H.: Ich habe festgestellt, dass im Fan-Forum „Heinzi“ über meinen Beitrag und insbesondere über die Person der Carmen H. diskutiert wird. Im Heinzi-Forum sitzen viele eingefleischte Fans mit Rückgrat, für die ich große Sympathien hege und denen ich mich vielleicht auch mal irgendwann anschließen werde. Und aus diesem Grunde kann ich natürlich der Verwirrung um Carmen H. nicht einfach ihren Lauf lassen. Jedenfalls: Bei Carmen H. handelt es sich nicht, wie teilweise im Forum angenommen, um die Schauspielerin Carmen Hentschel, sondern um meine Freundin, der ich zum Geburtstag eine Statistenrolle in der LiStra vermittelt habe und in deren Rahmen besagtes „Grüß Gott“ zum Tragen kam. Quasi als Insider-Gag habe ich das in meinen Beitrag aufgenommen und hätte nie gedacht, dass es zu solchen Spekulationen führen würde! :-)

Viele Grüße an die Heinzis!

Thema der Woche: Grenzdebiles (Staatsanwalt Posch ermittelt)

März 21, 2007

Liebe Freunde der Scheilo-Ranch,

in meinem Blog werde ich Euch zukünftig mit allerlei Kram zumüllen, der mich so beschäftigt.

Mein aktuelles Thema beschäftigt sich mit den neuesten Angeboten im TV. Gestern bin ich mal etwas früher von der Arbeit nach Hause gegangen, und wie ich da so auf dem Sofa rumlag, dachte ich mir, ich lasse Sinn und Verstand mal beiseite und mache mitten am Nachmittag die Glotze an. Und was musste ich da sehen? Neues aus der Sparte „Gerichtsshows“. Wer mich kennt, der weiß, dass ich fernsehmäßig weitgehend schmerzfrei bin, aber Gerichtsshows ertrage ich schon lange nicht mehr. Vielleicht liegt’s am Beruf. Jedenfalls dachte ich mir, einer neuen Sendung namens „Staatsanwalt Posch ermittelt“ könnte ich mal eine Chance geben. Schließlich war das „Familiengericht“ für meine Begriffe anfangs auch ganz unterhaltsam, und Staatsanwalt ist ein toller Beruf. Doch was kam dann? Von den anderen Sendungen ist man ja gewöhnt, dass zumindest die Robenträger einigermaßen glaubwürdig rüberkommen – vielleicht mit Ausnahme vom Matlock für Arme Ingo Lenßen -, aber selbst das ist wohl für 16:00 Uhr zuviel verlangt. Eigentlich sollen diese „Formate“ doch so etwas wie Improvisationstheater sein, aber Herr StA bekommt es nicht einmal hin, gängige Sätze aus dem Alltag im Sinne von „Ihr Mandant ist schuldig!“ überzeugend über die Bühne zu bekommen. Der Inhalt der Folge hat sich mir nicht erschlossen, da ich mir nur die letzte Viertelstunde (ohne Werbung also ca. 12 Minuten) reingequält habe. Solch komplexe Darstellungen ist man von RTL ja auch gar nicht mehr gewöhnt. Irgendwie ging es wohl um Prostitution und Menschenhandel. Als Nebendarsteller waren zwei klischeehafte Zuhälter zu sehen, einer mit schmierigen Haaren, südländischem Phänotyp und einem ziemlich unpassenden Namen wie „Klaus Hansen“ oder so, der andere mit ebenfalls schmierigen Haaren und Schlangenlederimitat-Oberbekleidung à la Cora Schumacher. Die zwei wurden zum Ende der Folge von einem SEK überwältigt, wobei man sich fragen kann, warum StA Posch nicht gleich die GSG 9 vorbei geschickt hat.

Fazit: Kann man nicht anbieten!

 

Die Scheil