Global Hero: Meine Erinnerungen an Michael Jackson

Juni 29, 2009 by scheiloranch

Michael Jackson gehört zu den Musikern, die ich in meiner Jugend glühend verehrt habe. Was waren das für Zeiten:

* Wenn ich zurückdenke und mich an das erste Musikvideo erinnere, das ich bewusst verfolgt habe, dann ist das “Billie Jean”. Auch wenn ich lange Zeit nicht wusste, welches Lied es war – die leuchtenden Bodenplatten waren mir in Erinnerung geblieben.

* Etwa um 1990 herum sind wir dann alle ein bißchen ausgeflippt. Die “Bad”-Platte machte die Runde, und auf einer Mädchen-Geburtstagsparty bekam jemand das Video zu “Thriller” geschenkt. Was für ein Werk – bis heute unerreicht! Und so haben wir einen Teil der Feier mit Huldigungen vor dem Fernseher verbracht. Die Königin des Tages war natürlich diejenige, die das Video am häufigsten gesehen hatte. Ich glaube, es war die, die heute als “die Hexe” bekannt ist, und sie hatte es 7mal gesehen.

* 1997 war Peter Pan auf Tournee in Bremen unterwegs. Zwar war seine neue Musik nicht ganz mein Fall, aber da gerade eine Vorlesung ausfiel und wir nichts besseres zu tun hatten, pilgerten ein paar Freundinnen und ich zum Rathausplatz, um den King zu empfangen. Der ganze Platz war voller Menschen, nur Michael erschien nicht zum angekündigten Zeitpunkt. Die “History”-Platte lief einmal komplett vom Lautsprecher, und nix passierte! Die “History”-Platte lief ein zweites Mal durch, und dann kam er! Ein großer schwarzer Wagen fuhr vor dem Rathaus vor, eine partiell vermummte Gestalt nahm ein kurzes Bad in der Menge und verschwand im Rathaus. Minuten später: Henning Scherf und Michael Jackson erscheinen auf dem Balkon, die Menge tobt! Uns Henning: “Mr. Jackson, welcome to Bremen. Äh, these are all your Fans!” Michael zur Menge: “Isch liebe Die!” Sprachs und verschwand. Wow, und wir waren dabei! Danach hetzten wir völlig aufgekratzt zu Strafrecht. Auf dem Weg dahin bin ich noch in einen Radfahrer gekracht, aber das ist nicht weiter berichtenswert.

* Im neuen Jahrtausend mehrten sich dann die unappetitlichen Geschichten. Das Fanherz hält sich die Ohren zu und schreit: “Ich will das nicht hören! Das kann nicht sein!” Doch der Verstand spricht beharrlich: “Nein? Sieh doch mal genau hin.” Da ich mich aber immer nur für den Künstler Michael Jackson und nicht für die Privatperson interessiert habe, waren diese bis heute ungeklärten Vorfälle für mich nicht wirklich relevant.

Genie oder Wahnsinn? Schwarz oder weiß? Rampensau oder scheues Reh?

Als ich letzten Donnerstag nachts (bzw. Freitag am Morgen) um 0:30 Uhr beim letzten Durchzappen bei CNN auf die Nachricht gestoßen bin, Michael Jackson sei der L.A. Times zufolge verstorben, konnte ich nicht ausschalten, bis eine Stunde später die offizielle Bestätigung kam. Zu diesem Zeitpunkt war der herausragendste Pop-Musiker unsere Zeit bereits seit zwei Stunden verstorben.

Irritiert war ich über meine eigene Reaktion, die ich auch bei den meisten Fans in den zahlreichen Fernsehberichten wiederfinden: Keine wirkliche Trauer, mehr ein Andenken an die schönen Zeiten, die man hatte. Ich denke, die Erklärung dafür ist einfach:

Der King of Pop, den Millionen für seine musikalischen Schöpfungen und Ausnahmedarbietungen verehrt haben, ist bereits vor Jahren von uns gegangen.

Scheilo

Kino: Angels and Demons – Illuminati

Mai 22, 2009 by scheiloranch

Zurück aus dem Urlaub habe ich ein Kinoerlebnis mitgebracht. Da ich es nicht abwarten konnte, habe ich mir noch auf der Reise “Angels and Demons” angesehen oder “Illuminati”, wie der Film im deutschen Kino heißt.

Originalversionen sind doch immer etwas schönes. Die Leute sehen mit ihren echten Stimmen gleich ganz anders aus. Und so gefiel mir Tom Hanks wesentlich besser als in “Da Vinci Code – Sakrileg”.

Überhaupt ist der Film gut besetzt. Die meisten Schauspieler habe ich noch nie gesehen. Vor allem “Vittoria Vetra” ist super getroffen. Laut Buch mit herben, aber doch attraktiven Zügen. Jawoll, so sieht die Schauspielerin aus!

Die Handlung wurde im Vergleich zum Buch etwas gestrafft, und die doch reichlich überzeichneten Charaktere wurden geglättet. “Maximilian Kohler” zum Beispiel tritt überhaupt nicht auf und wird durch eine neue Figur ersetzt. Der “Assassine” verwandelt sich in einen routinierten Auftragskiller, der seine Arbeit schnell und sauber erledigt. Und auch die etwas haarsträubende Geschichte um die Abstammung des “Camerlengo” findet keine Erwähnung. Von all diesen Änderungen profitiert der Film ungemein.

Leider werden die im Buch sehr schön dargestellten Actionszenen im Zusammenhang mit den Elementen Feuer und Wasser fast komplett ausgespart – sie hätten den Film aber auch wohl etwas überfrachtet.

Gegen Ende hält die Verfilmung noch eine Überraschung bereit für all diejenigen, die mit einer präzisen Umsetzung des Buches gerechnet hatten…

Ich finde den Film sehr gelungen und spannend. Wie Der Spiegel 20/09 darauf kommt, hier handele es sich um ein “ideenloses Vatikan-Gemeuchel”, ist mir scheierhaft.

Also: Ansehen!

Scheilo

Sachen gibt’s…

März 26, 2009 by scheiloranch

Neulich, Freitag, 14 Uhr.

Okay, zugegeben, um diese Uhrzeit ruft man wirklich keine Dienstleister an.

Ich jedenfalls rufe bei einem nicht näher genannten Notar an – oder besser gesagt, ich versuche es.

1. Versuch: Ich wähle, es klingelt zweimal in der Leitung, dann macht es KlackKlack. Nanu? Da hat wohl jemand abgenommen und den Hörer fallen gelassen. Also:

2. Versuch: Ich wähle, es klingelt in der Leitung, es macht Klack. Dann die Stimme des Notars: “Hier ist der automatische Anrufbeantworter.” Sprichts und schweigt. Hm, kommt da noch was? Schweigen auf beiden Seiten. Dann, am anderen Ende: Klack! Aufgelegt!

Ein Schelm, wer hier denkt, der Notar hätte sich einfach als Maschine ausgegeben, um nicht mit mir telefonieren zu müssen.

Die Scheil – der Schelm

Kino: Die drei ??? – Das verfluchte Schloss

März 22, 2009 by scheiloranch

Ich habe mal wieder einen Film getestet – diesmal auf Kosten der Kollegen, besten Dank an dieser Stelle!

Die drei ??? – Das verfluchte Schloss hat bereits wie die Verfilmung der “Geisterinsel” rein gar nichts mit der Buch- und Hörspielvorlage zu tun. Wenn man das vorher weiß (was ja auch spätestens seit der Geisterinsel-Verfilmung jedem klar sein sollte),  kann man sich auf 1 1/2 Stunden gute Unterhaltung für jede Altersgruppe freuen. Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass ich den Altersdurchschnitt im Kino nicht unwesentlich heraufgesetzt habe…

Die Geschichte schlägt hier Wellen, bei denen es mir als Kassettenkind teilweise mehr als schlecht wird. So stellt sich heraus, dass Justus’ Eltern rein zufällig früher mal Ermittler waren und nicht wie bisher behauptet bei einem Unfall ums Leben gekommen sind, sondern bei ihrem letzten Fall ins Gras gebissen haben. Für den deutschen Markt gibt es ein paar Einstellungen am Brandenburger Tor, und Julius und Kathreen werden von deutschen Schauspielern gegeben (Axel Milberg und Julia Bremermann).

Im Vorfeld wurde bisweilen die Farblosigkeit von “Justus” Chancellor Miller beklagt. Tatsächlich nimmt man ihm den trauernden Sohn nicht so ganz ab, aber man sollte nicht vergessen, dass Justus laut Buchvorlage eher über einen vakanten, tumben Gesichtsausdruck verfügt. Und darin steht der Jungschauspieler der Vorlage in nichts nach! :-)

Wenn der Film erstmal Fahrt aufgenommen hat, macht’s Spaß! Tolle Gruseleffekte im Schloss von Stephen Terrill. Besonders für jüngere Zuschauer echte Hingucker! Außerdem taucht Morton samt Rolls Royce erstmals auf. Mein persönliches Highlight Nr. 1: Der Schauspieler wird von Andreas von der Meden, der Originalhörspielstimme und meinem erklärten Liebling, gesprochen. Highlight Nr. 2: “Peter”-Darsteller Nick Price trifft an einer Stelle auf den Sychronsprecher Jens Wawrczeck: “Hey, wie findet ihr meinen Rolls Royce?” Im wahrsten Sinne des Wortes großes Kino! Highlight Nr. 3: Die schnuckelige Caroline hält Bob für ihren Seelenverwandten (”Ich bin dein russicher Schwan”) und drängt auf die Wiedervereinigung. Bob hatte halt schon immer Schlag bei den Mädchen… Allerdings redet er sich um Kopf und Kragen: “Ich habe Ihre Tochter nur einmal kurz mit meinem Sack berührt.” Highlight Nr. 4: Die Titelmusik von Das Bo. Hatte ich vorher noch nicht gehört, war ganz überrascht! Komponist Carsten Bohn wird’s freuen.

Warum allerdings Victor Hugenah mal wieder auftauchen musste, hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Ich kann den Kerl einfach nicht leiden. Skinny Norris for Endgegner! Wie schon in der Geisterinsel ist Hugenay der ewig gefährliche und niederträchtige Verbrecher, vor dem man sich echt hüten sollte. Was Justus Jonas natürlich egal ist.

Fazit: Für alle, die “Das Gespensterschloss” mal kurz ausblenden können, gute Unterhaltung!

Die Scheil

Schlachtruf “Kamelle!”

März 9, 2009 by scheiloranch

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  Neulich in Siegburg:  

 

 

 

 

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Die Ausbeute

 

 

 

 

 

 

 

 

Fragt man sich doch: Wohin mit dem Zeug in der Fastenzeit?

Die Scheil

Was wurde eigentlich aus…

März 3, 2009 by scheiloranch

…dem Deputy aus “I shot the sheriff”?

Ich stelle mir diese Frage seit geraumer Zeit. Da heißt es in dem einzigen Reggae-Lied, das ich ohne Brechreiz hören kann, frei nach Bob Marley:

I shot the sheriff, but I did not shoot the deputy.

All around in my home town, people try to track me down

They say they want to bring me in guilty

For the killing of a deputy

for the life of a deputy.

But I say: I shot the sheriff, but I did not shoot the deputy.

Soweit, so gut. Der Rest des Songs beschäftigt sich mit den genauen Modalitäten der Tötung besagten Sheriffs. Aber was wurde eigentlich aus dem Deputy? Ist er überhaupt tot? Geht es hier möglicherweise um eine Personenverwechslung seitens der Ankläger? Oder hat gar der Deputy die Chance ergriffen und ist mit seiner Lebensversicherung und der Frau des Täters durchgebrannt?

Fragen über Fragen. Ich persönlich vermute letzteres.

Die Scheil

Neulich… (im Verzug)

Februar 5, 2009 by scheiloranch

Also, ich war im Oktober mit meinem Auto in der Werkstatt. Einer der Scheinwerfer hatte ein Problem mit den Tränendrüsen und war permanent beschlagen. Ich also ins Autohaus, welches ich jetzt mal aus Gründen der Anonymisierung Kidt & Schmoch nennen möchte. Dort sagte man mir, mein Auto sei eigentlich noch nicht alt genug für derlei Zipperlein, und man bot mir eine Teilkostenübernahme an, was ich gerne annahm. Auf meine Frage, was ich dann noch berappen müsste, stellte man mir 80 € in Aussicht.

So. Als ich dann abends meinen Wagen wieder abholen wollte, übergab mir eine junge Dame am Empfangstresen meinen Schlüssel. Ich so: “Wo ist denn die Rechnung?” Junge Dame: “Da gibt es wohl keine Rechnung. Aber Sie können ja mal dort drüber um die Ecke bei meinem Kollegen nachfragen.” Ich drück mich also um die Ecke, aber da war keiner. Also bin ich dann nach Hause. Wenn die Geld von mir wollen, werden die sich schon melden.

Das taten sie auch, und zwar gestern, also knapp 4 Monate später. Ich komme ahnungslos nach Hause und finde Post von Kidt & Schmoch vor. Nanu? Die Rechnung hatte ich offen gestanden schon ganz verdrängt, aber sie war es dann doch. Das Erstaunen war dann auch ganz auf meiner Seite, als ich einen Rechnungsbetrag von 126 € zur Kenntnis nehmen durfte. Na, da muss ich wohl noch mal anrufen!

Es kam aber etwas anders. Heute nämlich fand ich wieder Post von Kidt & Schmoch zuhause. Etwa eine korrigierte Rechnung? Weit gefehlt: ZAHLUNGSAUFFORDERUNG! WIR SETZEN SIE IN VERZUG! Ich möge doch bitte endlich den Betrag von 126 € ausgleichen, sonst müsse man ein kostenspieliges Mahnverfahren einleiten. Aha.

Bei einer genaueren Überprüfung meiner Post der letzten 2 Tage stellte ich dann noch fest, dass beide Briefe am selben Tag abgestempelt worden sind, aber mit zwei unterschiedlichen Zustelldiensten den Weg in meinen Briefkasten gefunden haben.

Sachen gibt’s…

Die Scheil

Scheilo & Friends: Der Gigolo fährt Eisenbahn – oder auch nicht

Januar 26, 2009 by scheiloranch

Gigolo says:

Deutsche Bahn verschenkt 2.500 € pro Jahr

Ja, wirklich. Denn das ist in etwa der Betrag, den ich bisher als Pendler
fürs Bahnfahren ausgebe, aber zukünftig sparen werde. Weil die Bahn mich
nicht mehr als Kunden will. Sie sagt das nicht so deutlich. Nein, etwas
subtiler geht sie schon vor.

Parallel wie zwei Schienenstränge haben mit regelmäßig steigenden Preisen
ebenso regelmäßig meine Züge Verspätung. Eigentlich nichts Neues, aber nun
ist das Maß endgültig voll: Die Bahn hat mir ein Ticket für eine
Zugverbindung verkauft, obwohl – wie ich später vom Schaffner erfuhr -
schon zum Kaufzeitpunkt (!!!) feststand, dass die reservierte Verbindung
wegen erheblicher Verspätung meines ICE so überhaupt nicht passen kann und
ich deshalb zwangsläufig eine Stunde später am Zielort ankommen werde.
Verkauft wird im Namen von Bahnchef Mehdorn. Die Verspätung muss
sich auch Bahnchef Mehdorn zurechnen lassen. Also hat mir quasi Herr
Mehdorn ein Ticket für eine ganz konkrete Zugverbindung verkauft, obwohl er
wusste, dass ich mein Ziel erst eine Stunde später erreiche. Klingt
komisch, ist aber so. Irre, nicht?

Aber es kommt noch besser: Der Wahnsinn hätte durch den glücklichen Umstand
vermieden werden können, dass ich etwas eher am Bahnhof war und noch einmal
mit Aufenthalt umsteigen musste. Anstatt auf den ICE zu warten, hätte ich
alternativ unter Nutzung eines wenige Minuten früher fahrenden Bummelzuges
meinen Anschlusszug und damit mein Ziel doch noch pünktlich erreichen
können. Dazu hätte ich freilich wissen müssen, dass mein reservierter ICE
Verspätung hat. Das hat mir aber leider keiner gesagt. Via Lautsprecher kam
die Durchsage – wer hätte etwas anderes erwartet – erst dann, als der
Bummelzug gerade eine Minute weg war.

Solch ein Maß an Professionalität und Service hat mich tief beeindruckt!
Darum werde ich künftig nicht mehr Bahn fahren. Die Ersparnis von 2.500 €
pro Jahr sind ein tolles Geschenk der Bahn. Danke. Davon zahle ich jetzt
mein Auto an. Und mit dem werde ich auf meiner Pendelstrecke gleich noch
ein paar enttäuschte Bahnreisende mitnehmen. Und ich bin nicht etwa der
Einzige, dem die Bahn so viel Geld schenkt. Viele meiner Kollegen haben
schon länger Ihre Weichen Richtung Auto gestellt.

Fazit: Dieser Zug ist abgefahren. Wir bitten um Ihr Verständnis…

Kinotag: Sieben Leben

Januar 11, 2009 by scheiloranch

Über diesen Film wurde schon jede Menge geschrieben, deshalb mache ich es kurz.

Es stimmt, dass dies ein ernster Film ist, der einem die Tränen in die Augen treibt.

Es stimmt, dass Will Smith ausnahmsweise nicht lustig ist.

Es stimmt, dass er dennoch sehr gut ist.

Es stimmt nicht, dass das Ende völlig unerwartet kommt. Etwa nach der Hälfte des Films war klar, worauf das alles hinausläuft. Dennoch:

Großes Kino!

Scheilo

Zum Jahresabschluss…

Dezember 28, 2008 by scheiloranch

… mein persönliches Lieblingsbild 2008

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Die Scheil